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Intel: Skylake-Overclocking per BCLK nicht erwünscht

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intel3In den vergangenen Wochen haben fast alle namhaften Mainboardhersteller ein BIOS-Update für ihre Skylake-kompatiblen Platinen veröffentlicht, die ein Overclocking per BCLK ermöglichten. Ein Blick in unsere Mainboard-News gibt darüber genauer Aufschluss und führt auch zu den BIOS-Versionen der verschiedenen Hersteller. Nach dem Willen Intels soll damit aber nun Schluss sein. Per Microcode-Update werden die Mainboard-Hersteller von Intel angehalten die Option des Overclockings per Base Clock (BCLK) in zukünftigen BIOS-Versionen wieder zu entfernen.

Ein Intel-Sprecher dazu gegenüber PCWorld:

"Intel regularly issues updates for our processors which our partners voluntarily incorporate into their BIOS. The latest update provided to partners includes, among other things, code that aligns with the position that we do not recommend overclocking processors that have not been designed to do so. Additionally, Intel does not warranty the operation of the processor beyond its specifications."

Nun werden die Mainboard-Hersteller wohl kaum alte BIOS-Versionen entfernen und können dies auch nicht, da diese fleißig über Foren etc. verteilt werden. Zukünftige BIOS-Updates enthalten aber zwangsläufig den aktuellen Microcode, aus dem dann auch die Option des Skylake-Overclocking per BCLK gestrichen ist.

Intel Skylake-Prozessor
Intel Skylake-Prozessor

Einige Hersteller haben bereits reagiert und bieten ihre neuesten BIOS-Versionen ohne diese Möglichkeit an. Dazu gehört als erstes ASRock, die bereits in der vergangenen Woche damit begonnen haben neue BIOS-Versionen zu veröffentlichen. Mit diesen ist ein Skylake-Overclocking per BCLK nicht mehr möglich. Andere Hersteller werden im Rahmen ihrer üblichen und regelmäßigen Update-Prozesse in Kürze folgen.

Das Aussperren des Skylake-Overclocking per BCLK durch Intel kommt nicht wirklich überraschend. Intel hat sicherlich kein Interesse daran, dass günstige CPUs dazu genutzt werden die schnelleren und vor allem teureren Modelle überflüssig zu machen. Ähnlich verhält es sich mit den dazugehörigen Chipsätzen. So ist ein Overclocking mit den H- und B-Series-Chipsätzen nicht möglich und Intel drängt die entsprechende Käuferschicht auf die Z-Series. Eine Gewährleistung auf übertaktete Prozessoren gibt Intel so oder so nicht, auch wenn dies nicht immer leicht festzustellen sein wird. Was ein gewolltes und was ein nicht unterstütztes Overclocking ist, erläutert Intel in einem FAQ.

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Kommentare (34)

#25
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Registriert seit: 27.12.2007
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Kapitänleutnant
Beiträge: 1887
Deswegen steht er ja bei 105 Grad und hat noch keine Notabschaltung gemacht
#26
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Registriert seit: 01.01.2015
€uropäische Union - Bairischer Sprachraum
Fregattenkapitän
Beiträge: 2665
War doch von Anfang an vorhersehbar, überrascht mich kein Stück, mich hat nur gewundert warum es so lange gedauert hat.
Die Mainboard-Hersteller wussten von beginn an dass dies nur eine frage der Zeit ist bis Schicht im Schacht ist, sie haben es nur mitgemacht weil einer damit angefangen hat, und nicht zurückbleiben wollten weil man keinen Konkurrenten einen Verkaufsvorteil überlassen wollte.
Jeder Mainboard-Hersteller wusste das man, für die kurze Zeit die man dies anbieten kann, nicht zu weit gehen darf, man will Intel nicht unnötig ans Bein pinkeln, es ist immerhin die Hand die einem füttert, Intel hat immerhin das Vertragsrecht auf ihrer Seite, daher wurden diese Beta's auch absichtlich mit Fehlern behaftet sodass man Intel nicht zu sehr reizt (Eine simple Annahme, ich glaube nicht), jeder Mainboard-Hersteller will auch weiterhin mit neuen Intel Prozessoren/Chipsätzen beliefert werden und natürlich auch mit neuen Verträgen.
#27
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Registriert seit: 05.05.2015
Steiamoak
Oberbootsmann
Beiträge: 873
Zitat DragonTear;24308827
Haben sie doch. Nur muss man dafuer extra zahlen (K-CPU) :/


