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Recycle Mode: Sonos Trade-Up-Programm macht Lautsprecher unbrauchbar

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sonos one 02Ein Trade-Up-Programm, welches nach Aktivierung alte Produkte unbrauchbar macht – damit ist Sonos zwischen den Feiertagen in die Kritik gerate. Doch worum geht es? Sonos bietet seit Oktober 2019 ein Trade-Up-Programm, in dem Nutzer der Lautsprecher ihre alten Geräte eintauschen können. Für einen neuen Sonos-Lautsprecher wird nach Aktivierung des Trade-Up ein Rabatt von 30 % gewährt. Allerdings wird im gleichen Moment auch ein Recycle Mode auf dem alten Lautsprecher aktiviert, der diesen nur noch für 21 Tage funktionsfähig belässt.

Nach diesen 21 Tagen werden alle Daten auf dem Lautsprecher und die dazugehörigen Verknüpfungen gelöscht. Doch der Recycle Mode geht noch einen Schritt weiter und deaktiviert den Lautsprecher vollständig, sodass dieser nicht mehr verwendet werden kann. In Deutschland bietet Sonos das Trade-Up-Programm noch nicht an.

In der FAQ von Sonos wird wird dieser Punkt wie folgt beschrieben:

"Recycle Mode is a state your device enters 21 days after recycling confirmation in the Sonos app. In Recycle Mode, all data is erased and the device is permanently deactivated so you can safely and securely dispose of it. Once a device is in Recycle Mode, it cannot be reactivated."

Ist der Recycle Mode einmal gestartet, kann er nicht mehr deaktiviert werden. In individuellen Fällen kann Sonos diesen über den Kundenservice wohl wieder deaktivieren, einmal gestartet gibt es aber eigentlich kein Zurück mehr. Die Frage die sich hier stellt ist, warum die Geräte nach Ablauf des Recycle Mode komplett deaktiviert werden müssen. Der alte Lautsprecher könnte ja problemlos weiterhin seine Dienste an anderer Stelle verrichten. Sonos möchte das Trade-Up aber an ein Recycling verknüpfen:

"We feel it’s the right decision to make recycling a condition of this offer. Taking your device to a local certified e-recycling facility is the most environmentally friendly means of disposal."

Sonos bietet dazu auch eine Rücksendung an den Hersteller an, wo das Recycling dann übernommen werden soll.

Natürlich aber wäre es für viele ein wünschenswerter Punkt, wenn sie den alten Lautsprecher anderweitig verwenden oder diesen verkaufen könnten. Einen neuen Lautsprecher haben sie sich ja ohnehin gekauft. Auch anderen Trade-Up-Programme funktionieren nicht auf diese Art und Weise, sondern verpflichten eine Rücksendung des alten Gerätes, welches dann vom Hersteller anderweitig verwendet oder recycelt wird. Dies ist aber eine Anfangsbedingung des Programms. Das alte Gerät zu behalten ist dann ohnehin keine Option. Im Falle von Sonos ist die Rücksendung aber keine Pflicht und dennoch sind die Geräte an Ende der 21-tägigen Phase komplett funktionslos.

Sonos begründet dies gegenüber The Verge wie folgt:

"The reality is that these older products lack the processing power and memory to support modern Sonos experiences. Over time, technology will progress in ways these products are not able to accommodate. For some owners, these new features aren’t important. Accordingly, they may choose not to participate in the Trade Up program.

But for other owners, having modern Sonos devices capable of delivering these new experiences is important. So the Trade Up program is an affordable path for these owners to upgrade. For those that choose to trade-up to new products, we felt that the most responsible action was not to reintroduce them to new customers that may not have the context of them as 10+ year old products, and that also may not be able to deliver the Sonos experience they expected."

Man möchte verhindern, dass alte Lautsprecher bei neuen Besitzern nicht zu den gewünschten Erfahrungen führen, die mit neuen Lautsprechern möglich sind. Man befürchtet eine Beschädigung der Marke durch schlechte Nutzererfahrungen mit alten Geräten. Sonos hat sich aber auch eine Selbstverpflichtung auferlegt, nach Verkaufsstopp eines Produktes noch mindestens fünf weitere Jahre Softwareupdates anzubieten. Natürlich aber können nicht alle Funktionen, die auf den neuen Lautsprechern angeboten werden, auch auf den älteren Geräten umgesetzt werden.

Man hinterlässt also in gewisser Weise ein zwiespältiges Bild. Auf der einen Seite bietet man auch für Geräte, die mehr als 10 Jahre alt sind, noch Softwareupdates. Auf der anderen Seite aber macht man alte Geräte unbrauchbar, obwohl sie theoretisch noch weiterverwendet werden könnten.

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