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Erste Benchmarks zu AMDs Bristol Ridge A12-9800 APU

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Noch in diesem Jahr bzw. sogar noch in diesem Quartal will AMD die ersten Prozessoren auf Basis des Sockel-AM4 ausliefern. Die Bristol-Ridge-Serie macht dabei den Anfang und aus Korea kommen nun die ersten Benchmarks. Getestet wurde dabei das High-End-Modell, der A12-9800 mit vier Kernen, einem Takt von 3,8 bis 4,2 GHz sowie einer integrierten Radeon R7 mit 8 CUs und einem GPU-Takt von 1.108 MHz. Der Prozessor unterstützt DDR4-2400 und verbraucht maximal 65 W.

Verglichen wurde der A12-9800 mit dem A10-7870K der Kaveri-Serie. Als High-End-Modell kommt er auf vier CPU-Kerne mit einem Takt von 3,9 bis 4,1 GHz und acht CUs mit 866 MHz. Allerdings wird die TDP hier von AMD mit 95 W angegeben. Neben der höheren Leistung soll das Bristol-Ridge-Modell demnach nicht nur schneller, sondern auch noch sparsamer sein. Getestet wurden beide Prozessoren auf der jeweiligen AM3+- und AM4-Plattform mit DDR3 bzw. DDR4 und einem A88- oder B350M-Chipsatz.

In den Benchmarks zeigte sich der A12-9800 in reinen Compute-Anwendungen um 5 % schneller, während die Multimedia-Leistung um 13 % gestiegen sein soll. Die Speicherbandbreite steigt bei DDR4 um 20 %. Tests im 3DMark und PCMark 8 ergeben mit einer GeForce GTX 1070 Founders Edition, also rein auf den Prozessor-Part bezogen, eine um 10-15 % gesteigerte Leistung.

AMD A12-9800 Bristol Ridge auf einem ASUS Octopus Mainboard im OC-Test
AMD A12-9800 Bristol Ridge auf einem ASUS Octopus Mainboard im OC-Test

Rein auf die vier Kerne bezogen erreicht der A12-9800 eine um 6 % höhere Single-Core-Leistung und diese addiert sich im Multi-Core-Benchmark auf 15 %. Die Unterstützung von SATA-Express bzw. SATA3 durch die AM4-Plattform schlägt sich in einer um 50 % gesteigerten Bandbreite bei der Anbindung von SSDs und Festplatten nieder. Auch die integrierte Grafikeinheit soll einen deutlichen Schub erhalten haben und verzeichnet ein Leistungsplus von bis zu 20 %.

Die durch die Reihe der Benchmarks gestiegene Leistung geht mit einer Reduzierung der Leistungsaufnahme einher. In Tests soll der Kaveri A10-7870K auf eine Leistungsaufnahme von 78 W kommen, während der Bristol Ridge A12-9800 auf nur rund 57 kommt. Dies entspricht einer Einsparung bei der Leistungsaufnahme um 27%.

4,8 GHz im Overclocking-Test

Auch erste Versuche beim Overclocking wurden unternommen. Dabei ließ sich der Takt offenbar von 4,2 auf 4,8 GHz steigern. Für den Test zum Einsatz kam ein ASUS-Mainboard namens Octopus mit B350M-Chipsatz. Gekühlt wurde der Prozessor aber auch nur mit einem Wraith-Kühler von AMD, der für maximale 95 W vorgesehen ist. Ein Overclocking mittels Wasser- oder gar LN2-Kühlung dürfte noch ganz andere Ergebnisse liefern.