> > > > NVIDIAs Tesla K20 bzw. GK110 doch mit 14 SMX-Clustern und 2688 CUDA-Kernen

NVIDIAs Tesla K20 bzw. GK110 doch mit 14 SMX-Clustern und 2688 CUDA-Kernen

Veröffentlicht am: von

nvidiaMitte des Monats vermeldete ein Anbieter von GPU-Racks, dass NVIDIAs Tesla K20 auf Basis des GK110 mit 13 SMX-Clusters mit jeweils 192 CUDA-Kernen daher komme. Auf der GTC 2012 war noch von 2880 CUDA-Kernen bzw. dem Vollausbau mit 15 SMX-Clustern die Rede. Anfang dieser Woche wurden im Oak Ridge National Laboratory in Tennessee der Titan, der weltweit schnellste Supercomputer fertiggestellt. Dort arbeiten 18.688 NVIDIA-Tesla-K20-GPUs zusammen, um eine Rechenleistung von mehr als 20 PetaFlops zu bewerkstelligen. Anandtech hat Titan einen Besuch erstattet und dabei auch einige Details erfahren, die den bisherigen Meldungen von 13 SMX-Clustern für GK110 wiedersprechen.

So besitzt eine NVIDIA-Tesla-K20-GPU 2688 CUDA-Kerne, was auf 14 SMX-Cluster schließen lässt. Es bleibt bei der Angabe von 7,1 Milliarden Transistoren pro GPU. Über den Takt gibt es ebenfalls neue Informationen. So soll die GPU mit 732 MHz und nicht mit 702 MHz arbeiten. Der GDDR5-Grafikspeicher soll ebenfalls nicht 5120 MB sondern 6144 MB groß sein. Es macht offensichtlich einen Unterschied, ob 13 oder 14 SMX-Cluster in einer "Kepler"-GPU von NVIDIA arbeiten und wie viel Speicher angesprochen wird.

Mit den nun neuen Angaben ergeben sich die technischen Daten wie folgt:

GF110 GK104 GK110 auf Tesla K20
Fertigung 40 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 3 Milliarden 3,54 Milliarden 7,1 Milliarden
Die-Größe 530 mm² 294 mm² etwa 600 mm²
TDP 225 Watt 225 Watt 225 Watt
GPU-Takt 772 MHz 1006 MHz 732 MHz
Speichertakt 1000 MHz 1502 MHz 1014 oder 1562 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 1536 MB 2048 MB 6144 MB
Speicherinterface 384 Bit 256 Bit 256 oder 384 Bit
Speicherbandbreite 192 GB/Sek. 192,2 GB/Sek. 200 GB/Sek.
Shadereinheiten 512 (1D) 1536 (1D) 2688 (1D)
Textur Units 64 128 240
L1-Cache 64 KB 64 KB 64 KB
L2-Cache 768 KB 512 KB 1,5 MB
ECC Speicher und Caches nur Speicher Speicher und Caches
FP64 1/2 FP32 1/24 FP32 1/3 FP32

Sollte es beim Takt von 705 MHz bleiben, ergäbe dies eine theoretische Rechenleistung von 3,94 TFlops bei Single-Precision- und 1,31 TFlops bei Double-Precision-Berechnungen (vorher 3,52 bzw. 1,17 TFops). Der Speicher besitzt eine Transferrate von 200 GB/Sek. Geht man von einem 384 Bit breiten Speicherinterface aus, würde der GDDR5-Speicher mit 1014 MHz arbeiten. Bei 256 Bit wären es 1562 MHz. Insgesamt sollen 5 GB GDDR5-Speicher auf der Tesla K20 zum Einsatz kommen.

Stellt sich noch die Frage, woher die verschiedenen Angaben über die CUDA-Kerne stammen können. Zum einen könnten hier Fehlinformationen auf beiden Seiten vorliegen. Wir gehen aber davon aus, dass die Mitarbeiter am Oak Ridge National Laboratory wissen, welche Hardware in ihrem Supercomputer arbeitet, so dass wir diesen Angaben zunächst einmal die größte Beachtung schenken wollen - zumindest so lange nicht das Gegenteil bewiesen ist. Es ist auch möglich, dass die Angaben über 13 SMX-Cluster aus einem frühen Sample-Stadium der Tesla-K20-Karten stammen. Letztendlich konnte NVIDIA für das fertige Produkt aber ein weiteres Cluster verwenden.

Titan Board
Titan Compute-Board: 4x AMD Opteron 6274 + 4x NVIDIA Tesla K20 (Bild: Anandtech)

An dieser Stelle sei nochmals erwähnt, dass es sich bei GK110 bislang ausschließlich um ein GPU-Design für professionelle Anwendungen handelt. Ob und wann NVIDIA GK110-GPUs auch auf Consumer-Grafikkarten verbauen wird, ist nicht bekannt. Sollte dies allerdings geschehen, so geben die für Tesla K20 gewonnenen Erkenntnisse Auskunft darüber, was uns mit einem GeForce-Produkt auf Basis von GK110 erwarten könnte.

