benqWir waren heute im Marriot-Hotel in München und haben kurz vor Veranstaltungs-Ende ein paar Hersteller auf der CeBIT Preview 2012 besucht. Eine unserer ersten Anlaufstellen war BenQ. Hier zeigte man uns nicht nur zwei brandneue TFT-Displays, die speziell für Gamer entwickelt wurden, sondern auch einen neuen Projektor. Den Anfang macht dabei der BenQ XL2420T, der gemeinsam mit hochrangigen Conterstrike-Spielern aus Korea entwickelt wurde. Der schlanke 24-Zöller besitzt dabei eine native Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten und soll laut Hersteller eine Reaktionsgeschwindigkeit von 2 ms aufweisen. Das Kontrastverhältnis beziffert BenQ auf dynamische 12.000.000:1, wohingegen die Helligkeit bei maximalen 350 cd/m² liegen soll. Angeschlossen wird das neue Full-HD-Display wahlweise über HDMI, DisplayPort, VGA oder DVI.

Soweit eigentlich ein Modell, das sich rein vom Datenblatt kaum von der Konkurrenz absetzt. Der integrierte Black eQualizer soll die Herzen von FPS-Spielern aber höher schlagen lassen. Während prädestinierte Gamer an den Gamma- und Kontrastwerten im Spiel selbst oder aber über den Grafikkarten-Treiber dunkle Plätze aufhellen, um auch versteckte Gegner ausfindig zu machen, übernimmt diese Aufgabe nun direkt der Monitor. Im Gegensatz zur Software-seitigen Lösung hellt der Monitor aber nur die dunklen Stellen auf, wohingegen ohnehin schon stark beleuchtete Sequenzen unangetastet bleiben. Ein grelles Leuchten bleibt den müden Spieler-Augen damit erspart.

Um ihren großen Gamer-Vorbildern nacheifern zu können, lassen sich die Spielprofile bekannter Profigamer von der Homepage von BenQ herunterladen und installieren. Der Monitor erkennt dabei automatisch welches Spiel gerade angeworfen wurde und schaltet entsprechend um. Dank 120-Hz-Technologie ist das Display spezifiziert für NVIDIAs Vision-Technologie und erlaubt so mittels Shutterbrille den Einstieg in die dritte Dimension.

Gegenspieler zum BenQ XL2420T ist der RL2450HT. Er wurde allerdings nicht mit FPS-Spieler entwickelt, sondern gemeinsam mit RTS-Gamern. Auch hier steht der Black eQualizer mit ganz oben auf der Featureliste. Ansonsten aber liegt die native Auflösung ebenfalls bei 1920 x 1080 Bildpunkten und die Helligkeit bei maximal 250 cd/m². Beide Monitore sind im Übrigen höhenverstellbar und lassen sich um 180 Grad drehen. Auf Seiten der Anschlüsse gibt es keinerlei Unterschiede zum oben genannten Modell.

Zu guter Letzt zeigte uns BenQ seinen neusten Projektor. Er wurde direkt aus Großbritannien eingeflogen und soll in zwei verschiedenen Varianten auf den Markt kommen, die sich lediglich innerhalb der Auflösung unterscheiden. Beide Modelle setzen auf die Blue-Laser-Technologie und erlauben so deutlich längere, wartungsfreie Laufzeiten von bis zu 20.000 Stunden. Trotzdem muss die Helligkeit nicht leiden. Sie beziffert der Hersteller auf 2000 ANSI Lumen. Während sich der BenQ LX60ST mit einer XGA-Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten begnügen muss, kann der größere Bruder, der BenQ LW61ST, mit einer WXGA-Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten aufwarten und so zumindest schon HD-ready-Material nativ auf die Leinwand zaubern.

AMD FX-Cashback
Durch Klick auf das Bild kommt man zu einer vergrößerten Ansicht

Großen Wert bei seinen neuen DLP-Projektoren legte BenQ auf Green IT und stattete beide Geräte mit einem speziellen ECO-Modus aus, bei dem sich die Leistungsaufnahme kurzzeitig durch Herunterregeln der Helligkeit und Hinzufügen eines schwarzen Bildschirms drastisch reduzieren lässt. Vor Ort sank der Stromverbrauch von rund 190 Watt – was im übrigen 60 Watt unter vergleichbaren Geräten liegt – auf smarte 80 Watt. Aber auch so ist der Beamer schnell einsatzbereit. Innerhalb von nur fünf Sekunden ist das Gerät dienstbereit oder abgeschaltet – ein langwieriges Herunterkühlen war nicht notwendig, trotz der langen Betriebsdauer während der CeBIT Preview 2012.

Auf der Anschluss-Seite hat der neue BenQ-Projektor zwei VGA-Eingänge, einen HDMI-Port und die üblichen 3,5-mm-Klinkenstecker für die Sound-Übertragung. Für Letztere sind sogar zwei 10-Watt-Lautsprecher integriert. Über die beiden USB-Schnittstellen können USB-Sticks eingelesen werden, von denen sich PDF-Dateien und andere wichtige Dokumente aus öffnen lassen. Über die LAN-Schnittstelle kann über eine Web-Oberfläche auf andere Geräte zugegriffen werden. Ein Mitschleppen des eigenen Notebooks in den Meeting-Raum wäre damit nicht mehr nötig.

Die große Feature-Vielfalt hat allerdings ihren Preis: Satte 2499 Euro möchte BenQ für seinen neuen Projektor haben. Verfügbar sollen der BenQ LX60ST und der BenQ LW61ST ab Februar – eben passend zum CeBIT-Geschäft.