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Teure Touch Bar: Preise für neues Apple MacBook Pro steigen um mindestens 450 Euro

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apple macbook pro 2016Gestern Abend war es endlich soweit: Nach vielen Monaten ohne wirkliches Update und nur halbherzigen Generationswechseln hat Apple in Cupertino seinem MacBook Pro wieder sinnvolle Neuerungen verpasst. Zwar setzt man beim Gehäuse keine neuen Maßstäbe und weiterhin auf das Unibody-Design aus Aluminium, bietet es dafür aber nun mit Silber und Space Grey in zwei verschiedenen Farben an, macht es abermals schlanker und leichter und bessert vor allem bei Tastatur und Touchpad nach. Mit dabei ist nun die sogenannte Touch Bar, eine Multi-Touch-Leiste aus Glas, die anstelle der Funktionstasten gerückt ist und erstmals den Touch-ID-Sensor bereithält. Das Touchpad ist nun doppelt so groß und unterstützt dank Force Touch unterschiedliche Druckstufen. 

Das Display misst weiterhin je nach Ausbaustufe zwischen 13 und 15 Zoll und löst wie gehabt mit 2.560 x 1.600 bzw. 2.880 x 1.800 Bildpunkten auf. Trotzdem soll es gegenüber der Vorgänger-Generation deutlich heller sein und einen größeren Farbraum abdecken. Unter der Haube hat sich dagegen wenig getan. Statt eines Broadwell-Prozessors, kommt nun eine Skylake-CPU zum Einsatz. Damit setzt Apple weiterhin nicht auf die aktuellste Generation, denn die neuesten Modelle entspringen bereits der Kaby-Lake-Architektur, wurden allerdings auch erst vor wenigen Wochen vorgestellt und sind noch immer rar gesät. Nachgebessert hat Apple bei der SSD, die nun Datenübertragungsraten von satten 3,1 GB/s ermöglichen soll. Bei wahlweise 8 oder 16 GB DDR3L-Arbeitsspeicher in den Basis-Versionen bleibt es aber weiterhin. Insgesamt macht das neue Apple MacBook damit hardwareseitig keine großen Sprünge. Vielmehr aber beim Preis.

 

Trotz nur leicht schnellerer Hardware wird es deutlich teurer

Für die kleinste Version mit Touch Bar und Touch ID möchte Apple mindestens 1.799 US-Dollar haben. Was früher meist 1:1 in Euro umgerechnet wurde, wird inzwischen aufgrund des schlechteren Euro/Dollar-Kurses mit einem Aufpreis versehen. Kaum einer aber schlägt prozentual so viel auf wie Apple. Satte 1.999 Euro möchte Apple hierzulande für die Basis-Version haben. Dann gibt es einen Intel Core i5-6267U mit zwei Rechenkernen und einer integrierten Intel Iris 550 mit 64 MB dediziertem Speicher. Die CPU macht sich mit einem Basis- und Turbo-Takt von 2,9 bzw. 3,3 GHz ans Werk. Dazu gibt es 8 GB DDR3L-Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von 2.133 sowie eine 256 GB große PCI-Express-SSD. Das Upgrade auf den 3,3 bis 3,5 GHz schnellen Intel Core i5-6287U lässt sich Apple mit weiteren 120 Euro bezahlen. Für den Intel Core i7-6567U mit bis zu 3,6 GHz müssen sogar satte 360 Euro mehr auf den Ladentisch gelegt werden. Die doppelte Speichermenge beim Arbeitsspeicher kostet 240 Euro mehr, eine größere SSD ist erst mit dem zweiten Datenmodell konfigurierbar – bis zu 1 TB sind möglich. Das Topmodell des neuen MacBook Pro 13 Zoll kostet so satte 3.279 Euro.

