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IDF 2013: Neue Haswell-Boards mit Thunderbolt 2 (Update)

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idf2013logoDie Thunderbolt-Schnittstelle ist aktuell die Jüngste, die nur auf einzelnen Mainboards vertreten ist. Nun hat Intel auf dem eigenen Developer Forum die Gelegenheit genutzt und die zweite Revision der Thunderbolt-Schnittstelle auf dem zeitgleich stattfindenden Technology Showcase zu zeigen. Besonders hervorzuheben ist die Verdopplung der bidirektionalen Datendurchsatzrate auf satte 20 GBit/s und die native Unterstützung für 4K-Medien. Passend zu diesem Thema wurden auch gleichzeitig einige Mainboard-Modelle von drei namhaften Herstellern gezeigt, die den neuen Thunderbolt 2-Standard bereits unterstützen werden.

ASRock Z87 Extreme4/TB4 (TB20)

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Das ASRock Z87 Extreme4/TB4 (TB20).

Hier sehen wir das ASRock Z87 Extreme4/TB4, welches bereits seit dem Haswell-Launch käuflich erworben werden kann. Auf dem Schild jedoch erkennt man eine neue Modellbezeichnung: ASRock Z87 Extreme4/TB20. Der "TB20"-Zusatz steht natürlich für die Thunderbolt 2-Schnittstellen. Insgesamt bietet es zwei Anschlüsse. Es ist zu erwarten, dass ASRock beim Z87 Extreme4/TB20 das Mainboard-Layout vom Z87 Extreme4/TB4 übernimmt und allein den Thunderbolt-Controller austauscht.

ASRock Z87 Extreme9/ac (TB20)

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Das ASRock Z87 Extreme9/ac (TB20).

Auch das ASRock Z87 Extreme9/ac ist kein Unbekannter. Das höherklassige Modell besitzt bereits die Zusatzbezeichnung "ac", welche für den neueren WLAN 802.11ac-Standard steht. Zusätzlich beherbergt es aber auch noch zwei Thunderbolt-Schnittstellen der ersten Revision. Genau wie beim Z87 Extreme4-Modell, wird ASRock ein weiteres Mainboard-Modell mit der Bezeichnung "Z87 Extreme9/TB20" auf den Markt bringen, bei dem der Unterschied einzig beim Thunderbolt 2-Controller liegen wird. Das ASRock Z87 Extreme9/ac selbst werden wir zusätzlich in einem Test genauer untersuchen.

ASRock Z87 Extreme11/ac (TB20)

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Das ASRock Z87 Extreme11/ac (TB20).

Gänzlich überraschend lag das kommende Sockel 1150-Flaggschiff von ASRock, das Z87 Extreme11/ac, auf dem Tisch, das in diesem Falle wohl ebenfalls auch als "Z87 Extreme11/TB20" angeboten werden wird. Es konnte bereits vorweg erwartet werden, dass die Taiwaner generell auch für den Sockel 1150 ein Extreme11-Modell anbieten möchten, wie es erstmals beim Vorgänger-Sockel der Fall gewesen ist (ASRock Z77 Extreme11 - Hardwareluxx-Test). Neben der Unterstützung von Thunderbolt 2 (ebenfalls zwei Anschlüsse), ist das Board selbstredend für 4-Way-SLI- und 4-Way-CrossFireX-Konfigurationen bestens vorbereitet. Zwischen den PCIe-3.0-x16-Slots existieren noch drei PCIe-2.0-x1-Slots und sogar ein Mini-PCIe-Slot und zwei mSATA-Slots.

ASRock hat sich beim Z87 Extreme11/ac sicherlich gedacht, mit den SATA-Anschlüssen nicht sparsam zu sein. Mit einer Anzahl von insgesamt 22 SATA-6G-Ports stellt das Board in diesem Bereich einen Rekord auf. Im Gegensatz zum Z77-Pendant stehen hier nochmals acht weitere SATA-Anschlüsse bereit. Dabei lässt sich schön erkennen, dass die vertikal ausgerichteten Ports über den Z87-PCH selbst angebunden sind und die 16 weiteren, angewinkelten SATA-Buchsen vermutlich wieder über Intels LSI SAS-Controller in zweifacher Ausführung ihre Arbeit leisten.

