> > > > NVIDIA Quadro M6000 nun auch mit 24 GB Grafikspeicher

NVIDIA Quadro M6000 nun auch mit 24 GB Grafikspeicher

Veröffentlicht am: von

nvidia 2013Vor einem Jahr präsentierte NVIDIA die Quadro M6000 als damals stärkste Workstation-Grafikkarte. Sie basiert auf der Maxwell-Architektur der GM200-GPU und richtet sich damit an professionelle Anwender, welche den Single-Precision-Fokus für ihren Verwendungszweck benötigen. 7 TFLOPS sollen es bei der Quadro M6000 sein und damit liegt man noch einmal über 30 % über dem, was die schnellste Quadro-Karte mit "Kepler"-Architektur anzubieten hat. Unter anderem machen dies 3.072 Shadereinheiten möglich. Die wenigen FP64-ALUs spricht NVIDIA gar nicht erst an und so findet auch die Double-Precision-Performance mit 291 GFLOPS keinerlei Erwähnung.

Während der Vorgänger Quadro K6000 wie auch die Quadro M6000 mit 12 GB bestückt sind, steht nun auch ein Modell mit 24 GB zur Verfügung. Die Verdopplung des Speichers erreicht NVIDIA durch den Einsatz von Speicherchips mit 8 GBit (1.024 MB) anstatt 4 GBit (512 MB). Der ECC-geschütze Speicher ist über ein 384 Bit breites Speicherinterface angebunden. Durch Erhöhung des Taktes konnte NVIDIA aber die Speicherbandbreite im Vergleich zur Quadro K6000 etwas anheben.

NVIDIA Quadro M6000
NVIDIA Quadro M6000

Die Parallelen zur GeForce GTX Titan X sind bei der Quadro M6000 – egal ob nun mit 12 oder 24 GB – offensichtlich. NVIDIA setzt auf das gleiche Layout im Bereich des PCBs (bis auf einige kleine Änderungen) und der Kühlung. Einziger Unterschied sind der Quadro-Schriftzug und die abweichende farbliche Gestaltung. Im Workstation-Bereich wichtig ist die maximale Leistungsaufnahme, die von NVIDIA mit 250 W angegeben wird. Bis zu vier Displays können an eine Quadro M6000 angeschlossen werden – werden entsprechend zwei, drei oder gar vier Grafikkarten in einer Workstation verbaut, können bis zu 16 Displays angesteuert werden.

NVIDIA Quadro M6000 im Vergleich
ModellQuadro M6000Quadro K6000FirePro W9100
Homepage www.nvidia.de www.nvidia.de www.amd.com/de
Technische Daten
GPU GM200 GK110 Hawaii
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 8 Milliarden 7,1 Milliarden 6,2 Milliarden
SP-Performance 7 TFLOPS 5,2 TFLOPS 5,24 TFLOPS
DP-Performance 291 GFLOPS 1,732 TFLOPS 2,62 TFLOPS
Speichergröße 12 / 24 GB 12 GB 16 GB
Speicherinterface 384 Bit 384 Bit 512 Bit
Speicherbandbreite 317 GB/s 288,4 GB/s 320,0 GB/s
ECC ja ja ja 
Shadereinheiten 3.072 2.880 2.816
TDP 250 W 225 W 275 W

Mit in den Vergleich aufgenommen haben wir auch einmal die AMD FirePro W9100 als stärkste Single-GPU-Workstation-Karte von AMD. Zwischen den einzelnen Modellen, die sich allesamt im gleichen Anwendungsgebiet bewegen, sind vor allem die Unterschiede bei der Rechenleistung ersichtlich. Je nachdem welche Ziele der Anwender nun verfolgt, ob nun die Double-Precision- oder die Single-Precision-Performance im Vordergrund steht, dürfte die Wahl auf das eine oder andere Modell fallen. Weiterhin eine Rolle spielt natürlich, welche Anwendungen verwendet werden sollen. Per CUDA- und OpenCL-Schnittstelle sieht sich NVIDIA hier natürlich klar im Vorteil und präsentiert auch die dazu passenden Benchmarks:

Benchmarks zur NVIDIA Quadro M6000
Benchmarks zur NVIDIA Quadro M6000

Den Vergleich zwischen einer GPU und einer CPU gewinnt die GPU natürlich deutlich. Gerade leicht zu parallelisierende Aufgaben lassen sich auf einer GPU mit mehreren tausend Shadereinheiten deutlich schneller berechnen.

