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DARPA lässt Mensch-Maschine-Schnittstelle entwickeln

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Die Forschungsagentur des US-Militärs DARPA hat einen weiteren, wenn auch kleinen Schritt in Richtung der Verdrahtung des menschlichen Gehirns mit Rechnern gemacht. Forschungsaufträge für das Neural Engineering System Design Program wurden nun an fünf Institutionen und eine Firma vergeben.

Die Brown University, Columbia University, University of California, Berkeley, die Fondation Voir et Entendre, das John B. Pierce Laboratory und das Unternehmen Paradromics haben Teams gebildet, um eine neuronale Schnittstelle zu entwickeln, das zunächst mit einer Millionen Neuronen interagieren kann. Dies sei zwar ein hohes Ziel, so der NESD Direktor Philip Alvelda, das menschliche Gehirn bestehe allerdings aus 86 Milliarden Neuronen.

Vier Institutionen sollen an der Sicht arbeiten, zwei werden sich mit Gehör und Sprache befassen. Am Ende soll eine hochauflösende neuronale Schnittstelle entstehen, die DARPA sieht Therapien für Menschen mit sensorischen Störungen als eine zukünftige Anwendung.

Im ersten Jahr des Programms soll der Fokus auf Hard- und Software sowie auf Neurowissenschaft liegen. Fortschritte in den drei Bereichen sollen an Tieren und Zellkulturen getestet werden. Die zweite Phase soll weitere Basisforschung umfassen, in Verbindung mit der Minitiarisierung und Integration von Technologien.

Zudem sollen regulatorische Hürden genommen werden, durch die Kooperation mit der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde Food and Drug Administration (FDA). Schließlich muss eine zukünftige Schnittstelle nicht nur für Menschen sicher sein, auch auf Fragen hinsichtlich der Datensicherheit und Gerätekompatibilität müssen Antworten gefunden werden. DARPA nimmt auch hier die Hilfe von Medizinethikern in Anspruch.

Eine Übersicht der verschiedenen Forschungsprojekte an den verschiedenen Institutionen kann einem Factsheet der DARPA entnommen werden, das hier aufgerufen werden kann.

Die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) hatte das NESD-Programm im Januar des letzten Jahres angekündigt. Die Anwendung einer Mensch-Maschine Schnittstelle wird nicht nur auf das medizinische Gebiet limitiert sein, vielmehr dürfte die militärische Anwendung ebenfalls im Blickpunkt der DARPA stehen.

Es dürften allerdings noch einige Jahre vergehen, bis Konsolen-Cowboys sich direkt in den Cyberspace einklinken, wie es William Gibson in seinem bahnbrechenden Roman "Neuromancer" im Jahr 1984 erstmal formulierte.

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Kommentare (7)

#1
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Registriert seit: 08.05.2006
Oberbayern
Vizeadmiral
Beiträge: 6330
Erinnert mich iewie an eXistenZ
#2
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Registriert seit: 18.12.2012

Hauptgefreiter
Beiträge: 233
Wird im auch im Buch "Homo Deus" erläutert, wo so etwas hinführt.
Mir gefällt so eine Welt à la ghost in the shell und co. nicht.
#3
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12471
Lol.. Angst vor den neuen Möglichkeiten hat seit der Zeit der Aufklärung zum Glück den Fortschritt nicht mehr aufhalten können ;)
#4
Registriert seit: 10.03.2005

Kapitänleutnant
Beiträge: 1572
zum gluck hat seit der Aufklärung der Fortschritt nur gutes gebracht
#5
Registriert seit: 09.10.2013

Matrose
Beiträge: 9
Zitat
DARPA nimmt auch hier die Hilfe von Medizinethikern in Anspruch.


Dann bin ich ja beruhigt und kann in Ruhe weiterschlafen.
#6
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12471
Zitat Chasaai;25674865
zum gluck hat seit der Aufklärung der Fortschritt nur gutes gebracht

Unterm Strich eindeutig Ja. Selbst militärische Erfindungen haben recht bald ihren Weg in die Zivilgesellschaft gefunden (Atomkraft, Verschlüsselunsgtechnologie, dezentrale Netzwerke usw.).
#7
Registriert seit: 13.09.2008
Oben uff'm Speischer
Kapitän zur See
Beiträge: 3155
Es ist eine etwas beunruhigende Technologie, das stimmt schon, aber in der näheren Zukunft kann sie vielen Menschen mit sensorischen Behinderungen helfen... und in etwas fernerer Zukunft wird sie wohl generell notwendig sein. Der Mensch an sich kann zwar extrem schnell Informationen aufnehmen und verarbeiten, aber sie nur extrem langsam wieder abgeben - ein kritischer Nachteil in einer Welt, in der alles immer schneller und schneller läuft. Wenn uns Maschinen nicht komplett ersetzen sollen, dann müssen Menschen Wege finden, mit Maschinen mitzuhalten.

Eine gute (und sehr ausführliche) Abhandlung dazu gibt's auf WaitButWhy (Englisch). Neuralink and the Brains Magical Future - Wait But Why
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