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OCZ veröffentlicht HDD/SSD-Kombi-Karte RevoDrive Hybrid mit 1 TB

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oczDer Speicherspezialist OCZ Technology hat eine bereits auf der Computex 2011 gezeigte Erweiterung seiner RevoDrive-Reihe offiziell vorgestellt. Die RevoDrive-Hybrid-Karte wird wie die reinen SSD-Varianten ebenfalls über PCI Express angebunden (Hardwareluxx-Test), dabei jedoch eine Mischung aus normaler Festplatte mit Magnetscheiben und einer schnellen SSD aus Flashbausteinen darstellen. OCZ verbaut hierfür eine 2,5 Zoll große Festplatte mit einem Terabyte Platz auf der Karte und kombiniert diese mit einer normalen PCI-Express-SSD mit 100 Gigabyte Speicher. So soll über eine Caching Software einerseits ausreichend und kostengünstiger Platz vorhanden sein und andererseits die Leistungswerte der andere RevoDrives erreicht werden.

Als Leistungswerte gibt OCZ eine Leserate von 910 MB/s und eine Schreibrate bis zu 810 MB/s an, was auch deutlich über den mit SATA III erreichbaren Werten liegt. Die Hybrid-SSD soll dabei bis zu 120.000 IOPS erreichen. Zum Einsatz werden dafür zwei Sandforce SF-2281 Controller kommen, die über einen PCIe-x4-Anbindung verfügen. Allerdings sind dies nur realistische Werte, wenn die Daten bereits im Cache liegen. Dieser ist im Gegensatz zu anderen Hybrid-Platten zumindest deutlich größer und könnte ein Grundproblem solcher Lösungen deutlich abschwächen. Wie üblich soll über Analyse des Nutzungsverhalten und der -häufigkeit die Daten auf der SSD landen, die davon am meisten profitieren. Im Falle des RevoDrive Hybrid passen Betriebssystem und diverse andere Daten locker in den SSD-Teil, während andere Lösungen wie die Seagate Momentus XT mit teils nur 4 Gigabyte Cache hier deutlich im Nachteil waren.

RevoDriveHybrid_hwl

Der HDD-Teil besteht aus einer handelsüblichen 2,5 Zoll großen Festplatte, die mit 5400 Umdrehungen aufwarten kann. Der Hersteller ist derzeit nicht bekannt. Die Flashbausteine werden 25-nm-Chips sein. Die komplette Karte soll in Ruhe 8,1 Watt, bei Aktivität 10 Watt verbrauchen, was leicht über den Werten der reinen Flash-Laufwerke liegt. Als Preis nennt OCZ eine unverbindliche Preisempfehlung von 499,99 US-Dollar. Im Vergleich zu SSD mit einem Terabyte sicherlich günstig, aber auch teurer im Vergleich zum Kauf von zwei getrennten Laufwerken. Hier wird sich im Alltag zeigen müssen, ob die Nachteile der bisherigen Caching-Lösungen tatsächlich von OCZ gelöst wurden.

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Kommentare (6)

#1
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Kapitänleutnant
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Wenn das Caching wirklich gut gelöst wurde sicher eine interessante Karte. Für Heimanwender wäre ev. eine kleinere Variante interesant, sagen wir 60GB SSD + 1TB HDD
#2
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Naja, ich bin da sehr skeptisch ob sich dieser "Verbund" in der Praxis wirklich so bewährt wie vom Hersteller (natürlich) angepriesen. Wenn nicht, ist es nur ein teurer Marketinggag aus einer 100GB SSD + 1TB Festplatte mit "nur" 5400rpm.
#3
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der preis ist zudem unverschämt.
Ne Revo 3 100 GB bekommt man für 290€ + 70€ für ne 1TB 2,5" HDD... 140€ für was?
#4
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Bootsmann
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Naja, sind ja Dollar. Denk dass sich der Preis später dann bei so 350.- einpendeln wird. Nichtsdestotrotz find ichs auch teuer, genauso die Revo. Für das Geld kann man sich fast schon 2 SSDs, Z68 Board und HDD kaufen, damit hätte man dann auch sicherlich die besser Leistung. OCZ verbaut da immer so billig Raid Chips ala Silicon Image drauf die nichts taugen. Klar für Leute mit bestehendem System, an und für sich ne gute Lösung, aber schade dass fast nur OCZ solche Lösungen für den Consumermarkt raus bringt.
Desweiteren ist dieser Weg immer noch fragwürdig, denn die meisten Consumer haben wohl kaum große Datenmengen (Media) die von den Vorteilen einer SSD bzw eines Caches profitieren. Für das Geld bekommt man ne große SSD, bleibt eben ein Nischenprodukt.
#5
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Obergefreiter
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Der Preis, ok ist schon sehr teuer. Aber was ist mit den Signalwegen die ja auf ein kleinstes minimum geduziert sind keine Sata-Kabel und so? Ich denke mal das dies Variante der Kombination entweder was für Firmen ist oder aber wenn die Nachfrage im Consumerbereich doch groß genug ist auch der preis dann sich schnell anpassen würde.
#6
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Vizeadmiral
Beiträge: 7581
Ich sehe in diesen Hybrid-Karten eigentlich nur Nachteile:

a.) überzogener Preis
b.) duplizierung der Ausfallwahrscheinlichkeit, da HDD + SSD untereinander synchronisieren
c.) Wegfall eines wichtigen PCIe x4 Steckplatzes

edit @ MargeSimpson: Was nutzt dir die Minimierung der "Signalwege", wenn a.) der Controller nur Standard ist und b.) du die Motorleistung eines Ferrari (SSD) mit der eines Fiat Bambino (HDD) paarst und das zum Preis eines getunten Bugatti?! Firmen geht es vorangig um Ausfallsicherheit und nicht um "Storageexperimente", da dürften diese Karten sofort durchfallen. ;)

Außerdem, welchen Interessentenkreis sollen diese Karten wirklich ansprechen?
- Firmen? Nö, bestimmt nicht. Die setzen eher auf Office-Komponenten mit bewährten Storage bei hoher Ausfallsicherheit.
- 08/15-Homeuser? Nö, weil zu teuer.
- Highend-Gamer Enthusiasten mit zuviel Taschengeld? Ok, da gäbs eventuell einen verschwindend kleinen Markt dafür.

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