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AMD gibt Startschuss für den Verkauf der Trinity-APUs

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AMDMit Trinity hat AMD einen Nachfolger für die erfolgreichen Llano-APUs entwickelt. Auch Trinity greift das APU-Konzept auf, bei dem CPU-Kerne mit einer vergleichsweise leistungsstarken Radeon-Grafikeinheit kombiniert werden. Heute hat AMD offiziell den Startschuss für den Verkauf von Trinity gegeben.

Die APUs sind ab sofort für Endkunden erhältlich. Trinity soll dabei sowohl in Desktop-PCs, SFF-Systemen (SFF - Small Form Factor) und Home Theater PCs (HTPCs) verbaut werden (die Notebook-Ableger sind schon seit einiger Zeit erhältlich). Wie Llano bedient Trinity das Mainstream-Segment - das High-End-Segment deckt AMD hingegen weiterhin mit der AM3+-Plattform ab. Das schlägt sich auch in der Preisgestaltung wieder, die APUs kosten zwischen 53 bis 122 Dollar. Die passenden Mainboards sollten ebenfalls großteils zu günstigen Preisen verkauft werden. Apropos Mainboards - Trinity lässt sich nicht mehr auf FM1-Mainboards verbauen, sondern nutzt den neuen Sockel FM2. Gleichzeitig mit den APUs kommen auch neue Chipsätze auf den Markt, nämlich AMD A55, A75 und A85X. Alle neuen Chipsätze unterstützen AMD Memory Profiles (AMP), die einen einfachen Betrieb des Arbeitsspeicher außerhalb der JEDEC-Vorgaben ermöglichen.
 
Doch was ändert sich bei Trinity im Vergleich zu Llano? Das sind vor allem die CPU-Kerne, die nun auf der Piledriver-Architektur basieren. Dadurch konnte AMD die Taktfrequenzen steigern - auf bis zu 4,2 GHz. Gleichzeitig soll die Leistung gegenüber Llano steigen. AMD verspricht außerdem, dass Trinity gut zum Übertakten geeignet ist. Bis zu 6,5 GHz sind bei extremer Kühlung möglich (sie wurden mit einem AMD A10-5800K erreicht, der mit LN2 gekühlt wurde). Die K-Modelle von Trinity haben einen freien Multiplikator und lassen sich deshalb auch von Laien leicht übertakten (wenn auch sicher nicht gleich auf 6,5 GHz). Dank AMDs Turbo Core 3.0-Technologie gibt es außerdem eine automatische Übertaktungsfunktion für CPU und GPU.

Als GPU-Teil dienen diverse Modelle aus der Radeon HD 7000er-Serie. Sie unterstützen sowohl DirectX 11 als auch AMD Eyefinity (AMDs Multi-Monitor-Technologie). Dank Dual Graphics lässt sich die integrierte Grafik zusammen mit verschiedenen Grafikkarten nutzen (praktisch ein CrossFire-Verbund aus integrierter und diskreter GPU). Dadurch kann die 3D-Leistung unkompliziert erhöht werden, ohne dass die integrierte Grafik nutzlos wird.

Im Folgenden zeigen wir die Trinity-Modelle in einer offiziellen Übersicht:

AMD A-Series Component Desktop APUs 
APU Model  AMD Radeon™ Brand  TDP  CPU Cores  CPU Clock (Max/Base)  AMD Radeon™ Cores  GPU Clock  L2 Cache  Max DDR3 Memory Support  Suggested Retail Pricing 
A10-5800K  HD 7660D  100W  4.2 GHz / 3.8 GHz  384  800 MHz  4MB  1866 MHz  $122 
A10-5700 HD 7660D  65W  4 4.0 GHz / 3.4 GHz  384  760 MHz  4MB  1866 MHz  $122 
A8-5600K  HD 7560D  100W  3.9 GHz / 3.6 GHz  256  760 MHz  4MB  1866 MHz  $101 
A8-5500  HD 7560D  65W  3.7 GHz /  3.2 GHz  256  760 MHz  4MB  1866 MHz  $101 
A6-5400K  HD 7540D  65W  3.8 GHz /  3.6 GHz  192  760 MHz  1MB  1866 MHz  $67 
A4-5300  HD 7480D  65W  3.6 GHz /  3.4 GHz  128  724 MHz  1MB  1600 MHz  $53 

In unserem Preisvergleich werden bereits alle neuen Trinity-Modelle lieferbar gelistet. Die Euro-Preise entsprechen momentan den Dollar-Vorgaben praktisch im Verhältnis 1:1. Allerdings sieht die Versorgungslage bei den benötigten FM2-Mainboards weniger rosig aus. Im Preisvergleich werden zwar 22 Modelle von ASRock, ASUS, Biostar und Gigabyte gelistet, aber kaum eines ist schon verfügbar. Das sollte sich jedoch in kurzer Zeit ändern. Außerdem werden auch FM2-Mainboards von ECS, Foxconn, Jetway, MSI, Sapphire und Zotac erwartet. Wir haben bereits einige FM2-Mainboards vorgestellt und werden sicherlich noch News zu einigen weiteren Trinity-Platinen nachreichen.