> > > > IDF16: Intel nennt neue Details und Benchmarks zu 3D XPoint

IDF16: Intel nennt neue Details und Benchmarks zu 3D XPoint

Veröffentlicht am: von

3d xpointBei Micron nutzte man in der vergangenen Woche das Memory Flash Summit um über die Leistung von QuantX bzw. 3D XPoint zu sprechen. Werte von 1,8 Millionen IOPS und 7 GB/s sind durchaus beeindruckend und beeindruckend war auch, in welchen Anwendungen der neue Speicher seine Vorteile ausspielen kann. Nun hat Intel das eigene Intel Developer Forum genutzt um seinerseits die Leistung von 3D XPoint zu demonstrieren.

Noch einmal stellt Intel den Einsatzweck von 3D XPoint dar und dieser ist zunächst einmal bei den bereits angekündigten Optane SSDs zu suchen. Mit einer Geschwindigkeit zwischen NAND-SSDs und dem klassischen DRAM ist auch das Einsatzgebiet klar umrissen. Besonders geringe Latenzen bei hohen Übertragungsraten spielen in vielen Bereichen eine wichtige Rolle und mit 3D XPoint sieht Intel ein zukünftiges Wachstum weiter sichergestellt.

IDF 2016 - Intel spricht über 3D XPointIDF 2016 - Intel spricht über 3D XPoint

IDF 2016 - Intel spricht über 3D XPoint

Die niedrigen Latenzen sind dabei essentiell und ein wichtiger Punkt bei den Leistungswerten, den Intel noch einmal herausstreichen möchte. Schaut man sich einen Zugriff auf 4kByte von Daten über eine NVMe NAND SSD an, so fallen mehr als 80 µs auf interne Latenzen des Speichers, während der Treiber, das Protokoll und das Dateisystem eine untergeordnete Rolle spielen. Mit 3D XPoint sieht dies etwas anders aus, denn hier werden die internen Latenzen des Speichers auf etwa 5 µs reduziert und spielen damit in der gesamten Latenz keine große Rolle mehr bzw. sind auf dem Niveau der übrigen beteiligten Komponenten. Über verschiedene Dateigrößen, gleichzeitige Zugriffe und dem Aufwecken aus Stromsparmechanismen hinweg sind die Intel Optane SSDs um den Faktor zehn schneller bzw. weisen eine geringere Latenz auf, als klassische NAND-SSDs.

IDF 2016 - Intel spricht über 3D XPoint
IDF 2016 - Intel spricht über 3D XPoint

Besonders wichtig ist dabei, dass die SSDs mit 3D-XPoint-Speicher ihre maximale Leistung bereits bei geringer Queue Depth erreichen, dort wo NAND-SSDs noch nicht richtig mit der Arbeit beginnen und erst mit voller Queue Depth ihre volles Potenzial abrufen können.

Auch dort wo man die Vorteile einer solchen SSD nicht vermuten würde, kommt eine Optane SSD auf deutliche Steigerungen. Im Renderbenchmark sidefx ist das System mit Optane SSD um den Faktor 3,7 schneller. Beim Houdini 3D Rendering reduziert sich die Renderzeit von 40,6 auf 13 Minuten. Der Futuremark PCMark Vantage zeigt eine Leistungssteigerung um den Faktor drei und SPECwpc v2.0 iometer kommt auf den Faktor vier.

IDF 2016 - Intel spricht über 3D XPointIDF 2016 - Intel spricht über 3D XPoint

IDF 2016 - Intel spricht über 3D XPoint

Intel hat noch für einige weitere Workstation- und Serveranwendungen einige Leistungsbeispiele, die wir in der Bildergalerie aufgeführt haben. Meist geht es um Leistungssteigerungen um den Faktor 3 bis 4, je nach Anwendung kann es aber auch die zehnfache Leistung sein. Auf alle Benchmarks wollen wir dabei nicht eingehen und nicht alle Benchmarks spielen für Endkunden eine wichtige Rolle. Früher oder später werden aber sicherlich viele Nutzer unbewusst, durch Zugriffe auf Daten aus dem Netz, auf die 3D-XPoint-Speichertechnologie zurückgreifen.