Die Preise des neuen MacBook Pro 13 Zoll im Überblick
Modell   
Grundausstattung: Ohne Touch Bar / Touch ID
Intel Core i5-6360U
8 GB RAM
256 GB SSD
Mit Touch Bar / Touch ID
Intel Core i5-6267U
8 GB RAM
256 GB SSD
Mit Touch Bar / Touch ID
Intel COre i5-6267U
16 GB RAM
512 GB SSD
Basis-Preis: 1.699 Euro 1.999 Euro 2.199 Euro
Prozessor  
Core i5-6360U - -  -
Core i5-6287U - + 120 Euro  + 120 Euro 
Core i7-6660U + 360 Euro  -
Core i7-6567U - + 360 Euro + 360 Euro
Arbeitsspeicher  
8 GB - - -
16 GB + 240 Euro  + 240 Euro  + 240 Euro 
SSD-Kapazität  
256 GB - - -
512 GB +240 Euro 
1 TB + 720 Euro  + 480 Euro 

Nicht viel anders sieht das bei der größeren 15-Zoll-Variante aus. Hier kostet die Basis-Version mit Intel Core i7-6770HQ, 16 GB Arbeitsspeicher und 256-GB-SSD 2.699 Euro. Immerhin gibt es hier statt der integrierten Skylake-Grafik eine dedizierte AMD Radeon Pro 450 mit 2 GB Videospeicher auf Basis der aktuellen Polaris-11-GPU. Wer hingegen die nächst schnellere Radeon Pro 460 mit doppeltem Videospeicher haben möchte, der muss 240 Euro mehr bezahlen. Beim Prozessor ist dann beim Intel Core-i7-6920HK für 380 Euro mehr Schluss, ein Upgrade des Arbeitsspeichers lässt Apple auch hier nicht zu. Für ein Profi-Gerät dieser Preis- und Leistungsklasse wären 32 GB sicherlich nicht verkehrt gewesen. Eine Verdopplung der SSD schlägt jeweils mit einem Aufpreis von 240, 720 und 1.680 Euro zu Buche. Das 15-Zoll-Modell gibt es allerdings auch mit leicht schnellerer Radeon Pro 455, was die Grundversion zusammen mit einer etwas performanteren CPU und größerer SSD weitere 500 Euro teurer macht. Das absolut teuerste Modell kostet satte 4.999 Euro.

Die Preise des neuen MacBook Pro 15 Zoll im Überblick
Modell  
Grundausstattung: Mit Touch Bar / Touch ID
Intel Core i5-6770HQ
16 GB RAM
256 GB SSD
Radeon Pro 450 2 GB
Mit Touch Bar / Touch ID
Intel COre i7-6870HQ
16 GB RAM
512 GB SSD
Radeon Pro 455 2 GB
Basis-Preis: 2.699 Euro 3.199 Euro
Prozessor  
Core i7-6870HQ - -
Core i7-6920HQ + 380 Euro + 240 Euro
Grafik  
Radeon Pro 450 mit 2 GB - -
Radeon Pro 455 mit 2 GB - -
Radeon Pro 460 mit 4 GB + 240 + 120 Euro
SSD-Kapazität  
256 GB - -
512 GB + 240 Euro
1 TB + 720 Euro  + 480 Euro
2 TB + 1.680 Euro + 1.440 Euro 

Zum Vergleich: Bislang wurden für das Apple MacBook Pro 13 Zoll mindestens 1.449 Euro verlangt, für die 15-Zoll-Variante hingegen 2.249 Euro. Apple lässt sich abgesehen von der etwas schnelleren und effizienteren Hardware die neuen Features mit einem Aufpreis von 550 respektive 450 Euro teurer bezahlen. Da hilft auch das neue Einstiger-MacBook-Pro ohne Touchpad und Touch Bar sowie etwas langsamerer Hardware für 1.449 Euro nicht viel.

