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NVIDIA: The Truth about Crossfire

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ATIs Crossfire ist seit Monaten angekündigt, aber noch kein Produkt findet sich am Markt. Nun scheint man langsam mit fertigen Produkten am Markt erscheinen zu können, da rüstet NVIDIA verbal nach. Ausgehend von unserem initialen Crossfire-Artikel hat NVIDIA zunächst an Kritikpunkten nachgebessert und viele damals erwähnte Schwächen der SLI-Lösung im Vergleich zu Crossfire in Vorteile umgekehrt - und nutzt diese Arbeit der letzten Monate nun aus. NVIDIA hat gerade am Treiber verbessert: Mittlerweile funktionieren die SLI-Modi bei jedem Spiel auch ohne Profil, man verifiziert zusätzlich die beste Performance für jedes Spiel über spezielle Profile. Mit SLI-Antialiasing schafft man auch eine Möglichkeit, dass CPU-limitierte Spiele von SLI profitieren. Mit dem kommenden 80er-ForceWare können Karten unterschiedlicher Hersteller miteinander kombiniert werden. Nach unseren Informationen muss dabei nur die Ausstattung an Grafikspeicher und Pipelines identisch sein - selbst der Takt kann unterschiedlich betrieben werden.

Und nun ist ATIs Crossfire an der Reihe - und NVIDIA hat einige Beispiele, warum SLI besser ist - siehe "Read More"...ATI scheint technisch im Nachteil zu sein, bis man die neuen R520-Karten auf den Markt hat: Der Enthusiast möchte nach NVIDIAs Ansicht keine derartige High-End-Lösung mit alter ShaderModel-2.0-Technik, auch High Dynamic Range Rendering fehlt den aktuellen ATI-Karten. Auch ist es nach NVIDIA ein Gerücht, dass CrossFire flexibler sei - schließlich läuft eine 16-Pipeline-Karte wie eine X850XT Crossfire Edition nur mit 12 Pipes, wenn als Slave-Karte eine 12-Pipeline-Karte im System ist. Tatsächlich wird Crossfire sicherlich erst interessant, wenn die neuen R520-Karten am Markt verfügbar sind.

Auch an der Crossfire-Edition-Plattform hat man einiges auszusetzen: Die RD480 Northbridge und SB450 Southbridge hatten wir erst kürzlich im Test, auch konnten wir hier die schlechte USB-Performance und die schlechte PCI-Performance bestätigen, die NVIDIA anführt: Der USB-2.0-Bus erreiche nur 50% der spezifizierten Performance, die PCIe-x1-Lanes erreichen nur 67% der spezifizierten Leistung (dies konnten wir mangels PCIe-Karten nicht testen) und das PCI-Interface erreicht ebenso nur 60% der normalen Performance. Zudem fehlen der Southbridge Features, die der nForce 4 natürlich bietet: Kein integrierter Netzwerkcontroller, keine Netzwerk-Firewall, kein S-ATA-II-Support, kein Raid 5. Auch bietet man mit dem nForce 4 SLI X16 die volle Bandbreite von zwei x16-Ports.



Von der ATI-Webseite (Screenshot von heute...)


Auch die Bildqualität von ATIs Crossfire hat man sich vorgenommen: Zum Empfangen der Videodaten nutzt die Master-Karte den Silicon Image Sil1161. Dieser TMDS unterstützt nur 1600x1200 mit 60HZ und kein Widescreen, demnach ist man auf großen Monitoren nicht in der Lage, 1920x1200 einzustellen oder Widescreen-Formate zu nutzen.

Die ersten CrossFire-Tests werden zeigen, in wie weit ATI hier ein konkurrenzfähiges Produkt liefern kann. Klar ist, dass man ATIs Meßlatte höher legt, als NVIDIAs Meßlatte beim SLI-Launch vor einem Jahr. Die Kanadier können sich keine Schwächen erlauben, denn das Fazit lautet sonst: "SLI ist besser". Beim SLI-Launch hatte NVIDIA den Bonus, dass es kein "Besser" gab - man hatte das einzige Produkt am Markt.

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