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AMD Radeon Pro Duo wird deutlich günstiger - in den USA ab 800 US-Dollar

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radeonZumindest in den USA deutet sich eine deutliche Reduzierung des Preises für die AMD Radeon Pro Duo an. Sie ist der aktuelle Dual-GPU-Ableger von AMD, der zwei Fiji-GPUs nebst jeweils 4 GB HBM der 1. Generation verwendet. Eingeführt wurde sie zu einem Preis von 1.699 Euro, inzwischen ist sie hierzulande ab 1.250 Euro zu haben. In den USA sind nun vereinzelt Angebote für etwa 800 US-Dollar zu finden, während das reguläre Angebot weiterhin ab 1.500 US-Dollar startet.

Derzeit gibt es noch keinen offensichtlichen Grund für diese Preisreduzierung. AMD hat den Preis offiziell nicht gesenkt. Ob dies auch als Reaktion auf ein baldiges Erscheinen der Vega-Generation zu verstehen ist, kann ebenso nur schwer abgeschätzt werden.

Ein paar technische Daten zur Radeon Pro Duo

AMD hat die Radeon Pro Duo nicht ausschließlich als reine Spielerkarte entwickelt. Stattdessen dürfte das Haupteinsatzgebiet das professionelle Segment sein, also die Entwicklung von VR-Inhalten oder die Bearbeitung sonstiger Multimedia-Inhalte.

Die technischen Daten sind weiterhin recht beeindruckend. So sollen die beiden GPUs mit einem Takt von 1.000 MHz arbeiten. Damit wäre die Radeon Pro Duo etwas langsamer getaktet als eine Radeon R9 Fury X. Da dieser Takt auch unter Dauerlast gehalten werden soll, ist sie aber auch schneller getaktet als eine Radeon R9 Nano. Die jeweils 4 GB High Bandwidth Memory pro GPU arbeiten mit dem üblichen Takt von 500 MHz.

AMD verwendet drei zusätzliche PCI-Express-Stromanschlüsse mit jeweils acht Pins, um die Karte zusätzlich mit Strom zu versorgen. Damit kann der 3D-Beschleuniger laut PCI-Express-Spezifikation 525 W aufnehmen, allerdings sind die zusätzlichen Anschlüsse auch in der Lage, eine deutlich höhere elektrische Leistung zu übertragen. Demnach handelt es sich bei den 525 W eher um eine grobe Vorgabe. Auf Seiten der Slotblende verbaut AMD viermal DisplayPort 1.2 und einmal HDMI 1.4a.

Die All-in-One-Wasserkühlung aus dem Hause Cooler Master befördert die Kühlflüssigkeit mittels zweier Pumpen durch den Kreislauf. Neben der GPU werden auch einige andere Komponenten durch die Wasserkühlung abgedeckt. Da sich kein Lüfter auf der Karte befindet, müssen auch einige strom- und spannungsversorgende Komponenten aktiv gekühlt werden. Die Abwärme gibt der Kühler über einen Radiator mit 120 x 120 mm ab.

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Kommentare (9)

#1
Registriert seit: 13.10.2005
Magdeburg
Admiral
HWLUXX Superstar
Beiträge: 18623
Wird sich vermutlich auch mit dem reduzierten Preis nicht gut verkaufen.

Die gtx1080 ist da für 600 einfach die homogenere Karte.

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#2
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Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 4431
Sicherlich für 800€ eigentlich eine sehr gute Idee - so günstig kommt man nicht leicht an 16 TFLOPs SP. Allerdings bieten drei RX 480 stattdessen auch jeweils 8GiB VRAM und verbrauchen einen weiteren PCIe- Platz.

