> > > > AMD Fiji alias Fury X langsamer als GeForce GTX 980 Ti

AMD Fiji alias Fury X langsamer als GeForce GTX 980 Ti

Veröffentlicht am: von

amd radeon 2013Zumindest mit einer Überraschung konnte die Computex heute bereits aufwarten: Wir konnten einen Blick auf die erste "Fiji"-Grafikkarte von AMD werfen. Ein Partner von AMD erlaubte uns einen Blick auf die Karte samt Kühler, den wir in der Folge auch abnehmen konnten. Auch einige technischen Details wurden uns bereits verraten. Zumindest intern wird die Karte als Fury X bezeichnet, ob das auch der Name für den Markt werden wird, ist derzeit aber nicht bekannt.

Beginnen wir aber mit der Karte selbst. Der Wasserkühler stammt aus dem Hause CoolIT. Das PCB ist in der Tat so kurz, wie auf den ersten Veröffentlichungen abzusehen war. Die Einsparung erreicht AMD durch die neue Platzierung des Speichers, der ja nicht mehr auf dem PCB selbst untergebracht ist, sondern auf dem Interposer in direkter Nähe zur GPU (siehe unseren ausführlichen Artikel zu HBM). Entsprechend rückt die Strom- und Spannungsversorgung näher an die GPU und verkürzt die Karte. Auf der Karte verbaut sind sechs Spannungsphasen, die durch zwei 8-Pin-Anschlüsse versorgt werden. Damit kommt die Karte auf eine theoretische Leistungsaufnahme von 375 Watt. In den technischen Daten wird ein Netzteil mit 700 Watt für das komplette System empfohlen.

Der verbaute Speicher wurde uns gegenüber mit einer Kapazität von 4 GB bestätigt. Taktraten konnte man uns weder zur GPU, noch zum Speicher verraten. Die Karten sollen in der aktuellen Form auch nicht lauffähig sein, da kein BIOS vorhanden ist. Sie können daher nur eingeschaltet werden, zeigen dann aber kein Bild. Wie auf den "Hawaii"-Karten ist auch bei der Radeon Fury X ein BIOS-Switch. Auf Seiten der Display-Ausgänge zu sehen gab es einmal HDMI 2.0 und dreimal DisplayPort 1.2.

Zur Größe der GPU lassen sich nun ebenfalls erste Abschätzungen machen. Dies gelingt durch die Angaben die AMD bereits zur Größe der HBM-Chips gemacht hat. Auf 520 mm² dürfte die "Fiji"-GPU damit kommen.

Auch einige Angaben zur Performance wurden gemacht. So soll die Radeon Fury X langsamer als die GeForce GTX 980 Ti sein. Derzeit soll AMD noch versuchen, über höhere Taktraten und Anpassungen am Treiber die Performance zu optimieren. Gerade die Leistung in Abhängigkeit zur Leistungsaufnahme dürfte damit ein kritischer Punkt für "Fiji" werden.

Ursprünglich plante AMD die Radeon Fury X zu einem Preis von 850 US-Dollar an den Mann zu bringen. In Anbetracht der gebotenen Leistung klingt dies allerdings nicht sehr realistisch, zumal NVIDIA mit der GeForce GTX 980 Ti und den mit dieser Karte angesetzten 739 Euro bereits einen starken Gegenspieler vorgestellt hat.

Alles zur Radeon Fury X beruht weiterhin auf Hörensagen. Gerade die Angaben zur Leistung sind natürlich mit Vorsicht zu genießen. AMD hat sicherlich noch die Möglichkeit an zahlreichen Stellschrauben zu drehen. Weder BIOS noch Treiber dürften final entwickelt sein.

Social Links

Diesen Artikel bewerten:

Ø Bewertungen: 4

Tags

Kommentare (534)

Diskutiert das Thema in unserem Forum:
AMD Fiji alias Fury X langsamer als GeForce GTX 980 Ti

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Die GeForce RTX 2080 Ti und RTX 2080 Founders Edition im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/GEFORCERTX2080

    Heute nun ist es endlich soweit und wir präsentieren die vollständigen Leistungsdaten und Messwerte zu den beiden ersten Karten der GeForce-RTX-20-Serie von NVIDIA. Nach der Vorstellung der Pascal-Architektur im Mai 2016 sind die neuen Karten für NVIDIA in vielerlei Hinsicht ein... [mehr]

  • GeForce RTX 2080 Ti von ASUS und MSI im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/ASUS-STRIX-RTX2080TI-25_EBA36C79E22348199FB2B590657E5413

    Nach den ersten drei Modellen der GeForce RTX 2080 schauen wir uns nun zwei Custom-Varianten der GeForce RTX 2080 Ti an. Diese stammen aus dem Hause ASUS und MSI, unterscheiden sich äußerlich in einigen Aspekten natürlich, sind sich auf den zweiten Blick aber ähnlicher als man denken möchte.... [mehr]

  • Kleiner Turing-Ausbau: Gigabyte GeForce RTX 2070 WindForce 8G im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/GIGABYTE-RTX2070-WINDFORCE-LOGO

    Gestern war es soweit und mit der GeForce RTX 2070 startet die vorerst "kleinste" GeForce-RTX-Karte der neuen Serie von NVIDIA. Mit der Gigabyte GeForce RTX 2070 Windforce 8G haben wir ein Partnermodell im Test, denn die Founders Edition ist bislang noch nicht verfügbar. Erwartet wird die GeForce... [mehr]

  • 7-nm-GPU und 16 GB HBM2: Die Radeon VII im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD-RADEONVII

    Heute ist es endlich soweit: Es gibt in Form der Radeon VII endlich wieder eine neue Grafikkarte aus dem Hause AMD. Zwar kommt auch hier die bekannte Vega-Architektur zum Einsatz, durch die Kombination einer in 7 nm gefertigten GPU mit 16 GB an extrem schnellen HBM2, ist die Radeon VII aber... [mehr]

  • ASUS ROG Strix GeForce RTX 2070 OC im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/ASUS-ROG-RTX2070

    Nach dem ersten Einstiegsmodell können wir uns nun auch eines der schnelleren Modelle der GeForce RTX 2070 anschauen. Die ASUS ROG Strix GeForce RTX 2070 OC ist eine typische ROG-Strix-Lösung, die das Maximum aus der Hardware herausholen soll. Allerdings gönnt sich ASUS auch einen... [mehr]

  • GeForce RTX 2080 von ASUS, Gigabyte und PNY im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/ASUS-GEFORCE-RTX

    Nach dem Test der GeForce RTX 2080 in der Founders Edition, wollen wir uns nun die ersten Custom-Modelle genauer anschauen. Diese stammen von ASUS, Gigabyte sowie PNY. Zwei Modelle verwenden das Referenz-PCB von NVIDIA, eines baut aber auch schon auf einem eigenen PCB des Herstellers auf. Eine... [mehr]