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Skulltrail: Intels Achtkern-Lösung

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Im September auf dem Intel Developer Forum zeigte Intel bereits "Skulltrail", ein Dual-CPU-System für die aktuellen Quad-Core-Modelle für den Enthusiasten. Als vor ein paar Wochen das neue D5400XS-Mainboard und die beiden Intel Core2 Extreme QX9775-Prozessoren in der Redaktion eintrafen, war klar, dass nun erstmal getestet wird: Acht Kerne, jeder davon mit 3,2 GHz, basierend auf Intels neuem Yorkfield-Kern mit 2x 6 MB L2-Cache und 45-nm-Technik können auf dem Mainboard Platz finden. Der Seaburg-Chipsatz (i5400) bietet dabei Unterstützung für ein Quad-Channel-FB-Dimm-Interface, damit die beiden unabhängigen FSBs für die Prozessoren ausreichend mit Daten gefüttert werden können. Der Clou des Boards sind zwei nForce-100-Chips, die SLI auf dem Mainboard ermöglichen. 3-Way-SLI ist aber nicht möglich, Quad-SLI nur in Verbindung mit den neuen GeForce-9800-GX2-Karten, so NVIDIA.

Einen ausführlichen Test präsentieren wir im nächsten Heft, einen kurzen Eindruck der Plattform haben wir unter "Read More" zusammengestellt.


Das D5400SX-Mainboard kann zwei QX9775 aufnehmen - und unter anderem auch Xeon-Prozessoren mit Sockel 771, wie in einem Intel-Blog zu lesen ist. Sollen zwei Prozessoren eingesetzt werden und übertaktet werden, so sollten zwei 8-Pin-ATX-Poweranschlüsse verwendet werden, ansonsten ist nur ein 8-Pin-Anschluss notwendig. Dies lässt auch gleich deutlich werden, welche Netzteilempfehlungen Intel gibt: Ein Kilowatt-Netzteil sollte es schon sein, wenn nur eine GPU zum Einsatz kommt und 4 GB FB-Dimm, wenn übertaktet werden soll oder zwei GPUs mit 8 GB zum Einsatz kommen, emfiehlt Intel ein 1,4-KW-Netzteil. Wir verwendeten in unserem Test ein 1,5-KW-Netzteil von Thermaltake.

Wie zu sehen ist, ist das Mainboard leider nicht passiv designed. Die Southbridge und die beiden nForce-100-Chips verstecken sich unter einer aktiven Kühlung. Auch die Northbridge wird sehr warm, weshalb auch hier an eine aktive Kühlung gedacht werden sollte, wenn z.B. die CPU-Kühler durch eine Wasserkühlung ersetzt werden.

An Onboard-Komponenten findet man die üblichen Features von Xeon-Boards mit ESB2-Southbridge (Serial-ATA-RAID, USB), aber auch ein HD-Onboard-Sound, Firewire und ein Gigabit-LAN sind auf dem Mainboard vorhanden. Zudem hat Intel eSATA spendiert.



Betrachtet man das Blockdiagramm, so sieht man, wie die Slots aufgeteilt sind: Die PCIe-Slots sind jeweils mit 16 Lanes über die nForce-100-Chips an den i5400 angebunden - damit geht ihnen die PCIe-2.0-Fähigkeit leider verloren, da der Chipsatz zwar PCIe-2.0 unterstützt, aber die nForce-100-Chips leider nicht. Das Quad-Channel-FB-Dimm-Interface kann auch mit neuen FB-Dimms mit 800 MHz umgehen, da wir allerdings hier leider nur zwei Module erhielten, war ein Quad-Channel-Betrieb leider nicht möglich, sondern nur Dual-Channel. Zudem entpuppten sich die Evaluation Samples von Micron als sehr anfällig gegenüber Takt- und Timingveränderungen. Ein Betrieb mit mehr als 900 MHz war nicht möglich, zudem konnten wir die Timings nicht absenken, 5-5-5-18 war somit das Maximum. Ob dies am Bios des Mainboards liegt, welches auch noch keinen anderen Speicherteiler zulässt, oder die Module dies nicht können, wird sich in Kürze zeigen, da Corsair entsprechende FB-Dimms bereitstellen will, die auf Performance getrimmt sind.



Die beiden Protagonisten: Intels neue QX9775-Prozessoren, die im System eingesetzt werden. Skulltrail bietet somit acht Kerne mit 3,2 GHz, die mit einem FSB von 1600 MHz angesteuert werden. Sie besitzen je 2x 6 MB L2-Cache, basieren auf der 45-nm-Technik - und lassen sich auch gut übertakten, da das Board neben Spannungsveränderungen auch ein FSB-Overclocking erlaubt. Zudem haben die Prozessoren einen offenen Multiplikator, der auch nach oben verändert werden kann.



Hier noch einmal die beiden nForce-Chips aus der Nähe.

Die Performance eines derartigen Systems ist natürlich brachial, wenn alle acht Kerne ausgenutzt werden können. Für Spiele mag sich die Plattform aufgrund des hohen Taktes der Prozessoren ebenso anbieten, allerdings ist dann der Performanceunterschied zu aktuellen Dual- oder Quadcore-Prozessoren nicht ganz so hoch. Übertaktet macht das natürlich einen anderen Eindruck, wobei Benchmarks wie 3DMark 2006 leider nicht von allen acht Kernen profitieren können. Nach unserem Eindruck skaliert 3DMark 2006 beispielsweise nur bis vier Kerne gut, der Schritt auf acht Kerne bringt vergleichsweise wenig.

In unseren Tests mit einer Wasserkühlung erreichten die Prozessoren maximal 4,6 GHz stabil:



Einen ausführlichen Test mit Benchmarks und vielem mehr präsentieren wir in der nächsten Hardwareluxx [printed] 03/2008, welche am 03.03. im Handel erscheint. Abonnenten erhalten das Heft wie immer ein paar Tage früher.

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