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AMD stellt neue Server-Plattform mit 12-Kern-CPUs der Opteron 6000 Series vor

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amd_opteron_newGestern hat AMD seine neue Server-Plattform auf Basis der "Opteron 6000"-Prozessoren mit acht und zwölf Kernen offiziell vorgestellt. Bereits im Rahmen des letzten Financial Analyst Day im November 2009 hatte man die Plattform mit dem Codenamen "Maranello" angekündigt. Nun folgt die endgültige Markteinführung, wofür AMD jetzt alle Fakten und Spezifikationen liefert. Eine Präsentation mit über 30 Folien stellt dabei die "AMD Opteron 6000 Series Platform" und ihre vermeintlichen Vorzüge ausführlich vor.

Wie bereits bekannt war, basieren die CPUs mit dem Codenamen Magny-Cours auf der K10.5-Architektur und werden noch im bewährten 45-nm-SOI-Prozess hergestellt, den AMD mit der Zeit immer weiter optimiert hat. Erstmals setzt man dabei auf das MCM-Prinzip (multi chip module), wobei zwei Dies mit jeweils vier oder sechs Kernen im CPU-Package vereint werden. Somit erhält man Prozessoren mit insgesamt acht und zwölf Kernen. Im Prinzip basiert Magny-Cours auf zwei Lisbon-Dies mit je einer Fläche von 346 mm², welche in einzelner Form als CPUs der "Opteron 4000"-Serie mit eben vier und sechs Kernen später folgen werden. Ein "Opteron 6000"-Chip verfügt somit insgesamt über knapp mehr als 1,8 Milliarden Transistoren und die Größe der beiden Dies machte eine rechteckige Form der CPUs unumgänglich.

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Als Sockel dient der ebenfalls neue G34, der über satte 1944 Verbindungspunkte verfügt (1944-pin organic Land Grid Array). Über ihn wird auch das neue Vier-Kanal-Speicherinterface ermöglicht, das im Zusammenspiel mit DDR3-1333-Modulen die Bandbreite des integrierten Speichercontrollers auf 42,7 GB/s pro CPU erhöht. Insgesamt bieten die "Opteron 6000"-CPUs 19,6 MB Cache (12 Core) respektive 17,1 MB bei den Achtkernern. Hierbei verfügt jeder Kern über 512 KB L2-Cache, während alle Modelle, auch die mit acht Kernen, über einen geteilten L3-Cache von 6 MB verfügen. Über vier HyperTransport-x16-Links der Version 3.0 (HT3) mit nun bis zu 6,4 GT/s, können die Prozessoren in Multi-CPU-Systemen (2P, 4P) miteinander kommunizieren. Pro CPU beträgt die maximale Bandbreite somit satte 102,4 GB/s.

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Dabei kommt nun die "Direct Connect Architecture 2.0" zum Einsatz, wodurch der Datenaustausch zwischen zwei Prozessoren des Systems direkt und ohne Umwege über einen anderen Prozessor geschieht. Wie oben bereits erwähnt führt AMD erstmals die Unterstützung von DDR3 für seine Serverprodukte ein. Der Support umfasst maximal DDR3-1333 mit 1,5 Volt oder Low-Voltage-DDR3-1333 mit 1,35 Volt. Pro CPU werden dabei bis zu 12 DIMMs unterstützt. Im Vergleich zu den neuen Xeon-CPUs der Westmere-EP-Reihe in 32 nm, die bei einem 2P-Server 18 DIMMs mit sechs Kanälen (2x 3) ansprechen können, erlaubt die AMD-Plattform mit 24 DIMMs ein Drittel mehr Speicher, der zudem über insgesamt acht Kanäle (2x 4) angebunden ist und somit auch eine 33 Prozent höhere Bandbreite bietet. Es werden Systeme mit bis zu vier Prozessoren (4P) unterstützt.

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Zum Start der Maranello-Plattform wird es fünf 12-Kern-Opterons geben, die mit 1,7 bis 2,3 GHz takten. Durch die hohe Zahl der "echten" Kerne musste man einen Tribut an die Leistungsaufnahme der CPUs zollen und die Frequenzen relativ gering halten. Bemerkenswert ist dabei, dass es AMD geschafft hat, den Stromverbrauch auf dem Niveau der Vorgänger-Modelle mit sechs Kernen (Istanbul) zu halten, obwohl die Kernanzahl verdoppelt wurde. Das Spitzenmodell Opteron 6176 SE mit 2,3 GHz bringt es auf eine Average CPU Power (ACP) von 105 Watt, was laut AMDs Dokumenten einer Thermal Design Power (TDP) von 137 Watt entspricht. Die normalen Modelle mit 1,9 bis 2,2 GHz liegen bei 80 Watt ACP, während die sparsame Variante 6164 HE mit 1,7 GHz nur 65 Watt ACP vorweist. Von den Acht-Kern-CPUs wird es zunächst ebenfalls fünf Modelle geben, deren Frequenz zwischen 1,8 GHz und 2,4 GHz liegt. Ein SE-Modell gibt es hierbei nicht und somit liegt die maximale ACP bei 80 Watt, während es auch zwei HE-Modelle mit nur 65 Watt geben wird. Allen Prozessoren gemein ist der auf 1,8 GHz verringerte North-Bridge-Takt.