Bei soviel Erweiterungsmöglichkeiten darf die Stromversorgung ebenfalls nicht zu knapp dimensioniert werden. Nicht ohne Grund hat ASRock neben dem üblichen 24-poligen ATX-Stromanschluss zwei 8-polige +12V-Anschlüsse und für das Multi-GPU-Setup zwei 4-polige Molex-Stromanschlüsse angebracht. Die MOSFETs und auch der Z87-PCH werden aktiv auf Temperatur gehalten.

ASUS Z87-Deluxe/Dual

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Das ASUS Z87-Deluxe/Dual.

Als einziges ASUS-Mainboard zeigte sich das bereits bekannte Z87-Deluxe/Dual. Auch hierbei wird es sicherlich eine weitere Revision geben, auf dem der Thunderbolt-Controller gegen das neuere Modell getauscht wird.

Gigabyte Z87X-OC Force mit Thunderbolt 2

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Das Gigabyte Z87X-OC Force.

Eine weitere High-End-Platine wurde von Gigabyte gezeigt. Auf dem Schild konnte die genaue Modell-Bezeichnung nicht eingesehen werden. Das gesamte Mainboard-Layout entspricht aber zu 99,99 Prozent dem des Z87X-OC Force-Modells. Auf der bisherigen Revision ist kein Thunderbolt-Controller inkl. Anschlüsse auffindbar, sodass es sich hierbei um eine besondere Thunderbolt (2)-Edition handeln muss.

Gigabyte Z87X-UD5 TH

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Das Gigabyte Z87X-UD5 TH.

Zu guter Letzt befand sich noch das Gigabyte Z87X-UD5 TH auf dem Präsentationstisch. Wie es bei den vielen anderen aktuellen Sockel 1150-Boards mit Thunderbolt-Unterstützung der Fall ist, sollte in absehbarer Zeit ebenfalls eine zweite Revision von diesem Modell erscheinen, auf dem der Thunderbolt 2-Controller untergebracht ist.

Generell muss noch erwähnt werden, dass es keine Bestätigung dafür gibt, ob die Mainboard-Modelle von ASUS und Gigabyte einfach als neue Board-Revision auf den Markt gebracht werden, oder aber die Modellbezeichnungen final leicht abgeändert werden, wie es ASRock geplant hat. Unbekannt ist zu diesem Zeitpunkt, wann die Thunderbolt 2-Mainboards erhältlich sein werden und wieviel Geld für diese Investition eingeplant werden muss.

Update, vom 12.09.2013 um 13.00 Uhr

Wie wir von ASUS erfahren haben, wird das Thunderbolt 2-Modell mit der Bezeichnung "Z87-Deluxe/Quad" erscheinen. Es soll ebenfalls, wie das Z87-Deluxe/Dual über zwei Thunderbolt-Controller verfügen, nur mit dem Unterschied, dass auf dem Z87-Deluxe/Quad die neue Revision werkeln wird.

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Kommentare (3)

#1
customavatars/avatar114785_1.gif
Registriert seit: 14.06.2009
Hamburg
Korvettenkapitän
Beiträge: 2181
Jetzt das ganze noch im ITX Format, wo man zumindest ansatzweise begründen kann, warum man die Festplatten nicht intern verbauen kann, sondern für einige 100€ ein externes Gehäuse braucht.
Irgendwie erschliest sich für mich als Endbenutzer der Mehrwert von TB ggü USB3 noch nicht so recht.
#2
customavatars/avatar38573_1.gif
Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 29456
Die Thunderbolt Version vom OC Force sieht, abgesehen von der neu designten Kühllösung, aus wie das früher als Gigabyte Z87X-UD7 TH bekannte Modell. Die Ausstattung geht auch ohne integriertes WLAN gerade noch in Ordnung, ist aber schon an der Grenze zum überladenen. Doch was ASRock da mit dem Z87-Extreme11/ac (TB20) kreiert hat...! :fresse:
#3
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Oberleutnant zur See
Beiträge: 1449
Zitat pescA;21126072
Jetzt das ganze noch im ITX Format, wo man zumindest ansatzweise begründen kann, warum man die Festplatten nicht intern verbauen kann, sondern für einige 100€ ein externes Gehäuse braucht.
Irgendwie erschliest sich für mich als Endbenutzer der Mehrwert von TB ggü USB3 noch nicht so recht.


Außer für Notebooks, Tablets und vielleicht noch Smartphones sehe ich gar keinen Sinn für TB. Und selbst dafür nur minimal im Moment. Externe Grafikkarten usw, das ist sinnvoll, aber Externe Festplatten sind auch an nem USB 3.0 nicht schnell genug um den auszureizen.
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