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Studie: MTBF von Festplatten nicht aussagekräftig

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Eine in dieser Woche von der Carnegie Mellon Universität veröffentlichten Studie kommt zu dem Schluss, dass die Fehlerraten von Festplatten 15 mal höher waren als die angegebene MTBF (Mean Time Between Failure - mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen). Hierfür hat man 100.000 Festplatten von verschiedenen Herstellern in erdachten sowie echten Szenarios getestet. So waren sie auch in bei Internet Anbietern, großen Datenspeicherzentralen sowie Forschungsanstalten in betrieb. Dem Ergebnis zufolge hat das Einsatzgebiet sowie die Temperatur sehr wenig bis gar keinen Einfluss auf die Ausfallraten, was mit dem Ergebnis einer von Google veranlassten Studie über die wir bereits berichteten übereinstimmt. Interessant ist bei dieser neuen Studie allerdings, dass man nicht nur Endanwender-Festplatten sondern zusätzlich auch Server-Festplatten mit SCSI und sogar High-End Festplatten mit Fibre-Channel (Glasfaserkabel) Anschlüssen. Obwohl diese Festplatten deutlich teurer sind und somit auch eine höhere MTBF und längere Garantie haben, fielen diese nicht seltener aus als normale Endanwender Festplatten. Der Hauptausfallgrund war immer noch ganz simpel das Alter. So zeigten Festplatten ab einem Alter von 5-7 Jahren Zeichen von Ausfällen, nach denen die Fehlerraten (AFR - Average Failure Rates) deutlich anstiegen. Doch die Fehlerrate der besonders jungen (<1 Jahr) Festplatten war genauso hoch. Nach den Forschern der Universität ist die MTBF völlig überbewertet. Beispielsweise hat eine Festplatte der Seagate Cheetah X15 Serie eine MTBF von 1,5 Millionen Stunden, was etwa 171 Jahre darstellt. Die Forscher gehen eher von 9-11 Jahren aus und die Studie zeigte ein durchschnittliches Ausfallalter von 6 Jahren. Dies zeigt, so Garth Gibson weiter, dass die MTBF kein zuverlässiger Weg zur Feststellung der Zuverlässigkeit einer Festplatte sei.

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