Mit der kommenden Xeon-Generation will Intel 3D XPoint auch auf DIMM-Speicher einsetzen. Damit soll die zur Verfügung stehenden Kapazität um den Faktor zwei gesteigert werden und das zu geringeren Kosten, als dies mit DRAM möglich wäre. DIMM-Speicher auf Basis von 3D XPoint arbeitet immer mit klassischem DDR4-Speicher zusammen. 3D-XPoint-Speicher kann als DIMM-Baustein sein Potenzial noch besser ausnutzen.

IDF 2016 - Intel spricht über 3D XPointIDF 2016 - Intel spricht über 3D XPoint

IDF 2016 - Intel spricht über 3D XPoint

Noch immer ist nicht bekannt, wann Intel erste Produkte mit 3D XPoint auf den Markt bringen wird. Ab sofort können Entwickler auf Speicher in der Cloud zurückgreifen und ihre Anwendungen auf die schnelleren Zugriffe hin optimieren. Dies ist auch wichtig, wenn das volle Potenzial der Speichertechnik ausgenutzt werden soll.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (0)

Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Seagate IronWolf 10 TB und BarraCuda Pro 10 TB im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/SEAGATE_10TB_TEASER

Auch wenn HGST vor kurzem noch größere Laufwerke vorgestellt hat, so hat Seagate mit seinen bereits seit einigen Monaten erhältlichen 10-TB-Modellen momentan die Nase vorn, wenn es um den größtmöglichen Speicherplatz bei 3,5-Zoll-Festplatten geht. Dabei hat es Seagate durch die Verwendung... [mehr]

Mittelklasse mit NVMe: Samsung SSD 960 EVO 1 TB im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-960EVO/TEASER

Mit der Samsung SSD 960 PRO hat der koreanische Hersteller die zurzeit schnellste Consumer-SSD mit NVMe-Interface im Angebot. Dies lässt man sich allerdings auch entsprechend bezahlen, sodass das hochpreisige Laufwerk nicht für alle Bedürfnisse die richtige Wahl ist. Etwas günstiger, dafür... [mehr]

Western Digital Blue SSD im 2,5-Zoll- und M.2-Format im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/WD-BLUE-SSD/TEASER

Ungefähr ein Jahr ist es her, dass Western Digital die Übernahme von SanDisk bestätigt hat. Die Früchte dieser Übernahme sind für Endverbraucher gedachte SATA-SSDs, die sich in das bekannte, farblich sortierte Namensschema von Western Digital einfügen. Den Anfang machen dabei eine Green-... [mehr]

M.2-SSD Corsair MP500 mit NVMe und Phison-Controller im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/CORSAIR-MP500/TEASER

Die MP500 SSD ist das neue Flaggschiff von Corsair und soll laut Hersteller Übertragungsraten von bis zu 3.000 MB/s beim Lesen und 2.400 MB/s beim Schreiben erreichen. Damit würde das Laufwerk in der High-End-Klasse spielen und das bisherige Spitzenfeld angreifen. Mit Phison-Controller und... [mehr]

ADATA XPG SX8000 SSD mit 256 GB und NVMe im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/ADATA-SX8000/TEASER

Mit der ADATA SX8000 haben wir heute eine weitere SSD aus der Klasse der NVMe-Laufwerke im M.2-Format im Test. ADATA setzt dabei auf einen Controller von Silicon Motion, wie wir ihn schon bei der Intel SSD 600p gesehen haben. Beim Speicher verbaut ADATA aktuellste Technik in Form von... [mehr]

Western Digital Black SSD mit 512 GB und NVMe im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/WD-BLACK-SSD-NVME/TEASER

Die auf Farben bezogene Namensgebung von Western Digital unterscheidet im Wesentlichen zwischen drei Varianten: Grün für besonders sparsame, günstige und meistens auch etwas langsamere Laufwerke, blau für den Mainstream-Markt und schwarz für die schnellsten Laufwerke, die Western Digital... [mehr]