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Der Mini-PC in einem Gehäuse aus Legosteinen verpackt

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lego mini pc logoMike Schropp ist bei Casemoddern kein Unbekannter, allerdings ist er weniger dafür bekannt, bestehende Gehäuse zu modifizieren, als vielmehr sich ein Wunsch-Gehäuse aus Legosteinen zu bauen. Laut eigener Erfahrung beseitigt er damit gleich mehrere Probleme, die er mit vorgefertigten Systemen bzw. Gehäusen hat: Ein Gehäuse aus Lego kann den eigenen Bedürfnissen in vielerlei Hinsicht angepasst werden. Dies betrifft den Platzbedarf, die Kühlung und die Farbgebung - zugegeben, die Klötzchenoptik muss man natürlich mögen.

Weiterhin sind Gehäuse aus Lego selbst für ungeübte Bauer eine machbare Aufgabe. Auch wenn es später darum geht, das Gehäuse einer anderen Hardware anzupassen, sind die Legosteine an Flexibilität wohl kaum zu schlagen. Es gibt aber auch einige Dinge, dies zu beachten gilt. Auf beide Punkte geht er in seinen Beiträgen auf Total Geekdom ein.

Mini-PC in einem Gehäuse aus Legosteinen
Bildergalerie: Mini-PC in einem Gehäuse aus Legosteinen

Für einen möglichst kompakten PC spielte für alle die Möglichkeit, das Gehäuse der Hardware anzupassen eine wesentliche Rolle. Mike Schropp wollte in der Wahl der Komponenten möglichst frei sein. Bei den von den Herstellern fertig kombinierten Komplettsystemen sah er seine Ansprüche nicht abgedeckt, da an einer oder gar mehreren Stellen immer wieder Kompromisse gemacht werden mussten. Seine Vorgaben betrafen die Möglichkeit alle notwenigen Verbindungen möglichst drahtgebunden zu realisieren (Ethernet, HDMI, Audio, DisplayPort, USB 3.0), aber auch drahtlose Verbindungen, wie WLAN nach 802.11 ac und Bluetooth nutzen zu können. Ein optisches Laufwerk sollte ebenfalls Platz finden und Frontanschlüsse für USB 3.0 waren ebenso eine Grundvoraussetzung.

Mini-PC in einem Gehäuse aus Legosteinen
Bildergalerie: Mini-PC in einem Gehäuse aus Legosteinen

Sparen wollte er aber auch nicht bei den Innereien. Acht oder gar 16 GB Arbeitsspeicher sollten es mindestens sein. Ebenso möglich sein sollte der Einsatz eines Intel Core i3, i5 und i7. Gleichzeitig eingesetzt werden sollten auch mehrere SSDs und HDDs, was den Platzbedarf natürlich in die Höhe trieb. Gleichzeitig sollte das System möglichst sparsam und leise sein, was sicherlich die größte Herausforderung an ein solches System ist. Abhängig vom Verwendungszweck sollen sich die meisten dieser Vorgaben anpassen lassen. Für Mike Schropp selbst waren die Voraussetzungen mit der Möglichkeit, einfache Office- und Multimediaarbeiten sowie ein paar kleine Spiele ausführen zu können bereits erreicht. Der Multi-Monitor-Support mit UltraHD-Auflösung war allerdings eine Grundvoraussetzung.

Mini-PC in einem Gehäuse aus Legosteinen
Bildergalerie: Mini-PC in einem Gehäuse aus Legosteinen

Letztendlich entschieden hat er sich für eine Größe von 190,5 x 190,5 mm bei einer Höhe von 140 mm. Das komplette Gehäuse besteht dabei aus Standard-Legosteinen. Das Kühlsystem sieht ein Ansaugen der kühlen Luft an der Oberseite durch kleine Türme vor, die dann erwärmt an den Seiten wieder austritt. Damit sollte verhindert werden, dass ein Bereich im Zentrum des Gehäuses ohne Kühlung auskommen muss. Details dazu sind in den Erläuterungen zum Design zu finden.

Bei den Prozessoren entschied er sich wahlweise für einen Core i3-4160, Core i5-4590S oder einen Core i7-4790S, die allesamt auf einem Mini-ITX-Mainboard untergebracht werden können. Acht oder 16 GB Arbeitsspeicher sind in einem solchen System ebenfalls kein Problem. Beim Massenspeicher beließ er erst zunächst einmal bei einer SSD sowie einem optischen Laufwerk. Ein Noctua Gehäuselüfter sowie ein Prozessorkühler, ebenfalls aus dem Hause Noctua, kümmerten sich um die Kühlung der Komponenten. Die komplette Aufstellung aller verbauten Hardware-Komponenten ist ebenfalls im Blogbeitrag zu finden.

