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Intel bereitet Weg für 5G-Netze: Erste Modems bereits vorgestellt

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intel3Unter dem Moto "Speed of Life" nimmt Intel den diesjährigen Mobile World Congress in Angriff und konzentriert sich dabei auf das Thema zukünftigen 5G-Netzwerke. Für Intel sind 5G-Netzwerke aber nicht nur eine Plattform zur Anbindung zukünftiger IoT-Hardware, sondern eine stetige Entwicklung der Mobilfunkstandards hin zu einer zuverlässigen und schnellen Netzwerkversorgung. Je nach Hersteller sind hier unterschiedliche Zahlen über die Dichte der im Jahre 2020 verwendeten Geräte zu hören. Mit 50 Milliarden bewegt sich Intel hier sicherlich am unteren Ende der Schätzungen, die bis zu 200 Milliarden Geräte reichen.

Die besonderen Herausforderungen an Datennetze der Zukunft werden aber nicht durch die reine Übertragung von Sprache und Daten oder die Anzahl der Geräte bestimmt, sondern durch die Art und Weise wie diese mit dem Netzwerk kommunizieren. Es wird Geräte geben, die täglich nur wenige Bytes an Daten übertragen und dies sehr regelmäßig tun. Auf der anderen Seite aber werden Anforderungen an besonders schnelle und spontane Datenübermittlungen gestellt. Auch rückt die Welt weiter enger zusammen und lokale Standards sollten kein Ansatz für die Entwicklung neuer Technologien mehr sein. Der Austausch von Daten in 5G-Netzen soll laut Intel ein globaler Standard werden.

Intel XMM 7480 ModemIntel XMM 7480 Modem

Intel XMM 7480 Modem

Um dies zu erreichen, arbeitet Intel bereits mit zahlreichen Herstellern zusammen. So startete man mit Ericsson und Korea Telecom bereits einen ersten Feldtest. Mit Nokia arbeitet man an einem freien Standard für 5G. Warum dies überhaupt notwendig ist, wird auch durch den technischen Hintergrund eines solchen Netzes deutlich. Geräte werden nicht mehr nur eine Datenverbindung aufbauen, sondern zugleich über LTE und WLAN kommunizieren. Für LTE wird dabei teilweise der freie Frequenzbereich verwendet, während für das WLAN über den lizensierten Bereich kommuniziert wird. Via Carrier-Aggregation, also einer gemeinsamen Nutzung von LTE und WLAN, sollen Datenverbindungen nicht nur stabiler, sondern auch schneller werden. Fußballstadien und Konzertsäle, aber auch große Messen sind mögliche Einsatzgebiete von LTE-Advanced und später auch 5G.

Mit dem Intel-XMM-7480-Modem präsentiert das Unternehmen auch gleich ein Stück Hardware, welches den Weg in die 5G-Zukunft ebnen soll. Das XMM 7480 ist ein LTE-Advanced-Modem mit der Möglichkeit, theoretisch bis zu 450 MBit/s an Daten zu empfangen und 150 MBit/s senden zu können. Mit der Unterstützung von 33 LTE-Bändern ist es weltweit einsetzbar und erreicht diese Geschwindigkeit nur per 4x Carrier Aggregation, die sowohl im TDD- als auch FDD-Spektrum arbeitet.

Narrow-Band

Narrow-Band beschreibt eine Technologie, welche sich ebenfalls der Entwicklung in 5G-Netzwerken annimmt. Wie der Name bereits sagt, kommuniziert entsprechende Hardware anders als bei LTE-Advanced oder den breitbandigen Einsatzmöglichkeiten von 5G nur auf einem sehr schmalen Frequenzband mit entsprechend geringer Datenrate. Um nur wenige Daten wie die verschiedener Sensoren zu übertragen, reicht dies aber durchaus aus. Die entsprechende Kommunikation ist extrem energieeffizient und dabei auch noch zuverlässiger als aktuelle Übertragungsstandards.

Intel 5G Mobile Trail Plattform
Intel 5G Mobile Trail Plattform

Zu Testzwecken hat Intel eine 5G-Mobile-Trail-Plattform entwickelt. Diese kann von Entwicklern verwendet werden, um sich bereits heute mit dem Thema 5G zu beschäftigen und das eigene Produkt daran anzupassen. Die 5G-Mobile-Trail-Plattform verfügt über fünf FPGAs, eine RF-Antenne sowie dazugehörige Schnittstellen, um die Hardware an andere Plattformen anzubinden. Erste Samples hat man bereits im Labor und will in Kürze mit der Massenproduktion beginnen.

mmWave

Eine weiteres Thema war die Datenübertragung per Millimeter-Wellen oder mmWave. Hierbei handelt es sich um eine extrem breitbandige Datenübertragung über eine kurze Distanz, die beispielsweise dazu dienen kann, eine Glasfaserverbindung zu überbrücken. Die Technik arbeitet in einem Bereich um 60 GHz und verwendet polarisierte Gitterstrukturen als Transmitter und Empfänger. Über eine Strecke von 200 m kann so eine Datenübertragung von 1,6 GBit/s erreicht werden. Erste mobile Router testet Intel bereits.

Intel mmWaveIntel mmWave

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