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Die Rechenleistung eines 2P-Systems mit den neuen Opteron 6174 (12x 2,2 GHz) wurde - laut den Benchmarks der Standard Performance Evaluation Corporation (SPEC), die AMD hier veröffentlicht - im Vergleich zu einem älteren System mit zwei Opteron 2435 (6x 2,6 GHz) nahezu verdoppelt. Bei Gleitkomma-Berechnungen stieg die Performance demnach sogar um den Faktor 2,2. Im Kampf gegen die wesentlich höher getakteten 32-nm-Xeon-CPUs von Intel, deren Leistung pro Takt ohnehin höher ist und die über Hyper-Threading und Turbo-Boost verfügen, will AMD durch einen günstigeren Preis und eine höhere Energieeffizienz punkten. Dies macht das Unternehmen in einigen anschaulichen Beispielen deutlich. Da Intel jedoch bei der Leistungsaufnahme seiner Chips auf TDP-Werte setzt und AMD hingegen auf ACP, ist der Energiebedarf aufgrund der bloßen Angaben schwer vergleichbar. Im Vergleich zu Istanbul soll Magny-Cours trotz der doppelten Kernanzahl weniger Energie im Idle-Zustand verbrauchen, was durch verbesserte Stromspar-Features ermöglicht wird. Unter Vollast liegt die Leistungsaufnahme in etwa auf gleichem Niveau wie beim Hexa-Core Istanbul. Folglich ist die heutzutage sehr wichtige "Performance-pro-Watt" deutlich gestiegen.

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Auch über das Preis-Leistungs-Verhältnis will AMD neue Kunden gewinnen, was ohnehin zu AMDs Stärken zählt. Die Preise der Dodeca-Core-CPUs (12 Kerne) beginnen bei 744 US-Dollar und enden bei 1386 US-Dollar (bei Abnahme von 1000 Stück). Für einen Achtkerner sind mindestens 266 US-Dollar zu zahlen, während das Spitzenmodell 744 US-Dollar kostet. Somit liegt AMD preislich laut der Grafiken mehr oder weniger deutlich unterhalb vergleichbarer Intel-Modelle.

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Ob AMDs Rechnung, mit zahlreichen Kernen und relativ hoher Energieeffizienz bei vergleichsweise günstigen Preisen Marktanteile zu gewinnen, aufgehen wird, wird sich zeigen. Die Kollegen von tecchannel.de haben sich dieser Thematik gewidmet und den AMD Opteron 6174 getestet. Auch anandtech.com kann mit einem Review aufwarten.
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Kommentare (29)

#20
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Flottillenadmiral
Beiträge: 5676
Zitat mr.dude;14313342
Aber nur, wenn die Anwendung auf Taktrate anspricht und weniger auf Kerne. Sieht man zB sehr gut bei SPECjvm2008. Da liegt auch Nehalem-EX aufgrund der niedrigen Taktrate trotz 33% mehr Kernen deutlich hinter Westmere-EP. Ansonsten ist es eher umgekehrt, da liegt Magny-Cours vorn, teils signifikant.


Im Tecchannel-Test werden 6 Benches von Beckton gegen Magny-Cours gewonnen, nur der theoretische Bandbreitentest schneidet schlechter ab. Gegen Gulftown verliert Magny-Cours 5x, gewinnt 1x sowie auch hier den Bandbreitentest.

Insgesammt also eine deutliche Niederlage, obwohl schlecht performende Anwendungen wie VMWare noch fehlen.
#21
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Beiträge: 1449
@H_M_Murdock:

Ich weiss nicht was du gelesen hast aber die neuen Intels können bei 4P nur 36 und AMD bei 4p 48 DIMMs. Woher hast du das mit den 64 DIMMs??

MFG
#22
Registriert seit: 23.08.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 5676
Heise:

"Der DDR3-Speicher (1066 MHz) wird pro Prozessor über zwei integrierte Speichercontroller, vier Scalable Memory Interfaces und zwei externe Scalable Memory Buffer angesprochen – bis zu 16 DIMMs pro Sockel sind dann im Zugriff, was für ein Vierprozessorsystem bis zu 1 Terabyte Speicher (mit 16 GByte DIMMs) ermöglicht."
#23
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Registriert seit: 07.02.2006
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Beiträge: 1449
Zitat Undertaker 1;14317146
Heise:

"Der DDR3-Speicher (1066 MHz) wird pro Prozessor über zwei integrierte Speichercontroller, vier Scalable Memory Interfaces und zwei externe Scalable Memory Buffer angesprochen – bis zu 16 DIMMs pro Sockel sind dann im Zugriff, was für ein Vierprozessorsystem bis zu 1 Terabyte Speicher (mit 16 GByte DIMMs) ermöglicht."