 

Es bleibt nicht beim Geräte-Preis

Bei den Preisen für die Basis- und Upgrade-Versionen wird es aber nicht bleiben. Zwar liefert Apple ein Netzteil für einen der vier Typ-C-Schnittstellen mit, wer diese aber sinnvoll nutzen möchte, der braucht noch den einen oder anderen Adapter. Ein Adapter von Thunderbolt 3 auf Thunderbolt 2 schlägt im Apple Store mit 59 Euro zu Buche. Ein weiterer auf einen normalen USB-Typ-A-Anschluss kostet immerhin 25 Euro, wer sein iPhone mit Lightning-Anschluss anschließen möchte, muss 29 Euro bezahlen. Für die Ethernet-Buchse werden 39 Euro fällig, für einen Multi-Port-Adapter mit HDMI und USB möchte Apple satte 79 Euro haben. Das ohnehin schon teure MacBook Pro wurde damit noch einmal ein gutes Stück teurer. Will Apple damit weg vom Massenmarkt?

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Kommentare (33)

#24
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Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11125
Zitat Gubb3L;25026453
Ob es unbedingt so groß sein muss ist schon etwas fraglich aber warum sollte das Ding nicht größer werden ? Nur weil du es nicht benutzen willst ?
Kommt man da echt nicht mit dem handballen drauf?
So riesig wie das jetzt ist, hat man garkeine Ablagefläche bzw. Stütze mehr für die Hände wie mir scheint. Das wäre nicht grade sehr ergonomisch.
#25
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Registriert seit: 18.01.2012

Vizeadmiral
Beiträge: 7970
Zitat DragonTear;25026620
Kommt man da echt nicht mit dem handballen drauf?
So riesig wie das jetzt ist, hat man garkeine Ablagefläche bzw. Stütze mehr für die Hände wie mir scheint. Das wäre nicht grade sehr ergonomisch.


Also zumindest beim 2015er ist die Handballenerkennung so gut das man überhaupt keine Probleme hat. Das wird da dann sicher auch so sein.
#26
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Registriert seit: 22.09.2007

Admiral
Beiträge: 15846
Also kannst mit aufliegenden Handballen das Touchpad noch nutzen?
#27
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Vizeadmiral
Beiträge: 7970
Zitat [W2k]Shadow;25026689
Also kannst mit aufliegenden Handballen das Touchpad noch nutzen?


Jep. Ich kann das halbe Touchpad mit der linken Hand das halbe Touchpad abdecken und trotzdem mit der Rechten normal benutzen. Auch Multitouch funktioniert dann noch.
#28
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Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11125
Zitat Gubb3L;25026735
Jep. Ich kann das halbe Touchpad mit der linken Hand das halbe Touchpad abdecken und trotzdem mit der Rechten normal benutzen. Auch Multitouch funktioniert dann noch.

Tatsächlich - mein Surface kann das auch. Wusst ich garnicht.
#29
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Admiral
Beiträge: 15846
Ok, gibt das Touchpad nach?
#30
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11125
Zitat [W2k]Shadow;25027769
Ok, gibt das Touchpad nach?

Du meinst das macbook, oder?
Soweit ich gelesen habe soll es ja dieses "Forcetouch" unterstützen, also gibt nicht physikalisch nach.

Das SP4 hat ein Clickpad, aber das löst man eher nicht aus versehen aus.
#31
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Vizeadmiral
Beiträge: 7970
Zitat [W2k]Shadow;25027769
Ok, gibt das Touchpad nach?


Ne das Ding gibt nicht nach. Das ist ja die gute Sache am neuen Touchpad seit 2015.
#32
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Registriert seit: 22.09.2007

Admiral
Beiträge: 15846
Ok, dann verstehe ich jetzt, wieso du mit der Größe kein “Problem“ hast.
#33
Registriert seit: 27.12.2006
NRW
Bootsmann
Beiträge: 751
Die Preise gehen doch seit Jahren nur noch nach oben. 200€ mehr pro Generation sind fast normal. Ohne besonderen Mehrwert versteht sich. Bis vor ein paar Jahren waren Apple Produkte sogar recht preiswert. Seit ca. 2013/2014 gingen die Preise aber nur noch durch die Decke und das quer durch alle Produkte. Beim iPhone war es mir noch egal ob ich da nun 750 oder 850€ zahle, aber 4000€ ist mir kein neuer iMac wert und 3000€ kein neues MBP. Mein 2012er hat ca. die hälfte gekostet und ist nicht viel langsamer als das was jetzt angeboten wird.
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