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IDF 2010 Beijing: Intel wirft einen Blick in die Zukunft

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intel3Heute begann das Intel Developer Forum (IDF) 2010 in der chinesischen Hauptstadt Peking (Beijing). Dort wagte Intel als weltweit größter Halbleiterhersteller einen Ausblick in die Zukunft der IT-Welt und erläuterte, wie man den kommenden Anforderungen mit entsprechenden Produkten begegnen will. Im Mittelpunkt standen dabei Schlagworte wie „Cloud Computing“ und „Everything Computing“, wobei Letzteres die wachsende Vielfalt der Computer-Formate beschreiben soll. Längst lassen sich Computer nicht mehr nur in PCs, Server und Notebooks zusammenfassen. Neuere Formate wie zum Beispiel Smartphones, Netbooks, MIDs und Tablets gewinnen zunehmend an Bedeutung. Mit einer breit gestaffelten Produktpalette will Intel nahezu sämtliche Marktnischen, die auf Mikrochips basieren, abdecken. Für viele unserer Leser dürfte jedoch vor allem die nächste Prozessor-Architektur interessant sein, die Intel unter der Bezeichnung „Sandy Bridge“ führt. Im letzten Quartal 2010 soll die Produktion der neuen CPUs im 32-nm-Verfahren beginnen. Die ersten Modelle für Endkunden dürften wohl erst 2011 erhältlich sein.

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Sandy Bridge soll dabei einige Verbesserungen gegenüber der Nehalem-Architektur mitbringen, die durch den 32-nm-Shrink namens Westmere weitergeführt wurde. Dabei soll die „Leistung pro Takt“ und auch die Energieeffizienz weiter gesteigert werden, der interne Datenfluss beschleunigt und die Grafikleistung der integrierten GPU optimiert werden. Im Gegensatz zu Clarkdale und Arrandale wird die Grafikeinheit bei Sandy Bridge mit der CPU in einem Die verschmelzen. Somit kann der Datenaustausch zwischen CPU, GPU und dem integrierten Speichercontroller direkt über das Cache-Subsystem erfolgen (L3-Cache), was die Bandbreite deutlich erhöhen dürfte. Außerdem führt Intel mit Sandy Bridge erstmals die sogenannten Advanced Vector Extensions (AVX) ein. Diese Befehlssatzerweiterungen sollen Anwendungen, die aufwändige Gleitkomma-Berechnungen erfordern, deutlich beschleunigen. Auf dem IDF demonstrierte Intel die Vorzüge von AVX, wobei eine Motion-Tracking-Software als Beispiel diente. Der PC mit Sandy Bridge und somit auch AVX führte die Berechnungen mehr als doppelt so schnell durch wie sein Gegenüber ohne AVX. Die genaue Hardware-Konfiguration wurde dabei leider nicht genannt, wodurch sich dieses Ergebnis nur schwer einschätzen lässt.

 

Weitere Themen des IDF 2010 waren unter anderem die neuen Server-Prozessoren Xeon 7500 und Xeon 5600, die man bereits im März auf den Markt brachte sowie die verschiedenen Atom-CPUs für Netbooks und Small-Form-Factor-PCs. Mit dem Intel Atom CE4100, wobei das CE für Consumer Electronics steht, will Intel die TV-Geräte revolutionieren.

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Eine kleine „Media Box“, die den Atom-Chip enthält und mit dem Fernseher verbunden wird, soll TV und Internet vereinen und das Abspielen und Verwalten von medialen Inhalten übernehmen.

 

Ein Demonstrationsvideo zeigt die Benutzeroberfläche, deren Bedienung und Navigation trotz Video-Thumbnails und 3D-Effekten erstaunlich flüssig vonstattenging.CPU und GPU vom Atom CE4100 sollen dabei in der Lage sein auch HD-Inhalte, wie Blu-ray Discs flüssig wiederzugeben.
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