Wenn die "K" CPUs wenigstens verlötet wären, würde ich das Argument gelten lassen :D
#28
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Kölle
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#29
Registriert seit: 13.07.2010

Bootsmann
Beiträge: 556
Hmmm,

der Schritt verwundert mich gar nicht.
Nachdem intel bereits die Xeons aus dem Consumermarkt haben will, wird nun daran gearbeitet andere unerwünschte Preis/Leistungs Kombinationen unattraktiv zu machen. Wer flashed sich schon ein gemoddetes BIOS auf sein flammneues Mainboard?
Es gibt nur einen offiziellen Weg, den Einsatz von K CPUs. Diese sind teurer und brauchen ein teureres Mainboard. Sowohl für intel als auch die Mobo Hersteller lohnt es sich.

Im Endeffekt weiß intel genau das es aktuell keine Alternative zur eigenen CPU gibt, die Konkurrenz schwächelt, jetzt werden die Einnahmen aufpoliert.
#30
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Registriert seit: 10.07.2013

Kapitän zur See
Beiträge: 3779
Zitat Bob.Dig;24308810
Hauptsache um Weihnachten schnell noch Kasse gemacht. Wobei ich finde Skylake auch preislich so uninteressant, Intel sollte lieber das oc offiziell freigeben.


Sehe ich auch so, wenn sie schon so teuer sind, dann sollte OC wenigstens klappen. Meiner meinung nach sollten die K CPUs weiterhin so beworben werden, aber das ganze bei non K CPUs wieder zu sperren ist ja Blödsinn. Es muss ja jeder selbst entscheiden wie weit er den blck anhebt um die CPU zu ocen. Wieder mal eine Bevormundung :(
#31
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Registriert seit: 13.06.2013
Kölle
Banned
Beiträge: 2981
ja war aber ein abzusehnder Schritt ...

...

Prozessoren per Microcode zu kastrieren als Marketingmassnahme ist ein Gehabe das sich Intel nur in einer Monopolposition leisten kann.

Das ist aber generell schlecht für die ganze Branche. Die gesamte x86 Entwicklung stagniert die letzten Jahre, ausser SSD's und neuen Grafikkarten gibt es eigentlich schon seit 5 Jahren keinen Grund sich überhaupt einen neuen Rechner zuzulegen.

Was es braucht ist eine Killer-CPU von der Konkurrenz um den Markt wieder ein bischen auf Trapp zu bringen.

Dann ziehen auch die Desktop- und Notebookverkäufe wieder an.
#32
Registriert seit: 18.05.2007

Admiral
Beiträge: 8855
Naja, ich denke es stagniert auch deswegen weil mehr Leistung eigentlich keiner mehr braucht. Besonders im privaten Umfeld reichen heutige Prozessoren vollkommen aus vermutlich sogar für die nächsten Jahre.

--
#33
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Registriert seit: 06.03.2014
Münchner Süden
Hauptgefreiter
Beiträge: 245
Mit der Stagnation sehe ich es ein Stück weit wie Romsky. Die heutige Hardware, bezw. eben auch die von "gestern" reicht vollkommen aus. Es gibt nur wenige Szenarien, in welchen man nie genug Leistung haben kann. Das ist bei Spielen, Video- Bearbeitung und (3D-) Rendern so. (Vllt. auch noch die eine oder andere Nische, an die ich jetzt nicht denke). Aber das ist nicht das Gros der User. Die meisten nutzen den PC für Office, Surfen und vllt. mal das eine oder andere Spielchen. Und dafür ist die Leistung mehr als ausreichend.
Ich habe mir meinen i5 4670K etwa ein halbes Jahr nach Erscheinen geholt, das Teil auf 4,2 GHz getaktet und gut is'. Obwohl nur ein i5 reicht der mir auch bei Photoshop (und ich arbeite da teils mit 15-20 Ebenen und ner Menge Filter). Vllt. rüste ich noch von 8 auf 16 GB RAM auf. Aber das war's dann auch. Wozu mehr? Denn auch Games lassen sich mit der CPU super spielen.

