> > > > Galileo: Smartphones mit Snapdragon-SoC sollen künftig präziser orten

Galileo: Smartphones mit Snapdragon-SoC sollen künftig präziser orten

Veröffentlicht am: von

qualcommAb dem dritten Quartal sollen mit ausgewählten Snapdragon-SoCs ausgestattete Endgeräte präziser als bislang die eigene Position bestimmen können. Laut Qualcomm wird das durch das Bereitstellen eines Updates für iZat, die Lokalisierungsfunktion des Herstellers möglich. Dies soll die Nutzung der Galileo-Signale ermöglichen, wenn die Gerätehersteller die neue Software denn nutzen.

Auf Aufbau des Galileo-Systems arbeitet die Europäische Union bereits seit mehr als zehn Jahren, inzwischen können 14 Satelliten für erste Dienste zur Ortsbestimmung genutzt werden. Vollständig einsatzbereit soll der Konkurrent zu GPS, GLONASS und Beidou nach 2020 werden, erst dann wird der letzte der vorgesehenen 30 Satelliten seinen Dienst aufnehmen. Dass Smartphone-Nutzer schon vorher von einer genaueren Positionsbestimmung profitieren können, liegt an der Funktionsweise von iZat. Die von Qualcomm entwickelte Lösung kann die Signale der verschiedenen Dienste – derzeit umfassen diese insgesamt 80 Satelliten – kombinieren und so exakter arbeiten. Hinzu kommt die Fähigkeit, auch auf andere Informationen zugrifen zu können, die bei der Lokalisierung hilfreich sind.

Vorerst kann Qualcomm auf die Daten von 14 Galileo-Satelliten zurückgreifen (Quelle: ESA)
Vorerst kann Qualcomm auf die Daten von 14 Galileo-Satelliten zurückgreifen (Quelle: ESA)

Als kompatibel nennt der Chip-Entwickler die Snapdragon-Modelle 435, 617, 625, 650, 652, 820 und 820A sowie die Modems X5, X7, X12, X16 sowie 9x15 und MDM6x00. Eine besondere Rolle nimmt dabei der Snapdragon 820A ein. Der Ableger des derzeit schnellsten SoCs der Kalifornier ist für den Betrieb in Automobilen konzipiert und kann durch die Unterstützung von Galileo auch für das eCall-System genutzt werden. Dieses muss in allen PKW verbaut werden, die ab dem 31. März 2018 erstmals innerhalb der EU zugelassen werden. Nötig ist dafür nicht nur eine Telefonie-Funktion, sondern auch eine Galileo-kompatibles Ortungslösung.

Hintergrund des Aufbaus des Galileo-Systems war der Wunsch nach einer größeren Unabhängigkeit vom US-amerikanischen GPS sowie eine höhere Präzision. Während GPS ohne Zusatzinformationen eine Genauigkeit von etwa 10 m erreicht, sollen es bei Galileo 4 m sein. In Krisensituationen kann die Präzision aber wie auch bei GPS künstlich verschlechtert werden.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (5)

#1
customavatars/avatar173078_1.gif
Registriert seit: 16.04.2012

Hauptgefreiter
Beiträge: 133
Das wird so manche paranoia steigern inklusive meiner :D
#2
customavatars/avatar5839_1.gif
Registriert seit: 20.05.2003

Bootsmann
Beiträge: 606
Jupp, ich zähl mich mal zu der Paranoia-Fraktion hinzu
#3
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3745
Künstlich verschlechtern?!?! Das ist mal sowas von schwa.mig.
#4
customavatars/avatar202850_1.gif
Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12308
Zitat Snake7;24686678
Künstlich verschlechtern?!?! Das ist mal sowas von schwa.mig.

Was meinst du?
Falls jemand Europa angreift, soll etwa "unser eigenes" Navigationssystem die Raketen, etc. ins Ziel lenken?!

Nur das ist gemeint mit Krisensituation.
#5
customavatars/avatar188425_1.gif
Registriert seit: 10.02.2013
Z'ha'dum
Fregattenkapitän
Beiträge: 2604
Bei den neueren GPS-Satelliten soll das eh angeblich nicht mehr gehen, da die möglichen Schäden bei der eigenen Zivilbevölkerung zu groß seien.
Im Irakkrieg 1991 übrigens waren die Auswirkungen klar zu sehen, als nur noch die US-Truppen die volle Genauigkeit bekamen.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Intel kämpft mit schwerer Sicherheitslücke (Update: Intel veröffentlicht...

Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL

Vor, während und zwischen den Feiertagen herrschte ein wildes Treiben in der Linux-Community. Zunächst war nicht ganz klar, was hier genau vor sich geht, inzwischen aber scheinen die Auswirkungen deutlich zu werden: Intel hat nach einer Lücke in der Management Unit eines jeden... [mehr]

Coffee Lake: Intel Core i7-8700K, i5-8600K und i5-8400 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL8GEN

Der sechste und letzte (?) CPU-Launch in diesem Jahr kommt von Intel: Mit den unter dem Codenamen Coffee Lake zusammengefassten Core-i7- und i5-Modellen kommen bei Intel erstmals Sechskern-Prozessoren in den Mainstream-Markt. Bedanken darf man sich aber wohl nicht bei Intel, sondern bei der... [mehr]

Coffee Lake: Overclocking-Check

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/KABYLAKE

Nach dem ausführlichen Overclocking-Check für Skylake-Prozessoren sowie dem Overclocking-Check für Kaby Lake-Prozessoren ist es nach Veröffentlichung der neuen Generation mit Codenamen Coffee-Lake erneut Zeit für einen Overclocking-Check. Wir werfen einen Blick auf die Übertaktbarkeit... [mehr]

Threadripper: AMDs Ryzen Threadripper 1950X und 1920X im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/THREADRIPPER_TEASER

AMD strotzt vor Selbstbewusstsein: Wie lässt es sich sonst erklären, dass man ein Produkt mit einem so coolen Namen ausstattet? Die als "Threadripper" bezeichneten Ryzen-Prozessoren sollen AMD in den Benchmarks an den ersten Rang katapultieren - zumindest in Thread-intensiven Benchmarks. Wir... [mehr]

Intel vs. AMD, Akt 2: Skylake-X und Kaby-Lake-X im Test gegen Ryzen

Logo von IMAGES/STORIES/2017/7900AUFMACHER

In den letzten Monaten wurde die CPU-Vorherrschaft von Intel gebrochen und den Prozessormarkt durcheinandergewirbelt. Nach dem Ryzen-Tornado blieb Intel nichts anderes über, als mit schnell vorgestellten neuen Multikern-Prozessoren aus der X-Serie auf sich aufmerksam zu machen. Mit dem Core i9... [mehr]

Intel Core i5-8250U und i7-8550U im Test: Mal ein kleiner, mal ein großer...

Logo von IMAGES/STORIES/2017/MEDION_P7649_KABY_LAKE_REFRESH

Im Gleichschritt marschierten Intels Desktop- und Mobil-Prozessoren schon länger nicht mehr. Ein so gravierender Unterschied wie derzeit ist aber völlig neu - und für den Verbraucher einmal mehr irritierend. Denn mit der 8. Core-Generation spendiert Intel beiden Plattformen eine eigene... [mehr]