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Heatspreader bei Haswell-E-Prozessoren ist höchstwahrscheinlich verlötet

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intel3Es ist das größte Ärgernis bei den Ivy-Bridge- und Haswell-Prozessoren, der nicht verlötete Heatspreader. Intel hatte sich entschieden, auf ein TIM (Thermal Interface Material) auf Wärmeleitpaste-Basis zu setzen, wodurch die CPU-Temperaturen in die Höhe geschossen sind. Eine Ausnahme stellen jedoch Intels Devil's Canyon-CPUs dar, bei denen ein NGPTIM (Next Generation Polymer Thermal Interface Material) zum Einsatz kommt. Bis heute nimmt der Chipriese bei den Enthusiasten-Prozessoren einen gehörigen Abstand von diesem Thema und verlötet den Heatspreader mit dem Die des Prozessors. Die deutlich bessere Wärmeabführung ist bei sechs oder mehr Kernen auch so ziemlich unverzichtbar.

Nun wurde ein vermeintlicher Haswell-E-Prozessor geköpft, der darauf hinweist, dass auch bei ihm der Heatspreader verlötet wurde. Fraglich ist allerdings, ob es sich um den Core i7-5960X handelt, denn auf dem zerstörten Die und dem Heatspreader sind insgesamt zwölf Rechenkerne zu sehen. Dies würde somit eher für einen Haswell-EP-Prozessor sprechen, der unter Umständen zu einem Achtkern- bzw. Sechskern-Modell degradiert wird. Lange muss nicht mehr gewartet werden, bis ganz genau festgestellt werden kann, ob der IHS verlötet wurde. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist jedenfalls sehr hoch.

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Geköpfter Haswell-E(P)-Prozessor mit Lötzinn.