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Gigabit-Ethernet aus dem M.2-Steckplatz

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innodiskAuf den meisten Mainboards dürfte sich zumindest ein Ethernet-Port finden, der mit 1.000 MBit pro Sekunde arbeitet – manche Hersteller bieten seit geraumer Zeit bei den höherklassigen Platinen sogar schon zwei dieser Ports. Dennoch sind Situationen denkbar, bei denen weitere Gigabit-Ethernet-Anschlüsse notwendig werden – beispielsweise weil der Netzwerkanschluss nach einiger Zeit seinen Geist aufgegeben hat. Innodisk bietet nun Erweiterungskarten im M.2-2260-Formfaktor an, die weitere Gigabit-Ethernet-Anschlüsse zur Verfügung stellen sollen.

Die beiden Module EGUL-G201 bzw. EGUL-G202 bieten einen bzw. zwei Ethernet-Anschlüsse. Zur Verbindung mit dem restlichen System wird allerdings nicht direkt das PCI-Express-Interface verwendet, sondern die USB-3.0-Schnittstelle. Theoretisch stellt dieser 5 GBit pro Sekunde zur Verfügung, was also durchaus ausreicht, um zwei Gigabit-Anschlüsse mit einer ausreichenden Bandbreite zu versorgen. Entsprechende USB-Treiber stellt Innodisk für Windows (Windows XP, Windows 7, Windows 8 und Windows 10 sowie Linux) zur Verfügung.

M.2-Steckkarten für Gigabit-Ethernet von Innodisk
M.2-Steckkarten für Gigabit-Ethernet von Innodisk

Auf den beiden Modulen sind allerdings nicht direkt RJ45-Anschlüsse vorhanden, sondern 20-polige Schnittstellen, an die erst entsprechende Adapter angeschlossen werden müssen. Diese befinden sich allerdings auch im Lieferumfang. Ohnehin muss die Ethernet-Verbindung nach Außen geführt werden – entweder per Adapter oder direkt das Ethernet-Kabel. Die entsprechenden Schnittstellen auf den Modulen sorgen auch für eine gewisse Bauhöhe, die bei 6,1 mm liegt. Die Länge und Breite ist mit 60 bzw. 22 mm hingegen bei den M.2-Steckkarten üblich. Innodisk gibt eine Leistungsaufnahme von 1,45 bzw. 1,82 W für die beiden Module an. Weitere technischen Daten sind auf den Produktseiten zum EGUL-G201 und EGUL-G202 zu finden. Im Falle des Modells mit zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüssen sind sogar Port Trunking und Link Aggregation möglich.

Zwar sollen die beiden Gigabit-Ethernet-Module schon erhältlich sein, der Hersteller nennt allerdings keinen Preis und die Preissuchmaschinen listen beiden ebenfalls noch nicht.

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Kommentare (16)

#7
Registriert seit: 01.11.2004
Bärlin
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Gerade bei mITX macht es Sinn, da es dort eigentlich nur einen Erweiterungsslot gibt.

mITX war schon immer Anwender solcher Lösungen. Das fing schon zu PCI-Zeiten an. Es gab so gut wie keine ATX Boards mit miniPCI.

Ich sage ja nicht, dass es ein Massenprodukt ist. Mir ging es nur darum, dass sich der ein oder andere User einfach nicht vorstellen kann, dass man sowas braucht.
Die Realität sieht anders aus.

Dass ATX Boards jetzt M.2 Slots anbieten liegt nur an den SSDs, nicht an der benötigen Anzahl an Steckkarten. (Bei mITX ist der Bedarf aber da.)

EDIT:
Vor dem M.2 Slot gab es ja bereits den miniPCIe Slot. Und dieser wurde hauptsächlich auf mITX eingesetzt. Der M.2 ist jetzt die Weiterentwicklung.

2ndEDIT
http://www.jetwaycomputer.com/p_img/nf9qu/nf9qu-top.jpg
2x miniPCIe
Wieviele ATX-MBs haben miniPCIe?
Hier kannst du nachschauen.
http://geizhals.de/?cat=mbp4_1150&xf=7086_PCIe+Mini+Card#xf_top
Der Trend kommt aus dem miniITX-Bereich. Da dort die Nachfrage nach kompakten Erweiterungen größer ist, weil man ja kompakt bleiben will.
Das ist bei ATX, wie bereits erkannt wurde, nicht der Fall. Aber es gibt ja nicht nur ATX (auch bei miniITX ist die Welt nicht zu Ende).
#8
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Civitas Tautensium, Agri Decumates
Leutnant zur See
Beiträge: 1051
Zitat Don;24031891
Zur Verbindung mit dem restlichen System wird allerdings nicht direkt das PCI-Express-Interface verwendet, sondern die USB-3.0-Schnittstelle. Theoretisch stellt dieser 5 GBit pro Sekunde zur Verfügung, was also durchaus ausreicht, um zwei Gigabit-Anschlüsse mit einer ausreichenden Bandbreite zu versorgen.


