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Entwicklung: Intel ersetzt Kupfer-Schaltkreis durch Silizium-Laser

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intel3Der Forschungsabteilung von Intel ist etwas Herausragendes gelungen: Daten, die bisher mit Kupferkabeln übertragen wurden, sollen zukünftig mit Glasfaserkabeln übertragen werden. Das Ganze soll mit der „Hybrid Silicon Laser“-Technologie ermöglicht werden. Der von Intel entwickelte Chip, der bisher nur ein Konzept ist, überträgt Daten mit einer Geschwindigkeit von 50 GBit/s und soll durch Weiterentwicklung noch mehr schaffen.

Intelchip

Wenn Komponenten (zum Beispiel CPU und Northbridge) mit herkömmlichen Kupferkabeln verbunden werden, müssen diese immer möglichst nah beieinanderliegen, da es sonst zu Signalverlusten kommen würde. Mit Glasfaserkabeln können wesentlich größere Distanzen überbrückt werden. So wäre es zum Beispiel möglich, große Computer über ein ganzes Gebäude zu verteilen, um sie so zum Beispiel besser kühlen zu können. Laut Intel könnte sich so die Art und Weise verändern, wie Computer geplant und konstruiert werden. Beispielsweise könnten so Computer über ganze Gebäude verteilt werden und trotzdem schnell miteinander kommunizieren. Der günstig zu produzierende Chip wandelt die elektrischen Signale in optische um und bündelt dann je vier Lichtstrahlen zu einem und schickt diese dann durch ein einziges Glasfaserkabel. Der Chip auf der anderen Seite trennt dann die vier Signale wieder voneinander und wandelt sie in elektrische Signale um. Wann die Technik kommerziell eingesetzt werden kann, gibt Intel nicht bekannt.

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Kommentare (17)

#8
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Registriert seit: 14.07.2006

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1504
Hmm Glasfaser bietet zwar bestimmt hohe Übertragungsraten, aber man kann die dinger ja nicht so einfach verlegen wie normale kupfer-kabel, ist der Radius zu eng "entweicht" das Lichtsignal aus der Faser.
Und wie schon gesagt, die (de)kodierung der Daten dürfte ein Schwachpunkt sein.
#9
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Registriert seit: 02.07.2003
Benztown
IT-Kernel
Beiträge: 1215
Naja so wie\'s beschrieben und auf den Bildern gezeigt ist, sieht man den ersten Anwendungszweck in über Gebäude verteilten Rechnern.
Da hat man genügend Platz für Kurven wie bei konventioneller LWL-Verkabelung ja auch.
#10
Registriert seit: 16.11.2009
Dresden
[Online] - Redakteur
Horst
Beiträge: 5659
Könnte mir vorstellen, dass man so einzelne Komponenten verbindet. Quasi Laufwerke, HDDs oder vielmehr SSDs. Weniger direkt auf Platinen sondern wenn auf Platinen als Hauptadern der Platinen, sei es nun QPI/HT-Link/FSB oder als PCIe-Ersatz/CF bzw. SLI Brücken.

Also weniger intern in den Einzelkomponenten sondern intermediär. So würden auch die beiden Chips die zur Dekodierung der Signale nötig sind Sinn machen. Die könnte man wenn man sie auf Mainboards nutzt bspw. in Northbridge/Southbridge integrieren. In nem optischen Laufwerk oder auf nem PCB einer SSD findet sowas sicherlich auch ganz passabel Platz.