Hardwareluxx:

"Im Vergleich zu den neuen Xeon-CPUs der Westmere-EP-Reihe in 32 nm, die bei einem 2P-Server 18 DIMMs mit sechs Kanälen (2x 3) ansprechen können, erlaubt die AMD-Plattform mit 24 DIMMs ein Drittel mehr Speicher, der zudem über insgesamt acht Kanäle (2x 4) angebunden ist und somit auch eine 33 Prozent höhere Bandbreite bietet. Es werden Systeme mit bis zu vier Prozessoren (4P) unterstützt."

*Tante Edith*
Jetzt versteh ich es, HWL vergleicht mit den neuen Westmere und nicht mit dem Nehalem-EX. Denn Westmere kann nur 36 DIMMs. Nehalem-EX aber bis zu 64 DIMMs. Westmere, Nehalem-EX ich seh bald nicht mehr durch. Sry das ich es falsch verstanden habe aber ich dachte da Westmere sind die neuen.

MFG
#24
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Registriert seit: 12.04.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 6261
Jup, die ganze Intel Nomenklatur ist etwas verwirrend.

Nehalem-EP: 4C/6T, 1-2P, 45 nm
Nehalem-EX: 8C/16T, 2-256P, 45 nm
Westmere-EP: 6C/12T, 1-2P, 32 nm
Westmere-EX: ?
#25
Registriert seit: 23.08.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 5676
Wo ist das Problem?

Nehalem = 45nm
Westmere = 32nm
EP = 1-2S
EX = 4S+

Westmere EX gibt es (noch) nicht. Übersichtlicher gehts nicht. :)
#26
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Registriert seit: 07.02.2006
Frankfurt/Oder
Banned
Beiträge: 1449
Zitat Undertaker 1;14318658
Wo ist das Problem?

Nehalem = 45nm
Westmere = 32nm
EP = 1-2S
EX = 4S+

Westmere EX gibt es (noch) nicht. Übersichtlicher gehts nicht. :)


Na dann ist doch die Welt in Ordnung du super Genie. Komisch nur das ich nicht alleine da stehe mit dem Problem der Modellkultur von Intel. Es tut mir leid aber für mich ist 32nm neuer als 45nm und Nehalem ist für mich älter als Westmere. Wirst du aber nicht verstehen Allwissender Checker. :wall:

MFG
#27
Registriert seit: 23.08.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 5676
Kannst du dein Problem auch mit Hilfe der deutschen Sprache erklären? Dem Gebrabbel eben war leider keine sinnvolle Fragestellung zu entnehmen, bitte noch einmal. :) Was genau leuchtet dir nicht ein?

Nehalem = 45nm
Westmere = 32nm
EP = 1-2S
EX = 4S+
#28
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Registriert seit: 07.02.2006
Frankfurt/Oder
Banned
Beiträge: 1449
Zitat Undertaker 1;14319817
Kannst du dein Problem auch mit Hilfe der deutschen Sprache erklären? Dem Gebrabbel eben war leider keine sinnvolle Fragestellung zu entnehmen, bitte noch einmal. :) Was genau leuchtet dir nicht ein?

Nehalem = 45nm
Westmere = 32nm
EP = 1-2S
EX = 4S+


Jetzt pass mal auf und lese richtig. Ich verfolge die Strategie und neuen Modelle von Intel nicht. Ich lese nur wenn es was neues gibt über AMD. In #1 im Text steht das die neuen Westmere nur 18DIMMs haben bei 2p und das die Westmere in 32nm die neuen Prozessoren sind. Dann wurde geschrieben das die bis zu 64 DIMMs haben können. Das leuchtete mir nicht ein und siehe da, HWL sowie AMD mit ihrer Folie haben Westmere aufgegriffen und nicht die Nehalem-EX. Verstehst du jetzt das es verwirrt wenn man eine neue Serie rausbringt und zugleich eine alte Serie zu einer neuen macht, aber bestimmt nicht du hast ja den vollen Durchblick.

MFG
#29
Registriert seit: 23.08.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 5676
Welche alte Serie wurde zu einer neuen gemacht? Die 45nm Generation Nehalem verfügte bislang lediglich über einen Workstation-Ableger, Nehalem-EP. Die hochkomplexe Servervariante, mit 2,3Mrd Transistoren die mit Abstand größte X86 CPU aller Zeiten, folgt erst jetzt nach vollständiger Reife des Prozesses - Stichwort "Mission critical".
Der Nachfolger der Architektur - Westmere - ist währenddessen schon im Consumer- sowie Workstationbereich gestartet, eine Servervariante mit möglicherweise ähnlich großem Die in 32nm wird noch länger auf sich warten lassen.
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