Ausreichend ja, aber es belegt den USB3-Controller, der dann für anderes kaum mehr zur Verfügung steht.
So ein Murks, wenn man doch eh einen PCIe-Port zur Verfügung hat.
#9
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Banned
Beiträge: 413
Zitat smalM;24034026
Ausreichend ja, aber es belegt den USB3-Controller, der dann für anderes kaum mehr zur Verfügung steht.
So ein Murks, wenn man doch eh einen PCIe-Port zur Verfügung hat.


Und was wenn Du auf einem m-itx den einzigen PCI-e x16 Slot der vorhanden ist evtl. mit einer Graka belegt hast ? :stupid:

Oh Herr lass es Hirn Regnen! :wall:
#10
Registriert seit: 17.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 450
Zitat underclocker2k4;24033356
Nochmal die Frage, wieviele PCIe-Slots willst du belegen?

Kleiner Tipp, der miniITX-Standard lässt maximal 1 Slot zu.


Wenn es z.B. um einen Softwarerouter geht dann will man fallweise eher M.2 als PCIe alleine aus Platzgründen nutzen um ein kleines Gehäuse nutzen zu können, etwa ein 1HE Rackgehäuse oder ein kleines Standalone Gehäuse.

In anderen Anwendungen wird der Anschluss fallweise von GraKa oder PCIe SSD belegt.

Der Markt für solche Adapter ist sicher nicht riesig aber er existiert.
#11
Registriert seit: 01.11.2004
Bärlin
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Mr. Alzheimer
Beiträge: 18600
@superwip
Aber dennoch habe ich nur einen PCIe-Slot. Ein 2. existiert einfach nicht, es ist kein Platz und ich kann daher auch keine 2 Slots belegen.

Was du willst, ist 1x PCIe belegen und 1x miniPCIe oder M.2. Das ist aber ein kleiner aber feiner Unterschied.
(Man kann einfach keine 2 PCIe Slots belegen. Ich hoffe du verstehst, wo dein Denkfehler liegt.)
#12
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Registriert seit: 08.06.2015

Kapitänleutnant
Beiträge: 1589
Zitat Superwip;24032851
Für einen Mini-ITX PC als Softwarerouter.

Auch haben will für 'ne Firewall. Allerdings hätte ich gerne 3 GB Ports auf einer Karte und das Board darf auch ruhig kleiner sein als Mini-ITX. Ob die Karte dann M.2 ist oder Mini PCIe ist mir dann letztendlich egal, nimmt man halt die insgesamt billigere Option. Die USB Anbindung wäre auch kein Thema für mich, solange das Betriebssystem das mitmacht, an so eine Firewall flanscht man ja sonst nichts externes dran.

Langfristig soll M.2 doch Mini PCIe ablösen, insofern ist das jetzt einfach nur der Startschuss.
#13
Registriert seit: 01.11.2004
Bärlin
Super Moderator
Mr. Alzheimer
Beiträge: 18600
Es gibt doch QUAD Karten. (sogar Hexa) (normales PCIe)

Ich hab hier nen thin miniITX-Board, nen M350 miniITX Case und darin eine quad gbit Karte. Das sind dann also 5 Ports auf 5cm.
Allerdings ist die Technik (SW-Router) nicht meinen Anforderungen gewachsen, daher versauert das jetzt im Schrank. ;(

http://www.jetwaycomputer.com/NF9HB.html ggf. + Tochterkarte

Wenn es mehr sein darf:
JBC390F541 :: HBJC390F541 :: Intel Celeron Bay Trail J1900 3.5" SBC Barebone :: JETWAY COMPUTER CORP.
#14
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Registriert seit: 08.06.2015

Kapitänleutnant
Beiträge: 1589
Jau, danke, kenne ich. Ist mir zu teuer und Mini ITX zu groß. Diese M.2 Karten werden vermutlich auch nicht gerade billig sein, aber vielleicht sinkt dann langsam der Preis bei den Mini PCIe Karten.
#15
Registriert seit: 23.10.2005

Admiral
Beiträge: 11482
Zitat mickythebeagle;24035171
Und was wenn Du auf einem m-itx den einzigen PCI-e x16 Slot der vorhanden ist evtl. mit einer Graka belegt hast ? :stupid:

Oh Herr lass es Hirn Regnen! :wall:


Du bist echt zu blöd zum lesen, oder?

Er bezog sich explizit auf den M.2 Slot, der ja sowohl USB3.0 als auch PCIe zur Verfügung stellt.
#16
customavatars/avatar2514_1.gif
Registriert seit: 16.08.2002
Hamburg
Bootsmann
Beiträge: 682
Sehe eher ein Problem der Höhe bei ITX.
Bei vielen Boards ist der M.2 Slot auf der Rückseite.

Ich habe dass mit dem zusätzlichen PCIe bei mir anders gelöst.
Es gibt einen mini PCIe to PCIe Adapter von Sintech

Kostet mit Versand ca 20 € bei Ebay.
Ich betreibe darin eine U320 SCSI Karte (link)
Ich weiß aber nicht wie es mit der Stromversorgung bei "hungrigeren" Karten aussieht.
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