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Letzte Itanium-Generation wird ausgeliefert

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Mit der Itanium-Serie plante Intel zusammen mit einigen Partnern eine neue Prozessoren-Linie, die auf bestimmte Befehlssätze hin optimiert ist. Das angewandelte VLIW-Design sollte eine Hochleistungsarchitektur sein, verwendet wird der native Befehlssatz IA-64, was gleichzeitig auch das größte Problem der Itanium-Prozessoren werden sollte, denn x86-Code kann nur per Emulationsmodul ausgeführt werden, welches allerdings extrem langsam ist.

Mit der Poulson-Generation veröffentlichte Intel Ende 2012 die letzte Generation der Itanium-Generation. Die Achtkern- und Vierkern-Prozessoren arbeiten mit bis zu 2,53 GHz und bieten 32 MB L3-Cache. Die Fertigung erfolgt in 32 nm, was bei einer Anzahl von 3,1 Milliarden Transistoren in einer Chipgröße von 544 mm² resultiert. Das Interesse Intels an einer Weiterführung des Projektes hält sich in Grenzen. Ohnehin zeigte sich von Anfang an nur HP an der Hardware interessiert und bietet entsprechende Produkte an. Dies wird sich auch mit der neun letzten Generation Kittson nicht ändern.

Technische Details zu Kittson gibt es nur wenige. Unbekannt sind die Anzahl der Kerne und die Cachegrößen. Zwar spricht Intel seit fast zehn Jahren über Kittson, allerdings haben sich die Pläne in der Zwischenzeit offenbar mehrfach geändert. Selbst hinsichtlich der Fertigung ist unklar, ob Intel auf die aktuelle Fertigungstechnologien setzen wird oder nicht. Für zukünftige Serverprodukte so dies der Fall sein, der Desktop rückt in den Hintergrund – dies gilt allerdings nicht für Kittson. Womöglich wird der Prozessor noch einmal in einem überarbeiteten 32-nm-Verfahren gefertigt.

HP oder genauer HPE verspricht einen Support bis 2025 und fährt daher weiter eine recht langfristige Strategie, wenngleich ein Ende absehbar ist. Dazu zahlt HPE auch Geld an Intel, damit hier weitere Produkte geliefert werden können. Andere Partner wie Oracle oder Microsoft sind schon nicht mehr an dem Projekt interessiert. Wer also derzeit auf das Itanium-Konzept setzt, sollte sich schon einmal nach einer Alternative umschauen. HPE und Dell, ebenfalls noch Anbieter von Itanium-Hardware, wollen Kunden beim Wechsel auf neue x86-Server helfen. Je nach Anwendung ist dieser Prozess aber nicht ganz einfach.

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