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IDF: 5 Atom-Prozessoren mit bis zu 1,86 GHz und Details zur Architektur

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Mit dem Atom-Prozessor hat Intel offensichtlich ein heißes Eisen im Feuer, denn dieser soll nicht nur sehr stromsparend sein, sondern dank seines geringen Preises erstmals komplett im Bereich von VIA wildern. Der Atom-Prozessor ist relativ einfach gestrickt, beherbergt 47 Millionen Transistoren auf einer Fläche von unter 25 mm² und arbeitet die Befehle in der Reihenfolge ab, in denen er sie vom Betriebssystem geliefert bekommt. Damit ist er ein sogenannter In-Order-Prozessor und kann sie nicht wie alle anderen modernen Prozessoren selbst neu ordnen. Dies hat den Vorteil, dass die Pipelines kürzer gestaltet sind, Teile des Prozessors häufiger abgeschaltet werden können und der Energieverbrauch gesenkt wird. Im Grunde also das Richtige für einen Prozessor, der in Handys und Mobile-Internet-Devices eingesetzt werden soll.Für diesen Zweck beherrscht der Atom-Prozessor die verschiedenen Betriebszustände C0 bis C6. Im sparsamsten Betriebsmodus C6 wird sogar der L2-Cache geleert, um möglichst viel Energie zu sparen. Wenn dann allerdings Rechenleistung benötigt wird, müssen die Daten erst zurückgeschrieben werden - so dauert es relativ lange, bis der Prozessor wieder voll einsatzfähig ist.


Als besonderen Vorteil des Prozessors nennt Intel auch seine x86-Kompatibilität, wodurch herkömmliche Windows-Betriebssysteme und dessen Software auf den Geräten genutzt werden können. Gerade für Multi-Threading-Betriebssysteme wie Windows Vista macht sich die Abarbeitung der Befehle ohne Neusortierung negativ bemerkbar. Ein Thread wird ständig unterbrochen, was beispielsweise zu ungültigen Daten im Cache führt. Dies ist auch ein Grund warum der Atom-Prozessor mit 512 kb einen vergleichsweise großen L2-Cache bekommen hat, und Intel neben Windows auch Linux für Mobile-Internet-Devices favorisiert. Bei Linux kann der Kernel entsprechend angepasst werden. Ein wenig hilft der Prozessor aber dann doch nach, denn er verfügt über HyperThreading. Dank dieser Technologie soll die Leistung um 30 Prozent steigen, der Verbrauch aber leider ebenfalls um etwa 20 Prozent, also 200 Milliwatt.

Mit 600 bis 700 Milliwatt verbraucht der kleinste Prozessor, der Z500 mit einem Takt von 800 MHz, insgesamt nur etwa das dreifache von dem durch HyperThreading verursachten Mehrverbrauch. Das Top-Modell mit dem Namen Z540 verbraucht bei einem Takt von 1,86 GHz schon 2,4 Watt. Bei dieser Rechnung ist der Mehrverbrauch, falls HyperThreading aktiviert wird, nicht mit einberechnet.



Alleine die zwei Watt des Z530 sind im Grunde zu viel für Geräte wie Smartphones. Die in diesen Geräten häufig vertretenen Prozessoren mit ARM-Architektur benötigen in der Regel nur etwa 1 Watt. Erst der Nachfolger namens "Lincroft" soll ab dem Jahre 2009 einen solch niedrigen Verbrauch besitzen. Dieser wird dann allerdings bereits über eine integrierte Grafiklösung und Speichercontroller verfügen. Beim aktuellen Prozessor wird hierfür noch der "Poulsbo"-Chipsatz benötigt, welcher abermals etwa 600 bis 800 Milliwatt für sich beansprucht. In ihm integriert findet sich beispielsweise eine Grafiklösung, welche Videomaterial bis 1080i dekodieren kann, ein Speichercontroller für DDR2 mit bis zu 533 MHz und ein HD-Audio-Codec. Auch zwei PCIe-x1- und bis zu acht USB-2.0-Anschlüsse stellt der Chipsatz zur Verfügung.



Geräte mit der Atom-Plattform werden bald erhältlich sein, so hat ASUS angekündigt, dass die nächste Eee-PC-Generation auf diese Plattform setzen wird. Erst mit der nächsten Generation "Moorestown" will Intel auch bei den Smartphones voll durchstarten, während die aktuelle Generation insbesondere bei Navigationsgeräten und Mobile-Internet-Devices Anwendung finden soll.





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