Anfang November sollen die ersten Tesla-K20-Karten ausgeliefert werden. Der Preis liegt bei 2950 Euro. Auf die weiteren Details wie Hyper Q und Dynamic Parallelism sind wir bereits genauer eingegangen.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

es liegen noch keine Tags vor.

Kommentare (5)

#1
Registriert seit: 11.01.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 6548
Es sind 732 MHz laut HPC Wire.
#2
Registriert seit: 18.05.2007

Admiral
Beiträge: 8763
Da stimmt doch was nicht, die gleiche TDP von 225W bei fast doppelt so vielen Eiheiten (wie GK104)und 384bit-SI. NEVER!
#3
customavatars/avatar140067_1.gif
Registriert seit: 06.09.2010

Obergefreiter
Beiträge: 111
GK104 hat als GTX 680 eine TDP von 195W.
Als GTX 670 eine TDP von 170W und als 660Ti noch 150W.
#4
Registriert seit: 16.07.2009

Matrose
Beiträge: 31
@Romsky:

Die TDP ist korrekt. Vermutlich auch nur durch die gesenkten Taktraten realisierbar, wie das bei professionellen Lösungen üblich ist.
#5
customavatars/avatar148454_1.gif
Registriert seit: 20.01.2011

Leutnant zur See
Beiträge: 1060
Hoffentlich gibt es ne bezahlbare Desktop Version. Mir ist Support egal (großen Unternehmen nicht, aber mit schon) und ich kann durchaus so eine Karte gebrauchen. Bitte mit 14 Clustern. Oder hack auf 15. :3
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Von ASUS bis ZOTAC: Vier Modelle der GeForce GTX 1050 Ti im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/NVIDIA-GTX1050TI-ROUNDUP/NVIDIA_GTX1050TI_4ER_ROUND_UP-TEASER

Seit Ende Oktober gibt es die aktuelle Pascal-Generation von NVIDIA auch für unter 200 Euro. Tatsächlich bekommt man hier nicht nur viel Leistung fürs Geld, sondern obendrein einen sehr effizienten 3D-Beschleuniger, wie unser Launch-Test zur NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti pünktlich zum Marktstart... [mehr]

AMD Radeon RX Vega 56 und Vega 64 im Undervolting-Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RADEON_RX_VEGA_64_56_TEST

Unser Test der Radeon RX Vega 64 und Vega 56 hat gezeigt: AMD liefert eine Leistung auf dem Niveau der GeForce GTX 1080 und GeForce GTX 1070, erkauft wird dies aber mit einer deutlich zu hohen Leistungsaufnahme. Derzeit hat AMD bei den Vega-Karten noch viele Baustellen, die vor allem den Treiber... [mehr]

AMD Radeon RX Vega 64 und RX Vega 56 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RADEON_RX_VEGA_64_56_TEST

Nun endlich ist es soweit: Was vor gut einem Jahr mit einer ersten Ankündigung begann und ab Ende 2016 konkret wurde, findet nun sein finales Ende in den ersten Tests der Radeon RX Vega 64 und RX Vega 56. AMD ist als einziger Konkurrent zu NVIDIA geradezu zum Erfolg verdonnert. Die Ansprüche an... [mehr]

Neun Modelle der GeForce GTX 1080 Ti im Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2017/GTX1080TI-LOGO

Wenn es nach AMD geht, wird NVIDIA mit der Radeon RX Vega bald Konkurrenz im High-End-Segment bekommen. Derzeit ist die Informationslage aber noch etwas undurchsichtig und so bleibt die GeForce GTX 1080 Ti erst einmal die schnellste Grafikkarte am Markt. Einige Modelle haben wir uns schon... [mehr]

ASUS ROG GeForce GTX 1080 Ti Strix OC im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2017/ASUS-ROG-GTX1080TI-STRIX-OC/ASUS_ROG_GEFORCE_GTX_1080_TI_STRIX_OC

Die Inno3D GeForce GTX 1080 Ti X3 Edition war eines der ersten Custom-Designs, welches wir in der Redaktion begrüßen und bereits ausführlich auf den Prüfstand stellen konnten. Während sie noch auf der Platine der Founders Edition basiert und lediglich ein eigenes Kühlsystem aufgeschnallt... [mehr]

Ab Werk die schnellste: ZOTAC GeForce GTX 1080 Ti AMP! Extreme Edition im Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2017/ZOTAC-GTX1080TI-EXTREME-LOGO

Einige Modelle der GeForce GTX 1080 Ti konnten wir uns ja bereits anschauen und damit lässt sich auch ein erster Eindruck zusammenfassen: Die GeForce GTX 1080 Ti ist in der Founders Edition eine gute Karte, die Custom-Modelle beschleunigen sie noch etwas und bieten zudem eine bessere und leisere... [mehr]