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Intel stellt Ivy Bridge-E mit bis zu 15 Kernen in Aussicht

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intel3Aus der aktualisierten MDDS-Datenbank (Material Declaration Data Sheets) von Intel lässt sich entnehmen, dass Intel mit den kommenden Ivy Bridge-E-Prozessoren unter anderem zwei Modelle mit 15 Kernen anbieten wird. Dies lässt sich anhand der Zahlen in den Modellbezeichnungen ableiten. So befinden sich seit dem 10. Januar 2013 die beiden Einträge "IVY BRIDGE-EX-15" in der Datenbank, die auf die neuen Server-CPUs schließen. Dabei ist man eine unrunde Kernanzahl von Intel bisher nicht gewohnt gewesen. Es kann daher sein, dass es Probleme mit dem Layout des Dies gegeben hat, sodass man sich nun auf 15 Kerne geeinigt hat.

Die genauen Modellbezeichnungen gibt es offiziell noch nicht, weswegen Intel daher vorerst rein auf den Product Code verweist, der gleichzeitig als Bestellnummer zusammen mit dem Spec-Code von Distributoren verwendet werden kann. Sämtliche tiefergehende Spezifikationen sind in dieser Datenbank jedoch nicht zu finden, wie z.B. die Taktfrequenz, Cache-Größe oder auch die festgelegte TDP. Dafür zuständig ist Intels ARK-Datenbank, wo die neuen Xeon-Prozessoren jedoch noch nicht hinterlegt sind.

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Ebenfalls in der MDDS-Datenbank ist herauszulesen, dass die Ivy Bridge-E-CPUs keinen neuen Sockel erhalten, sondern weiterhin auf den Sockel 2011 oder auch FC-LGA12A setzen werden. Das hinterlässt große Hoffnungen, dass aktuelle Sockel 2011-Platinen mit Hilfe eines BIOS-Updates mit den Ivy Bridge-E-Modellen kompatibel werden, wie es auch im Desktop-Segment beim Wechsel von Sandy Bridge auf den Ivy Bridge vermehrt der Fall gewesen ist.

Darüber hinaus hat die MDDS-Datenbank weitere Modelle verraten. Intel wird zusätzlich auch entsprechende Ivy Bridge-EP-Modelle mit sechs und zehn Kernen den Server-Markt bedienen, die für eine Dual-Sockel-Platine vorgesehen sind. Der 15-Kerner der EX-Serie ist hingegen für Mainboards mit vier Sockeln prädestiniert. Auf einem solchen System sind demnach 60 Kerne und dank Hyper-Threading satte 120 Threads anzutreffen. Weiterhin unklar ist die Sache, mit wieviel Kernen die Desktop-Versionen mit dem Ivy Bridge-E aussehen werden. Bisher wurden bei den Sechskernern Dies mit acht Kernen eingesetzt, wovon jedoch zwei Kerne deaktiviert wurden. Bekannt ist jedenfalls, dass Intel die Anzahl der Kerne für den Enthusiasten-Sockel 2011 auf Desktop-Basis geringer hält, als es bei den Xeon-Prozessoren der Fall ist, die rein für den Server-Bereich gedacht sind. Demnach wäre es möglich, dass Intel einen Ivy Bridge-EP mit zehn Kernen für den Desktop-Markt vorsieht, wo erneut zwei Kerne abgeschaltet werden und somit beachtliche acht Kerne übrig bleiben.