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Lesertest: So hat die Toshiba OCZ VX500 abgeschnitten

Veröffentlicht am: von

toshiba ocz vx500Anfang Dezember stellten wir in Zusammenarbeit mit Toshiba drei ausgewählten Hardwareluxx-Lesern und Community-Mitgliedern jeweils eine OCZ VX500 mit 512 GB Speicher zur Verfügung. Die drei Tester sollten die SSD in ihrem Rechner ausgiebig testen und in unserem Forum ein ausführliches Review darüber veröffentlichen. Als kleines Dankeschön durften sie 2,5-Zoll-Laufwerke am Ende natürlich behalten. Wir haben nun die Ergebnisse zusammengetragen.

Zur Verfügung gestellt wurden drei Modelle der OCZ VX500 mit 512 GB. OCZ und Toshiba setzen hier entgegen des aktuellen Trends nicht auf kostengünstigen TCL-Speicher, sondern auf haltbarere MLC-Speicherbausteine, die natürlich aus eigenem Hause stammen und bereits im 15-nm-Verfahren gefertigt werden. Ebenfalls hauseigenen ist der Controller. OCZ setzt hier auf den Toshiba TC358790, der über acht Kanäle kommuniziert. Damit soll es die 512-GB-Version auf sequentielle Lese- und Schreibtraten von 540 bzw. 515 MB/s bringen. Bei zufälligen 4K-Zugriffen sollen hingegen bis zu 92.000 bzw. 64.000 IOPS erreicht werden.

Garantiert werden bis 296 TBW (Terrabytes written), was etwa einer Schreibleistung von 162 GB täglich entspricht. Die VX500-Familie von OCZ zielt damit nicht auf die höchsten Performance-Werte ab, sondern legt wert auf eine kontinuierlich hohe Leistung bei gleichzeitig langer Lebensdauer. Die SSDs sind überwiegend für „Everyday Computing“ gemacht, was sich außerdem bei der langen Garantiezeit von fünf Jahren zeigt. Dafür spricht auch das Garantiepaket von OCZ. Unter dem Motto "Plan for the worst but expect the best" bietet OCZ allen Kunden einen kostenlosen Vorabaustausch mit einer neuen SSD und einem ebenso kostenlosen Rücksendeetikett für die fehlerhafte SSD an. Dieses "Advanced Warranty Program" soll den Kunden viel Zeit und Nerven sparen lassen. 

Ebenfalls eine Erwähnung wert ist die SSD-Management-Software. Über sie können unter anderem wichtige Systemdaten ausgelesen und an den OCZ-Support weitergeleitet werden. Das soll viele Fragen, Frustration und Zeit auf Kundenseite einsparen. So sollen Probleme schnell gelöst, andernfalls kann darüber das Service-Ticket für das obengenannte Garantieprogramm ausgestellt werden.

All das bringt OCZ im 2,5-Zoll-Format mit einer Bauhöhe von 7 mm unter. Angeschlossen an das Mainboard werden die Laufwerke natürlich per SATA III.

Im Lieferumfang findet sich nicht nur die SSD samt der üblichen Montageschrauben selbst, sondern auch die Vollversion von Acronis True Image, um die Daten der alten Festplatte problemlos auf die neue SSD ziehen zu können. In unserem Preisvergleich kostet die OCZ VX500 mit 512 GB derzeit knapp 200 Euro. Drei Leser durften sich kostenlos über den Flashspeicher hermachen.

Hersteller und
Bezeichnung
Toshiba OCZ VX500
Straßenpreis ab 199 Euro
Homepage www.ocz.com
Technische Daten  
Formfaktor 2,5 Zoll
Kapazität (lt. Hersteller) 512 GB
Verfügbare Kapazitäten 128 GB, 256 GB, 512 GB, 1.024 GB
Chipart Toshiba MLC, 15 nm
Controller Toshiba TC358790
Transferrate (lt. Hersteller) 550 MB/s lesend
  515 MB/s schreibend 
Herstellergarantie Fünf Jahre

Das sind die Testergebnisse

Alle drei Tester kommen zu dem Ergebnis, dass die Toshiba OCZ VX500 eine solide SSD ist, die sich nicht vor der Konkurrenz zu verstecken braucht. Gegen die alte Crucial MX200 von "Boogeyman1301" kann sich das Toshiba-Modell gut behaupten und besitzt mit einer TBW von 296 TB fast die doppelte Menge als die Konkurrenz, was für eine deutlich längere Lebensdauer spricht. Bei seinem alten Laufwerk werden gerade einmal 160 TB TBW garantiert. "Ein großer Pluspunkt für Toshiba!", schreibt der Tester.

[W2k]Shadow hat sein Modell gleich gegen mehrere SSD verschiedener Hersteller antreten lassen. Darunter waren Modelle von Samsung, Crucial, Intel oder Liteon. Auch hier hat sich die Toshiba OCZ VX500 wacker geschlagen, wenngleich die Werte bei 4K-Zugriffen deutlich hinter der Konkurrenz liegen. Großer Vorteil der Toshiba-SSD sei, dass die Kopierleistung bei parallelen Lese- und Schreibzugriffen nicht wirklich einbrechen würde, wie dies noch bei anderen SSDs der Fall ist. Hier wird selbst eine Samsung 850 Evo geschlagen. 

"v3nom" bemerkt, dass auch die Toshiba OCZ VX500 die Bandbreite von SATA III voll ausreizt und die Hersteller damit andere Features implementieren müssen, um ihre Produkt reizvoller zu gestalten. Seiner Meinung nach schafft dies Toshiba mit einer langen Schreiblast von garantierten fünf Jahren. Positiv hervorgehoben wird auch die Vollversion von Acronics True Image HD im Lieferumfang. "Boogeyman1301" fügt noch das AWP-Programm hinzu. Sollte die SSD eine Art Defekt aufweisen, bekommt der Nutzer nach einer kurzen Fallüberprüfung eine SSD vorab zugeschickt und muss erst nach deren Erhalt das defekte Laufwerk an den Hersteller zurückschicken. "Sowas bieten die wenigsten Unternehmen an", schreibt er in seinem Fazit. 

Alle drei Tester sind sich einig, dass die Toshiba OCZ VX500 preislich etwas zu teuer ist. Die fehlende Verschlüsselung wird teilweise ebenfalls als Negativpunkt aufgelistet.

Wir bedanken uns für die ausführlichen User-Reviews!

 

Zu den User-Reviews:

Ablauf:

  • Bewerbungsphase bis 4. Dezember 2016
  • Auswahl der Bewerber + Versand: ab 5. Dezember 2016
  • Testzeitraum bis 8. Januar 2017

Kleingedrucktes:

  • Mitarbeiter der Hardwareluxx Media GmbH und von Toshiba/OCZ sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen
  • Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt durch die Redaktion von Hardwareluxx
  • Ein Account im Hardwareluxx-Forum ist für die Teilnahme zwingend notwendig
  • Die Teilnehmer werden per PN benachrichtigt
  • Alle Testmuster verbleiben nach Veröffentlichung der Testberichte bei den Testern
  • Sollten die Testberichte nicht rechtzeitig online gestellt werden, behalten sich die Hersteller vor, den vollen Betrag in Rechnung zu stellen
  • Die Reviews verbleiben ausschließlich bei uns im Forum

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar


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