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Google bringt mit OnHub eigene Router-Hardware auf den Markt (Update)

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google onhubEtwas überraschend hat Google soeben seine erste eigene Router-Hardware vorgestellt. Der OnHub soll es Nutzern vereinfachen, ein drahtloses Netzwerk aufzubauen und einen Router in Betrieb zu nehmen. Auch im Alltagseinsatz soll die Kombination aus Hard- und Software dafür sorgen, dass die meisten Aufgaben entweder automatisiert ablaufen oder zumindest einfach zu realisieren sind.

Der OnHub wurde von Google in einer zylindrischen Form aufgebaut. Diese besitzt eine Höhe von 190,5 mm und einen Durchmesser von 116,8 mm. Im Inneren arbeitet ein IPQ8064 Dual-Core-Prozessor mit 1,4 GHz. Ihm stehen 4 GB eMMC Flash-Speicher und 1 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Weitere Ausstattungsmerkmale sind ein USB-3.0-Port, ein Lautsprecher mit 3 W sowie ein Umgebungslichtsensor, welcher auch die zahlreichen LEDs bzw. deren Helligkeit bestimmt. Bei der Verschlüsselung setzt Google auf ein Infineon SLB 9615.

Google OnHub
Google OnHub

Der Router verfügt über einen LAN- und WAN-Port, die beide mit 10, 100 und 1.000 MBit/s arbeiten können. Ein Software-Switch QCA8337 kümmert sich um die Zuweisung der Datenpakete zwischen den Ethernet-Ports und den WLAN-Modems bzw. Modulen. Diese arbeiten im 2,4- und 5,0-GHz-Band. Während im erstgenannten 802.11b/g/n mit einer 3x3-Antennen-Konfiguration möglich ist, wird bei gleicher Antennenkonfiguration im 5,0-GHz-Band 802.11a/n/ac möglich sein. Der OnHub lässt sich zusätzlich auch derart ausrichten, dass die stärksten Signale in eine bestimmte Richtung ausgestrahlt werden. Damit will Google die Übertragungsgeschwindigkeiten weiter optimieren. Der dazu verbaute Reflektor arbeitet aber nur für eine 2,4-GHz-Antenne. Zudem soll das Design dazu beitragen, dass der Router nicht in einer Ecke und damit schlechten Position verschwindet, sondern zentraler aufgestellt wird.

Android-App zum Google OnHub
Android-App zum Google OnHub

Den eigentlichen Reiz soll der OnHub durch das Zusammenspiel aus Hard- und Software ausmachen. Dazu hat Google eine App für iOS und Android entwickelt, über welche die Einrichtung des Router schnell und bequem möglich sein soll. Auch sollen sich weitere WLAN-Geräte unkompliziert darüber einbinden lassen. Zur direkten Kommunikation verwendet der Router Bluetooth 4.0, so dass zunächst kein WLAN eingerichtet sein muss, um darauf zugreifen zu können. Weitere Details zur Hard- und Software sind direkt bei Google unter on.google.com/hub zu finden.

Der OnHub von Google wird vorerst nur in den USA und Kanada erhältlich sein und wird dort auch über den Play Store vertrieben. Der Preis liegt bei 199 US-Dollar, die Verfügbarkeit wird mit dem 31. August angegeben. Entwickelt wurde er in Zusammenarbeit mit TP-Link. Auch ASUS soll mit Google an einem solchen Projekt arbeiten.

Update:

Googles Partner TP-Link, der den OnHub-Router für Google fertigt, hat bekanntgegeben, dass der Router auch in Deutschland auf den Markt kommen wird. Im ersten Quartal 2016 soll es soweit sein. Der Preis soll bei 230 Euro liegen, was im Vergleich zu den 199 US-Dollar in den USA einen deutlichen Aufpreis darstellt.

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Kommentare (5)

#1
customavatars/avatar127622_1.gif
Registriert seit: 21.01.2010
Hamburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1659
Lautsprecher? Schön zentral aufstellen? Lautsprecher kann man doch auch als Mic nutzen oder?
#2
Registriert seit: 06.04.2012

Kapitänleutnant
Beiträge: 1801
Die größte Datenkrake überhaupt zentral in seine Internetleitung einspeisen, damit alles, was nicht durch das omnipräsente Tracking erfasst wird, auch noch abgeschnorchelt wird.

Genau was einem heutzutage so fehlt!
#3
Registriert seit: 02.09.2009

Flottillenadmiral
Beiträge: 5526
"Zur direkten Kommunikation verwendet der Router Bluetooth 4.0, so dass zunächst ein WLAN eingerichtet sein muss, um darauf zugreifen zu können."

Das hat sich wohl der Fehlerteufel eingeschlichen.
BT braucht kein WLAN

Aber am geilsten ist wieder mal das "Marketingbild" komplett ohne Kabel, damit auch ja der WAF passt (guck mal, das sieht doch schick aus)!
(Die Stromversorgung erfolgt über Batterien oder Akkus und das Internet wird per UMTS, LTE aber mindestens GRPS eingespeist, sofern verfügbar)

190 $ ist jedenfalls mal 'ne Hausnummer für die selbst installierbarre Wanze :)
#4
Registriert seit: 17.08.2006

Kapitän zur See
Beiträge: 3780
Da sind gleich mehrere Fehler drin.

"Der Router verfügt über einen WLAN- und LAN-Port, die beide mit 10, 100 und 1.000 MBit/s arbeiten können."

Ein WLAN Port mit 1.000 MBit/s?

"Ein Software-Switch QCA8337 kümmert sich um die Zuweisung der Datenpakete zwischen den Ethernet-Ports und den WLAN-Modems."

Was denn nun. Ein LAN Port oder doch mehrere? Was ist ein WLAN Modem? Gemeint ist vermutlich ein WLAN Modul.

"Diese arbeiten im 2,4- und 5,0-GHz-Band. Während im erstgenannten 802.11b/g/n mit einer 3x3-Antennen-Konfiguration möglich ist, wird bei gleicher Antennenkonfiguration im 5,0-GHz-Band 802.11a/n/ac möglich sein."

Erstgenannt im Satz davor waren der oder die Ethernet Ports....

Ansonsten aber eine sehr interessante News. Vielen dank.

[COLOR="red"]- - - Updated - - -[/COLOR]

Korrektur. Jetzt habe ich verstanden worauf sich erstgenanntes bezieht. Gemeint war das 2,4GHz Band. Dann passt die Aussage.
#5
Registriert seit: 17.03.2007

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1480
nur ein Lan-Port, eingebaute Datenkrake (wer was anderes behauptet, lebt nicht auf diesem Planeten) und dann noch 230 öcken? wofür noch gleich? Da bleib ich bei meinem 60€-TP-Link Archer C5 mit 4*Gbit Lan und 2,4+5ghz Wlan.
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