Auf der anderen Seite könnte es in 2017 spannend werden. Sollte AMD mit ZEN ein echtes Konkurenzprodukt auf den Markt bringen müsste Intel nach langer Zeit mal wieder nen spürbaren Sprung nach vorne machen. Und dann könnte auch die Software (mit etwas Verzögerung) entsprechend nachziehen. Hier dann aber eher weniger mit Tempo, als vllt. mit mehr neueren Eigenschaften.
Ggf. gibt die ganze VR- Thematik dem Markt in 1-2 Jahren nen Push nach vorne.
#34
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Registriert seit: 02.08.2008

Kapitänleutnant
Beiträge: 1557
Zitat Josedan03;24316010

[...]
Das ist aber generell schlecht für die ganze Branche. Die gesamte x86 Entwicklung stagniert die letzten Jahre, ausser SSD's und neuen Grafikkarten gibt es eigentlich schon seit 5 Jahren keinen Grund sich überhaupt einen neuen Rechner zuzulegen.

Was es braucht ist eine Killer-CPU von der Konkurrenz um den Markt wieder ein bischen auf Trapp zu bringen.

Dann ziehen auch die Desktop- und Notebookverkäufe wieder an.


Das Problem an der Sache ist einfach, dass die Leute die ganze Entwicklung viel zu einseitig mit einem Tunnelblick betrachen. Ganz nach dem Motto: Kein Leistungsplus -> kein Fortschritt
Dabei wird dann auch ausschließlich nur der Mainstream-Sektor betrachtet. Schau dir mal hingegen an, was sich im Serverbereich in den letzten Jahren getan hat. Da ist ganz klar ein gewaltiger Fortschritt zu erkennen. Inzwischen sind schon bei 18 Cores und 36 Threads angekommen bei einer TDP von gerade mal 145 Watt:
Intel® Xeon® Processor E5-2699 v3 (45M Cache, 2.30 GHz) Spezifikationen
Im Gegensatz zu den maximal 8 Kernen der Sandy-Bridge-Generation, die dann auch noch eine höhere TDP aufwiesen, ist das ein sehr großer Schritt nach vorne.
Dass im Main-Stream-Bereich kein Fortschritt bei der Leistung zu erkennen ist, hat mit Sicherheit mehrere Gründe:
1. Es besteht doch überhaupt kein Bedarf für Mehrleistung. MultiCore-CPUs werden doch jetzt werst anständig ausgelastet. Die Spiele laufen alle wunderbar selbst auf dem kleinsten i5. Selbst mit einer Titan X rennt man meistens vorher ins GPU-Limit, bevor der Prozessor schlapp macht.
2. Kein Druck durch die Konkurrenz und Schwerpunkt auf Effizienz. Auch im Main-Stream-Bereich werden die Prozessoren immer sparsamer und effizienter. Das ist doch ebenso eine positive Entwicklung, gerade in Hinblick auf Laptops und Tablets werfen sich dadurch ganz neue Möglichkeiten auf. Leistungsstarke CPUs in Gamer-Laptops unterliegen inzwischen kaum noch der Drosselung aufgrund Überhitzung.

Ich persönlich sehe daher schon einige Fortschritte. Aber man sieht sie eben nur, wenn man auch mal abseits vom Mainstream-Sockel und den reinen Leistungsdaten schaut. Es muss eben mal akzeptiert werden, dass der Main-Stream-Bereich nur ein Teil von vielen darstellt.
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