Zudem sind die Preise für Vega noch nicht bekannt. Ich kann mir gut vorstellen, dass 2x die kleine Vega von der Preis/Leistung nochmal deutlich besser ist und wegen des höheren Taktes auch in einigen Spielen klar die Nase vorn hat.
#3
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Registriert seit: 27.07.2008

Fregattenkapitän
Beiträge: 2786
Die Radeon Pro Duo kam einfach viel zu spät auf den Markt. Sie hätte gleich 6-8 Wochen nach dem Marktstart der Fury X erscheinen müssen. Dann hätte AMD auch deutlich mehr Einheiten verkauft.
Aber jetzt ist es eben nur noch ein Ladenhüter, der dann, wie üblich zum Einkaufspreis angeboten wird. War ja auch bei der HD 7990 und R9 295X2 so.
Besser die Händler verkaufen noch, zwar ohne Gewinn, aber wenigstens auch ohne Verlust.
#4
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Weinböhla (Sachsen)
Moderator
Beiträge: 32653
@Pickebuh
da kann man quasi nur zustimmen... Vllt ist die Zeit von MGPU Karten einfach vorbei. Vor allem bei all den Nachteilen und natürlich auch den Preisen.
Die Konkurenz baut ja MGPU nur noch im Profibereich, die letzte reinrassige Gamerkarte mit MGPU war die knapp 1000€ (damals) teure GTX 690. Die TitanZ mit einem unterirdischen P/L im Vergleich und quasi NULL Marktanklang mal völlig ausgeblendet.

Mich wundert so oder so warum AMD an dem Spaß noch festhält. Bis auf den Formfaktor macht MGPU auf einem PCB eigentlich irgendwie nichts besser im Vergleich zu zwei SGPUs...
Man munkelt ja im Moment noch auf eine Dual Polaris, ggf. sogar Dual Vega... -> beides wird aus meiner Sicht ebenso so ziemlich gar keinen Marktabsatz finden.
#5
Registriert seit: 22.02.2010

Bootsmann
Beiträge: 699
Naja MGPU würde ich jetzt nicht für alle Zeiten abschreiben aber dafür bedarf es wohl ein echt darauf ausgelegtes Chip und Platinendesign.
#6
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Registriert seit: 08.08.2006
Weinböhla (Sachsen)
Moderator
Beiträge: 32653
MGPU in Software oder in Hardware?
-> im Moment sind wir bei einer Softwarelösung. Und die bedarf eben Handarbeit, damit es lüppt. Mit DX12 ändert sich daran nach aller vorraussicht leider nix...

Wenn es vllt irgendwann mal ein MCM seitens der GPU Hersteller gibt, welches eine Art MGPU Verfahren in Hardware kann, also ähnlich dem, wie es ja heute schon passiert, nur das dort die Hardware auf ihre Ausführungseinheiten in EINER GPU skaliert, dann wird da vllt sich was dran ändern. Die Softwarelösung hat einfach zu viele Baustellen. Dennoch kommt man manchmal nicht drum rum. So wirklich Massentauglich ist das halt aber eben nicht...
#7
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Registriert seit: 14.04.2007
Euskirchen, NRW
AMD-Fanboy
Beiträge: 20747
irgendwann werden sie GPUs so verkleben wie es intel beim Q6600 gemacht hat

dann lölpt das auch wies soll
#8
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Registriert seit: 08.08.2006
Weinböhla (Sachsen)
Moderator
Beiträge: 32653
nö, denn 2x Dualcore macht nicht automatisch annähernd 100% Skalierung, wenn die Software nur zwei Threads auslasten kann.
-> bei einer Grafikkarte erwartet man das aber, sonst haste den gleichen Spaß wie heute.
#9
Registriert seit: 22.02.2010

Bootsmann
Beiträge: 699
Problem ist eher die Verlässlichkeit in der Skalierung. Es darf eben nicht Spiel A geben wo man nahezu 200% Leistung hat, Spiel B mit 170% und Spiel C was garnicht skaliert. Glaube die wenigsten hätten ein Problem damit wenn man z.b. 170% garantiert hätte. Dazu kommen Grafikfehler und Nischendasein was den nutzen weiter in Frage stellt und massiven Support der GPU Hersteller verlangen würde. Auf Spielehersteller würde ich mich daher nicht verlassen.

Generell kommt der PC dafür auch etwas "grob" vor. In Zeiten wo man HBM möglichst nah am Die platziert und jeder cm realer Abstand spürbare Auswirkungen haben kann wäre es evtl. mal Zeit ein neuen Formfaktor zu entwickeln. Wenn man überlegt was heute in Smartphones und Tablets drin steckt kommt einen PC Hardware wie Spielzeug für Grobmotoriker vor.
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