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Broadwell-DE in 14 nm und mit acht Kernen

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intel3Server entsprechen in weiten Teilen schon lange nicht mehr dem klassischen Aufbau mit Prozessor, Chipsatz, Speicher und weiteren Komponenten. Dem Bedarf immer größerer Integration tragen bereits zahlreiche Hersteller Rechnung und auch Server-Prozessoren mit ARM-Design werden mittelfristig einen immer größeren Marktanteil erreichen. Intel plant für die 2. Jahreshälfte die Einführung der Xeon-D-Prozessoren. Dabei soll es sich um "Broadwell-DE" in einem echten SoC-Design handeln.

Die Kollegen von Computerbase konnten nun weitere Details zu Tage fördern. Demnach wird es sich bei "Broadwell-DE" tatsächlich um ein echtes SoC-Design handeln, mitsamt acht Kernen sowie integriertem Chipsatz, 10-Gb-Ethernet, USB, SATA und PCI-Express. Einsatzgebiet dürften auch hier die sogenannten Microserver sein, die Intel unter der "Grangeville"-Plattform zusammenfasst. Die zur Verfügung gestellte Rechenleistung wird im Zielmarkt meist in Storage- und Kommunikations-Servern genutzt. Zur Berechnung komplexer Aufgaben eignen sich solche Server nicht.

Blockschaltbild des Xeon D als Broadwell-DE
Blockschaltbild des Xeon D als Broadwell-DE

Als Recheneinheiten kommen im Xeon D acht Kerne zum Einsatz, die auch Hyper-Threading und einen Turbo-Modus unterstützen. Als Architektur dient offenbar ein überarbeitetes "Haswell"-Design, welches in 14 nm gefertigt wird. Allen Kernen stehen 1,5 MB L3-Cache zur Verfügung. Über einen Ringbus angebunden sind noch weitere 12 MB Shared-Cache. Ebenfalls über den Ringbus angebunden sind der "Home Agent", der wiederum den integrierten Speichercontroller enthält. Unterstützt werden in zwei Kanälen DDR3L- und DDR4-Speicher. Bis zu 128 GB ECC-geschützter Speicher sollen dem Prozessor zur Verfügung stehen können. Am anderen Ende des Ringbus sitzt der "Integrierte I/O"-Controller mit zahlreichen PCI-Express-Lanes sowie einem 10-Gb-Ethernet. Der integrierte Chipsatz stellt die wichtigsten I/O-Ports bereit. Dazu gehören SATA 6 GBit/s, USB 2.0, USB 3.0 sowie noch einige PCI-Express-Lanes und ein weiterer Gigabit-Ethernet-Controller.

Offenbar plant Intel mit zahlreichen TDP-Klassen, denn spezifiziert wurde "Broadwell-DE" von 15 bis 45 Watt in 5-Watt-Schritten. Damit kann Intel auch entsprechend des Anwendungsprofils angepasste Prozessoren anbieten. Natürlich unterscheidet sich dabei auch die Anzahl der Kerne von zwei bis acht. Abhängig vom gewünschten Integrationsgrad werden die Prozessoren direkt verlötet oder in einem Sockel verbaut. Genauere Details zu den einzelnen Modellen stehen noch aus.

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Kommentare (5)

#1
Registriert seit: 17.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 456
Mit gegebenenfalls mehr Takt wären die CPUs aber auch für PCs was feines, gefallen mir persönlich besser als die sonst in der PC-Mittelklasse üblichen Notebookableger der 1150er Plattform.
#2
Registriert seit: 28.03.2008

Oberbootsmann
Beiträge: 895
Ich glaube da fährt man mit Haswell-E oder später eben dessen Nachfolger besser für den PC.
Das sieht mir eher nach vielen Threads mäßiger performance aus. Gnaz nett zum Beispiel für Webserver.
#3
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 34171
Zitat [email protected];22907169
Ich glaube da fährt man mit Haswell-E oder später eben dessen Nachfolger besser für den PC.

Für den Betrieb in Desktop-PCs sind sie ja auch nicht gedacht, sondern als logischer Nachfolger für Lösungen, in denen jetzt z.B. noch ein Intel Atom C2750 / C2758 zum Einsatz kommt.
#4
Registriert seit: 28.03.2008

Oberbootsmann
Beiträge: 895
Mein Beitrag war auch eher auf den von Superwip bezogen.
#5
customavatars/avatar20397_1.gif
Registriert seit: 07.03.2005

Admiral
Beiträge: 11455
Es wird ja DDR4 und DDR3 unterstützt. Wie viel wird DDR4 gegenüber DDR3 wohl bringen ?
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