> > > > Schreibtisch-RAID: LaCie 2big Dock Thunderbolt 3 vorgestellt (Update)

Schreibtisch-RAID: LaCie 2big Dock Thunderbolt 3 vorgestellt (Update)

Veröffentlicht am: von

Die Seagate-Tochter LaCie hat mit dem LaCie 2big Dock Thunderbolt 3 einen externen Speicher mit Thunderbolt-3-Anschluss vorgestellt, der gleichzeitig als Dock dient. Dies macht vor allem im Hinblick dessen Sinn, dass viele Notebook-Hersteller in Zukunft vermehrt auf USB Typ-C und Thunderbolt 3 setzen werden und dafür auf andere Anschlüsse verzichtet wird.

Diese dann auf dem Schreibtisch über ein Dock zur Verfügung zu haben, macht sicherlich Sinn.

Zielmarkt von LaCie dürften vor allem der MacBook-Nutzer sein, denn seit Herbst des vergangenen Jahres verbaut Apple in den neuen MacBook Pros ausschließlich Typ-C-Anschlüsse mit Thunderbolt 3. Thunderbolt 3 ermöglicht eine theoretische Übertragungsrate von 40 GBit/s.

Kommen wir zum ersten Bestandteil des LaCie 2big Dock Thunderbolt 3 – dem externen Speicher. Dieser ist je nach Modell 12, 16 oder 20 TB groß. Zum Einsatz kommen jeweils zwei Seagate-Enterprise-HDDs der IronWolf-Serie, die dann in einem RAID0 oder RAID1 zusammengefasst werden können. LaCie gibt Übertragungsraten von 440 MB/s an – dies entspricht zwei Festplatten in einem RAID0. Für einige Anwendungen ist dies sicherlich ausreichend. Schnellere RAID-Systeme von LaCie mit Thunderbolt-3-Anschluss konnten aber auch schon beweisen, dass sie gut 2.700 MB/s übertragen können. Dann natürlich mit zwei SSDs im RAID0. Wir hatten erst kürzlich das LaCie Bolt³ und 6big im Test.

Zweiter Bestandteil des LaCie 2big Dock Thunderbolt 3 ist die Funktion als Dock. Hier bietet LaCie nach eigenen Angaben jeweils einmal USB 3.1, DisplayPort, USB 3.0 (Typ A) sowie die Möglichkeit eine SD- oder CF-Karte auszulesen. SD- und CF-Kartenslot stehen neben dem einen USB 3.0 (Typ A) an der Front zur Verfügung, während der DisplayPort-Ausgang sowie der USB-Typ-C-Anschluss auf der Rückseite zu finden sind. Beide USB-Anschlüsse bieten eine Übertragungsrate von 5 GBit/s und damit ist klar, dass LaCie nur einen Controller für USB 3.1 Gen1 verwendet und nicht die vollen 10 GBit/s möglich macht.

Dort ebenfalls von LaCie platziert wurden die beiden Thunderbolt-3-Anschlüsse. Damit lässt sich das Dock nebst externem RAID an das Zielsystem anschließen. Der zweite Thunderbolt-3-Anschluss kann verwendet werden um weitere Thunderbolt-Geräte via Daisy-Chain hintereinander anzubinden. Der DisplayPort-Ausgang unterstützt eine Auflösung von bis zu UHD, was nahe legt, dass es sich dabei um DisplayPort 1.2 handelt. Ein 5K Display, wie das von Apple empfohlene Modell von LG, lassen sich daran also nicht mit der nativen Auflösung betreiben.

Das Gehäuse des LaCie 2big Dock Thunderbolt 3 besteht aus Aluminium und misst 217,0 x 118,0 x 93,3 mm. Das Gewicht beträgt 2,9 kg. Ein Lüfter aus dem Hause Noctua sorgt für die eventuell notwendige Frischluft im Gehäuse. Eine Status-LED auf der Vorderseite gibt Auskunft über den Betriebszustand.

Über das externe Netzteil des Docks können auch angeschlossene Notebooks geladen werden. Die Übertragungsleistung ist jedoch recht eingeschränkt, denn LaCie gibt nur bis zu 27 W über USB 3.1 oder 15 W über Thunderbolt 3 an. Damit könnte sich ein Akku eher Entladen, als das ein Aufladen überhaupt möglich ist. Wir haben bei LaCie angefragt, ob diese Angaben den Tatsachen entsprechen.

Das LaCie 2big Dock Thunderbolt 3 soll ab Sommer verfügbar sein. Preise gibt es bisher noch nicht.