Benchmarks zur NVIDIA Quadro M6000
Benchmarks zur NVIDIA Quadro M6000

Natürlich hat NVIDIA auch gleich den Vergleich zur FirePro W91000 zur Hand und sieht sich hier klar im Vorteil. Allerdings kann dies von Anwendung zu Anwendung schon wieder anders aussehen und da wir leider nicht in der Lage sind, entsprechende Vergleiche anzustellen, müssen wir die Ergebnisse so stehen lassen.

Der direkte Vergleich zwischen einer GeForce GTX Titan X und der Quadro M6000 bietet sich natürlich an, denn als Entwickler kann man sich natürlich fragen, warum man mehrere tausend Euro für eine Quadro M6000 ausgeben sollte, wenn die gleiche Leistung auch von einer GeForce GTX Titan X erbraucht wird. Neben der Unterstützung von ECC-Speicher gehört hier vor allem die Treiber-Anpassung dazu. Soft- und Hardware wissen, welche Karte verbaut ist und beschleunigen bestimmte Bereiche. Außerdem ist die Quadro M6000 für einen Dauerbetrieb von vier Jahren vorgesehen.

Die Quadro M6000 mit 12 GB kostet derzeit etwa 4.600 Euro. Einen Preis zur Variante mit 24 GB gibt es derzeit noch nicht.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (1)

#1
customavatars/avatar191989_1.gif
Registriert seit: 12.05.2013

Vizeadmiral
Beiträge: 7608
ich frag mich ob die BGA Verbindungen solcher Karten irgendwie besser sind oder ob die durch "permanentes warm sein" weniger anfällig sind...
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Sapphire Radeon RX Vega 64 Nitro+ im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAPPHIRE-VEGA

Heute ist es endlich soweit: Wir können uns das zweite Custom-Design der Radeon RX Vega anschauen. Dabei handelt es sich um die Sapphire Radeon RX Vega 64 Nitro+, die besonders durch die Kühlung auf sich aufmerksam machen will. Drei Slots, drei Axiallüfter und sogar eine spezielle... [mehr]

NVIDIA Titan V: Volta-Architektur im Gaming-Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA-TITANV

In der letzten Woche hatte NVIDA noch eine Überraschung für uns parat: Die brandneue NVIDIA Titan V wurde vorgestellt. Damit gibt es das erste Consumer-Modell mit der neuen Volta-Architektur, das auch für Spieler interessant sein kann, in erster Linie aber auch professionelle Nutzer ansprechen... [mehr]

Die GeForce RTX 2080 Ti und RTX 2080 Founders Edition im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/GEFORCERTX2080

Heute nun ist es endlich soweit und wir präsentieren die vollständigen Leistungsdaten und Messwerte zu den beiden ersten Karten der GeForce-RTX-20-Serie von NVIDIA. Nach der Vorstellung der Pascal-Architektur im Mai 2016 sind die neuen Karten für NVIDIA in vielerlei Hinsicht ein... [mehr]

Mega-Roundup: 14 aktuelle GeForce-Grafikkarten in 11 Blockbuster-Spielen...

Logo von IMAGES/STORIES/2017/GPU_BLOCKBUSER_VGL_ZOTAC-TEASER

In Kooperation mit Zotac Auch in diesem Jahr veranstalteten die Spielepublisher wieder ein regelrechtes Feuerwerk an neuen Videospielen. Vor allem in den letzten Wochen des Jahres wurden zahlreiche neue Triple-A-Titel veröffentlicht, wie beispielsweise ein neues "Call of Duty",... [mehr]

Sechs Grafikkarten von Sapphire im Vergleich in 11 Blockbuster-Spielen

Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAPPHIRE-2017AUFMACHER

In Kooperation mit Sapphire Nachdem der Herbst und Winter mit zahlreichen neuen Spielen samt Grafikfeuerwerk aufwarten konnte, haben wir uns bereits 14 aktuelle GeForce-Karten in 11 neuen Spielen angeschaut. Nun wollen wir die Seiten sozusagen wechseln und schauen uns an, wie diese Spiele auf... [mehr]

PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil im Test

Heute wollen wir unsere Artikelübersicht zu den Custom-Modellen der Radeon RX Vega abrunden, denn mit der PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil steht uns das Modell eines weiteren AMD-Exklusivpartners zur Verfügung. Das erste Mal haben wir nun auch die Gelegenheit uns eine solche Variante auf... [mehr]