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Raspberry Pi Compute Module verzehnfacht CPU-Leistung

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raspberry pi 2014Der Raspberry Pi und die zahlreichen Alternativen dürften den meisten inzwischen ein Begriff sein. Eine kleine Platine ist mit einem ARM-Prozessor samt Arbeitsspeicher ausgestattet und bietet dank unterschiedlicher Module und einigen I/O-Ports eine flexible Möglichkeit, sich einen eigenen Rechner für die verschiedensten Anwendungen zusammen zu basteln. Das Compute Module ist eine Auskopplung des Raspberry Pi und bietet einen deutlich kompakteren Formfaktor – dem fällt aber natürlich die Flexibilität etwas zum Opfer. Die Raspberry-Organisation hat nun ein Update des Compute Module vorgestellt. Das Compute Module 3 bietet nun die gleiche Leistung wie der Raspberry Pi 3.

Mit dem Broadcom-BCM2837-Prozessor (4x Cortex-A53-Kerne) und 1 GB Arbeitsspeicher bietet das Compute Module 3 die zehnfache Rechenleistung (bei 1,2 GHz Takt) und die doppelte Ausstattung an Arbeitsspeicher im Vergleich zum Vorgänger. Während in der 2. Generation des Compute Module noch 4 GB eMMC Flashspeicher fest auf dem Board verlötet waren und dies schnell zum Flaschenhals der Mini-Platine werden konnte, wird das Compute Module 3 nun in zwei Varianten angeboten. Es wird weiterhin eine Version mit fest verbautem Speicher geben und dieser wird auch weiterhin nur 4 GB groß sein. Eine Light-Variante ermöglicht aber das Hinzufügen eines eigenen Socket für MicroSD-Speicherkarten oder eMMC Flashspeicher.

Das Compute Module 3 bietet als solche keinerlei Anschlüsse, sondern wird wie ein RAM-Speicherriegel in einen entsprechenden Steckplatz (SODIMM) eingesteckt. Um für das Compute Module entwickeln zu können, wird ein separates I/O-Board (Compute Module IO Board V3 (CMIO3)) angeboten, welches über GPIO-Pins, USB, MicroUSB, CSI- und DSI-Ports für Kamera- und Display-Boards sowie HDMI und MicroSD verfügt.

Eingesetzt wird das Compute Module vor allem dort, wo selbst für einen Raspberry Pi zu wenig Platz wäre. NEC setzt das Module beispielsweise in einigen seiner Digital-Signage-Produkte ein. Das Compute Module 3 ist in der Lage ein Windows IoT und Linux auszuführen.

Das Compute Module 3 kostet 30 US-Dollar, die Light-Variante soll 25 US-Dollar kosten. Für 200 US-Dollar ist auch ein Entwickler-Kit verfügbar, welches beide Varianten und das I/O-Board enthält.

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 08.03.2014
Merzig
Leutnant zur See
Beiträge: 1158
Hat hier mal jemand was damit gemacht?
#2
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Registriert seit: 12.05.2013

Vizeadmiral
Beiträge: 6928
Wohl kaum, das Breakoutkit kostet über 100€ da kann man sich lieber mehrere kleine Pis kaufen die das selbe können aber halt nen anderen Formfaktor haben.

Sharp nutzt die Compute Module allerdings z.B. für Werbemonitore.
#3
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Registriert seit: 20.02.2009
Bremen
Flottillenadmiral
Beiträge: 4926
Was spricht dagegen sich gleich nen Pi3 zu holen, wenn die Leistung gleich ist?
#4
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Registriert seit: 08.03.2014
Merzig
Leutnant zur See
Beiträge: 1158
War reines Interesse.... gibt ja immer Bastler
#5
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11741
Zitat Daniel N;25232593
Was spricht dagegen sich gleich nen Pi3 zu holen, wenn die Leistung gleich ist?

Erstmal Platz. In industriellen Anwendungen kommt das Teil ziemlich sicher öfters zum Einsatz als der normale, denn der hat ja unendlich viel krams onboard das meistens garnicht gebraucht wird.
Für bastler ist der Raspi selbst wohl schlicht einfacher zu verwenden.

Wobei ich mich grad recht naiv frage, wenn das Teil nen SODIMM hat, könnte man es dann nicht auf ein normales Mainboard stecken und über die Speicherkanäle ansprechen um Berechnungen damit zu unterstützen?
#6
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 14410
Nur weil etwas mechanisch passt, ist es elektronisch noch längst nicht kompatibel und daher würde ich dies auch nicht ausprobieren wollen, denn es dürften kaum pinkompatibel zu SO-DIMM RAM sein. Man hat dies wohl nur gewählt weil da dafür eben fertige Stecker gibt die genug Pins auf kleinem Raum bieten.
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