Update:

Wir haben bei LaCie nachgefragt und uns einige Punkte noch einmal bestätigen lassen. Dies betrifft vor allem die Übertragungsrate über die USB-Anschlüsse, die tatsächlich nur 5 GBit/s beträgt.

Außerdem haben wir uns noch einmal bestätigen lassen, dass die Thunderbolt-3-Anschlüsse tatsächlich nur eine Power Delivery, also eine Stromversorgung von 15 W ermöglichen. Mit diesen 15 W lässt sich ein Akku, zum Beispiel des MacBook Pro zwar laden, aber nur im ausgeschalteten Zustand. Wenn das Notebook allerdings genutzt wird, kann die Akkuentladung nur verlangsamt werden.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (3)

#1
customavatars/avatar73556_1.gif
Registriert seit: 26.09.2007

Fregattenkapitän
Beiträge: 2737
LaCie baut schon ganz schöne Sachen, keine Frage, aber gibt's das auch in 2,5" ? Würde meiner Meinung nach mehr Sinn machen. HDDs profitieren ja nicht wirklich vom Datendurchsatz des Geräts und SSDs brauchen so ein Ungetüm von Gehäuse nicht.
#2
customavatars/avatar6035_1.gif
Registriert seit: 03.06.2003
Duisburg
Leutnant zur See
Beiträge: 1084
Für eine externe Lösung ist RAID0 ziemlich sinnbefreit und RAID1 beitet bei den aktuellen Kapazitäten auch nur noch eine trügerische Sicherheit.
#3
customavatars/avatar83758_1.gif
Registriert seit: 29.01.2008
im Osten (TF)
Korvettenkapitän
Beiträge: 2457
Wenn es zusätzlich noch einen XQD-Reader hätte, könnte man schon schwach werden.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Samsung SSD 970 PRO im Test: Hält länger und arbeitet schneller

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAMSUNG_970_PRO

    Eineinhalb Jahre nach dem Start löst Samsung die SSD 960 PRO ab und schickt den Nachfolger ins Rennen. Der soll nicht nur ein noch höheres Tempo bieten, sondern auch langlebiger sein. Dabei halten sich die technischen Neuerungen in Grenzen, in den Mittelpunkt wird vor allem der neue... [mehr]

  • Samsung SSD 970 EVO im Test: Neue Mittelklasse kommt der PRO nahe

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAMSUNG_970_EVO

    Nicht nur zahlungskräftigen Enthusiasten will Samsung locken, auch ein Segment weiter unten will man keine Käufer an die Konkurrenz verlieren. Entsprechend wird nicht nur die PRO-Linie aufgefrischt, sondern mit der SSD 970 EVO auch die Mittelklasse. Die soll nicht nur höhere Transferraten... [mehr]

  • Samsung SSD 860 EVO und PRO mit 4 TB im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-860-EVO-PRO/TEASER

    Die perfekte SSD ist groß, schnell und preisgünstig. Doch wie immer kann man nicht alles haben, zumindest nicht gleichzeitig: Für maximale Performance muss man zu einer PCI-Express-SSD greifen, die inzwischen zwar auch mit relativ großen Speicherkapazitäten verfügbar, jedoch nicht günstig... [mehr]

  • Intel Optane SSD 900P 280 GB mit 3D-XPoint-Speicher im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/INTEL-OPTANE-SSD-900P/TEASER

    Bei Halbleiterlaufwerken, kurz SSDs, war in den vergangenen Jahren eine konstante Evolution zu beobachten – im Wesentlichen wurde die Speicherdichte erhöht, wozu 3D-NAND einen zentralen Beitrag geleistet hat. Auch die Geschwindigkeit hat mit der breiten Verfügbarkeit von PCI-Express-SSDs und... [mehr]

  • Intel SSD 760p 512 GB im Test: Dem Vorgänger klar überlegen

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL_SSD_760P

    Intel und SSD bedeutete zuletzt in erster Linie hohe Preise in Verbindung mit fragwürdigem Nutzen für Privatanwender. Mit der SSD 760p richtet man sich aber endlich auch wieder dem Massenmarkt zu, der rund eineinhalb Jahre vom Vorgänger SSD 600p bedient worden ist. Die konnte seinerzeit im... [mehr]

  • Toshiba OCZ RC100 im Test: Kleine SSD mit klaren Vorzügen

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/TOSHIBA_OCZ_RC100_02

    Kompakt, nicht zu teuer, aber auch nicht zu langsam: Mit der OCZ RC100 bringt Toshiba eine NVMe-SSD in den Handel, die in vielerlei Hinsicht bewusst anders sein soll. Das ermöglicht dem Unternehmen zufolge das Ansprechen einer ganz bestimmten Zielgruppe. Denn so mancher wird nach wie vor von den... [mehr]