Mini-PC in einem Gehäuse aus Legosteinen
Bildergalerie: Mini-PC in einem Gehäuse aus Legosteinen

Wer etwas Wert auf das Design seines Lego-Gehäuses legt, für den hat Mike Schropp auch noch einige Abdeckungs- und Beleuchtungs-Alternativen im Angebot. Außerdem lohnt sich ein Blick in die Erläuterungen zu einem zweiten Projekt, welches den Aufbau eines Gehäuses aus Legosteinen für eine Computing-Farm beschreibt:

Zwei Compute-Farmen in einem Gehäuse aus Legosteinen
Bildergalerie: Zwei Compute-Farmen in einem Gehäuse aus Legosteinen

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Kommentare (19)

#10
Registriert seit: 27.09.2010
Magdeburg
Leutnant zur See
Beiträge: 1108
Weil lego nicht abschirmt. Diese vollacryltower musste man ja zusammenbauen weil theoretisch noch ein käfig reinmusste. Es gibt immer dinge die über umwege erreicht werden können.
Allerdings glaube ich, dass die umstände die man sich hier macht nicht in relation zum möglichen gewinn stehen.

Lego hält dann auch die hand offen, wenn einer verkaufen will. Zudem ist das zeug nicht billig.
#11
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Registriert seit: 05.02.2003
Tangermünde
BadBoy
Beiträge: 16934
An sich finde ich die Idee genial. Zudem ließe sich theoretisch eine Schirmung in die Legosteine integrieren, die Frage ist nur, was das kosten würde und ob der Hersteller überhaupt dazu in der Lage wäre (zumal sich dies, zwecks Kleinserie, für Logo kaum lohnen dürfte).
#12
Registriert seit: 30.11.2012

Banned
Beiträge: 529
Zitat Jessie94;23359685
lego ist leicht brennbar


Acrylnitril-Butadien-Styrol

Schlicht und ergreifent -NEIN-
#13
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Registriert seit: 22.06.2008
Bielefeld
Kapitän zur See
Beiträge: 3599
Zitat Tresel;23360453
Weil lego nicht abschirmt.


So am Rande, jedes Gehäuse das innen lackiert ist, hat keine EM-Abschirmung. Nahezu alle Retail Gehäuse bieten keine EM-Abschirmung nach Norm ;-) Es interessiert nur niemanden.
#14
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Registriert seit: 11.08.2014

Kapitän zur See
Beiträge: 3737
Was machen den Effektive Mikroorganismen im PC???
#15
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Registriert seit: 27.04.2012
Chemnitz
Oberbootsmann
Beiträge: 832
Zitat Stechpalme;23361694
So am Rande, jedes Gehäuse das innen lackiert ist, hat keine EM-Abschirmung. Nahezu alle Retail Gehäuse bieten keine EM-Abschirmung nach Norm ;-) Es interessiert nur niemanden.


Was verändert denn der Lack an der elekromagnetischen Eigenschaft des Bleches darunter?
#16
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Registriert seit: 22.06.2008
Bielefeld
Kapitän zur See
Beiträge: 3599
Zitat Fieser Fettsack;23361734
Was verändert denn der Lack an der elekromagnetischen Eigenschaft des Bleches darunter?


Geht um die Erdung und Leitfähigkeit und anderen Kram. Ich kann es dir ehrlich gesagt nicht im Detail erklären, aber ich habe für Gehäusehersteller gearbeitet (PR- Marketing) und weiß, dass ein Innenraumlackierung hier ein Problem darstellt. Für gewisse Hersteller mussten deshalb Gehäuse geändert werden weil es auch bei Lüftungsöffnungen und einigen anderen Dingen Probleme gab wenn eine echte EM-Abschirmung gefordert war.
#17
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Registriert seit: 27.04.2012
Chemnitz
Oberbootsmann
Beiträge: 832
Zitat Stechpalme;23361761
Geht um die Erdung und Leitfähigkeit und anderen Kram. Ich kann es dir ehrlich gesagt nicht im Detail erklären, aber ich habe für Gehäusehersteller gearbeitet (PR- Marketing) und weiß, dass ein Innenraumlackierung hier ein Problem darstellt. Für gewisse Hersteller mussten deshalb Gehäuse geändert werden weil es auch bei Lüftungsöffnungen und einigen anderen Dingen Probleme gab wenn eine echte EM-Abschirmung gefordert war.


jede Öffnung im Faradayschen Käfig sorgt für Störungen der Schirmung. Der Lack ist nur hinderlich weil er unter Umständen die Elektrische Leitfähigkeit der zusammengefügten Teile behindert. (Ich habe Elektrotechnik studiert und weiß was EMV bedeutet)
#18
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Registriert seit: 22.06.2008
Bielefeld
Kapitän zur See
Beiträge: 3599
Wie gesagt, ich kann es dir nicht genau erklären. Ich weiß nur, dass quasi alle Retail Gehäuse eben keine richtige Abschirmung haben. Zumal z.B. die Platine des I/O Panels bei fast keinem Gehäuse abgeschirmt ist.
#19
customavatars/avatar22858_1.gif
Registriert seit: 14.05.2005
der 1000 Waküteile
Das Bastelorakel !
Beiträge: 48880
Ich finde das System auf jeden Fall interessent und sogar die Farbe der Bausteine ist im Trend ! ;)

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