Auf ner Grafikkarte oder so wärs imo absoluter Käse. Willst du etwa an jeden RAM-Chip so nen Dekodierchip kleben? Macht irgendwie keinen Sinn. Von den Radien abgesehen.
#11
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Registriert seit: 12.12.2009


Beiträge: 4273
Echte externe Grafikkarten, die man dann endlich in den Umlauferhitzer mit einbauen kann.
Ich freue mich schon.
#12
Registriert seit: 09.09.2008

Flottillenadmiral
Beiträge: 4933
auch wenn es eigendlich nicht das thema ist, einige kamen auf den gedanken diese technik innerhalb des PCs einzusetzen (z.b. auf der graka), ich halte diesen gedanken für fatal, jegliche mechanische belastung würde die nm großen leiterbahnen beschädigen, kleinste haarrisse könnten bereits den datentransfer beeinträchtigen.
(einbau, kühlerwechsel etc...)[COLOR="red"]

---------- Beitrag hinzugefügt um 00:32 ---------- Vorheriger Beitrag war um 00:30 ----------

[/COLOR]
Zitat Lebedev;15018670
Echte externe Grafikkarten, die man dann endlich in den Umlauferhitzer mit einbauen kann.
Ich freue mich schon.


Juhu... DIe nächste grillsession powered by nvidia.
The way its meant to be grilled.
#13
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Registriert seit: 07.02.2006
Frankfurt/Oder
Banned
Beiträge: 1449
Ob es da auch multimode oder singlemode gibt? Theoretisch würde es ja im nm Bereich egal sein aber praktisch?! Nun lacht mal alle. ;)

MFG
#14
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Registriert seit: 02.07.2003
Benztown
IT-Kernel
Beiträge: 1215
Grad mal gegoogelt und einen Hinweis gefunden, dass Laserdioden Impulse mit einer Spektralbreite von 1-3 nm senden. K. A. ob das jetzt verallgemeinerbar/repräsentativ oder spezifisch für den dort beschriebenen Einsatzzweck war (habs mir nicht durchgelesen, sondern nur in die Tabelle geguckt).
Nun ist die nächste Frage, welche Größendimensionen die von Intel entwickelten Lichtwellenleiter haben.
Abhängig davon wäre Multimode oder Singlemode zumindest physikalisch möglich. Ob es in diesen Größendimensionen Charatkteristika gibt die den einen oder anderen Mode ausschließen ist dann nochmals ein anderes Thema ... weiß ja nicht ob die armen kleinen Lichtwellen anfällig für Platzangst sind und dann schneller panisch ausbrechen als normal! :D :D
#15
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Registriert seit: 17.06.2004
Berlin
Flottillenadmiral
Beiträge: 4517
Zitat Chezzard;15016445
Jetzt (manche kennen es von der Graka) werden die Bahnen absichtlich verlängert, damit alle stränge eines Ram Modules gleich lang sind damit alle Signale Gleichzeitig ankommen, bei den Glasfasern würde das Licht so schnell reisen, dass es egal wäre ob die Verbindung 22 oder 26mm lang ist.


Das ist Unsinn. Einige Millimeter Bahnlänge haben einen erheblichen Einfluss auf die Signallatenzen und Laufzeiten. Das ist in Bezug auf Gatterglitches nach wie vor ein Problem, egal, wie schnell das Signal im Medium läuft. Übrigens geht man bei Potentialschwellen in Kupferkabeln auch von zwei Dritteln der Lichtgeschwindigkeit aus.
#16
Registriert seit: 10.02.2005

Vizeadmiral
Beiträge: 6624
Zitat
Entwicklung: Intel ersetzt Kupfer-Schaltkreis durch Silizium-Laser

Ähh ... Kuper-Schaltkreise ???
Kupfer Kabel/Leitungen ja, aber keiner Schaltkreise ;-)
#17
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Registriert seit: 02.07.2003
Benztown
IT-Kernel
Beiträge: 1215
Zitat Lord;15046189
Das ist Unsinn. Einige Millimeter Bahnlänge haben einen erheblichen Einfluss auf die Signallatenzen und Laufzeiten. Das ist in Bezug auf Gatterglitches nach wie vor ein Problem, egal, wie schnell das Signal im Medium läuft. Übrigens geht man bei Potentialschwellen in Kupferkabeln auch von zwei Dritteln der Lichtgeschwindigkeit aus.

Was man umgehen könnte, wenn man alle Informationen in ein Multimode-LWL mit parabolischem Brechungsindex bekommt... :D
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