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Khronos Group will offenen VR-Standard etablieren

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Khronos Group LogoDie Khronos Group ist ein offenes Konsortium aus Hardware- und Software-Anbietern, welches sich für offene Standards ohne Lizenzgebühren einsetzt. Bekannt ist die Khronos Group etwa für OpenGL und die API Vulkan. Jetzt hat die Khronos Group offiziell angekündigt, an einem offenem, plattformübergreifendem Standard für Virtual Reality zu tüfteln.

Aktuell herrscht hier noch Fragmentierung und für jede VR-Brille sind sehr unterschiedliche Treiber und Software-Lösungen notwendig. Das erschwert vor allem den Entwicklern von VR-Content die Arbeit und behindert natürlich die Adoption. Deswegen will die Khronos Group einen Standard mit APIs für zum Beispiel das Tracking und die Integration von Geräten in VR-Runtime-Umgebungen schaffen. Dadurch würden Entwickler es wesentlich leichter haben, zum Beispiel Virtual-Reality-Spiele parallel für mehrere Brillen zu optimieren. Detaillierte Entwürfe will man nach den ersten Absprachen innerhalb der Khronos Group erarbeiten. Dabei kommen dann auch die einzelnen Unterstützer zu Wort.

Khronos Group Logo Gross

Das führt zu der Frage: Wer beteiligt sich am offenen Standard für Virtual Reality, den die Khornos Group da plant? Denn ohne ein Kopfnicken der großen Player, würde ein Standard wenig nutzen. Allerdings ist zu begrüßen, dass unter anderem bereits AMD, ARM, Epic Games, Google, die Immersive Technology Alliance, Intel, LunarG, NVIDIA, Oculus VR, The Open Gaming Alliance, Razer, Sensics, Tobii, Valve und VeriSilicon ihre Unterstützung und Mitwirkung zugesagt haben. Somit sind die meisten der großen Player im Markt für Virtual Reality an Bord.

Nun kann natürlich etwas Zeit vergehen, bis tatsächlich ein Standard seitens der Khronos Group vorgelegt wird. Dann ist aber damit zu rechnen, dass die Nutzung von VR-Brillen etwas unkomplizierter werden dürfte und auch die Entwickler es leichter haben mehr Content für verschiedene Plattformen zu veröffentlichen.

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Kommentare (5)

#1
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Registriert seit: 29.08.2008

Kapitänleutnant
Beiträge: 1957
Wie passt denn NVidia bitte in die Khronos Group?

Dieses Unternehmen ist doch quasi der Inbegriff von proprietären, völlig verrammelten Technologien.
#2
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Registriert seit: 24.08.2016

Banned
Beiträge: 745
Warum sollten sie als GPU-Entwickler nicht dabei sein?

Auch NVIDIA ist an der Entwicklung von OpenCL, Vulkan, OpenAL,... beteiligt, deren Karten müßen diese Standards doch auch unterstützen.
#3
Registriert seit: 26.04.2015

Bootsmann
Beiträge: 698
@Morrich: Auch wenn das heute immer mehr Menschen glauben, die Welt ist nicht nur schwarz und weiß ......

Du kannst neben offenen Standards auch eigene (parallel) haben.
#4
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Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 4979
Sie finden es bei ihrer Ausrichtung ja sicherlich auch nicht toll, dass es die Khronos Group gibt. Aber sie haben ja keine Wahl - wenn sie nicht mitmachen, funktionieren ihre GPUs in Zukunft nicht mehr, weil natürlich die Entwickler offene, gemeinsam entwickelte Industriestandards den Lizenzlösungen von Nvidia vorziehen werden.

Wenn die Khronos- Group in Zukunft zügiger eigene Standards bringt, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass NV unnötig Geld in den Sand setzt, für eigene Lösungen.
AMD hat eine Weile lang verschlafen, Lösungen über die offene Plattform zu bringen, und ebenfalls Eigenentwicklungen wie Mantle gebracht, sodass Nvidia kaum einem Druck ausgesetzt war. Durch die bessere Werbung war Nvidia da bei ihrer Zielgruppe im Vorteil.
Nun ist es natürlich utopisch, mit Werbemitteln die Firmen davon zu überzeugen, dass ihr eigener offener Standard nicht sinnvoll wäre - es sieht also eigentlich so aus, als hätte AMD den Spieß umgedreht, wobei eigentlich der Spieß nur gerade gerückt wurde, da über die Khronos Group ja die Teilnehmer jeweils gleichberechtigt werden.
#5
Registriert seit: 14.12.2006
Schweiz
Oberbootsmann
Beiträge: 959
Lt. meinen Quellen bei AMD hat die Khronos Group zum Teil zu lange Latenzzeiten bei Neuerungen, u.a. weil die Khronos Mitglieder oft Änderungen hinauszögern um ihre eigenen Standards zuerst zu etablieren.

AMD wird bald ihrerseits auch wieder mit GPUOpen-Initiativen (ROCm, HiP, HCC) an den Markt kommen, die wie Mantle einen Hybrid zwischen offener (frontend) und geschlossener (backend) Architektur darstellen.

Das ist natürlich nicht förderlich, andererseits ist es halt so dass bei der ersten Generation einer neuen Technologie alle erstmal ihren proprietären Kram auf den Markt werfen. Den kann man, ist man nicht ultra-enthusiast, getrost auslassen. Ansonsten kauft man etwas proprietäres, das dann, sobald ein offener oder zumindest von allen lizenzierter Ansatz kommt, über Bord geworfen und schnell nicht mehr unterstützt wird.
(Siehe Glide ("konnte sich allerdings aufgrund der Beschränkung auf 3dfx-Hardware auf Dauer nicht durchsetzen"), Mantle (aufgelöst und die technischen Neuerungen in Vulkan und DX12 geschoben, u.a. weil Intel und nVidia sich ohne Konsensusgruppe geweigert haben, das zu adaptieren), PhysX (wird immer seltener adaptiert, da nur schlechte CPU Unterstützung ohne nVidia GPU) usw.)

CUDA stellt hier eine Ausnahme dar, da nVidia massiv ins Marketing, Industrie und Academia investiert hat. Wird aber z.T. auch wieder über Bord geworfen, u.a. bei Adobe, da auch Apple nVidia rausgeschmissen hat.
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