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Volkswagen nutzt in Zukunft Tesla-Produkte

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Wie Volkswagen bekannt gab, sollen Teslas “Powerpack-Batteriespeicher” in Zukunft an mehr als 100 seiner Electrify-America-Ladestationen in den Vereinigten Staaten von Amerika eingesetzt werden. Diese sollen im Laufe des Jahres 2019 in Regionen, in denen es zu einer hohen Konzentration von Elektrofahrzeug-Besitzern kommt, installiert werden. Laut Aussagen des Autobauers betrifft dies hauptsächlich die Westküste der USA.

Die Tesla-Powerpacks beziehen ihren Strom außerhalb der Stoßzeiten und speichern diesen für eine spätere Verwendung. Dadurch wird es ermöglicht, dass die Ladestationen mit der Nachfrage Schritt halten können. Gleichzeitig wird vermieden, dass die Preise in den Spitzenzeiten erhöht werden müssen. Die an den Electrify-America-Ladestationen verwendeten Powerpacks haben eine Kapazität von 350 kWh und können mit bis zu 210 kW aufgeladen werden.

“Electrify America” wurde 2017 als Antwort auf den Volkswagen-Diesel-Skandal gegründet. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, das Ladesäulennetzwerk für Elektroautos in den USA über einen Zeitraum von zehn Jahren zu etablieren. Derzeit betreibt “Electrify America” fast 500 Stationen in den ganzen Vereinigten Staaten, darunter die ersten 350-kW-Ladegeräte in Kalifornien. Aufgrund des massiven Wachstums von “Electrify America” kam es im letzten Monat zu Schwierigkeiten, als ein Kurzschluss das Unternehmen veranlasste, einige seiner Hochleistungsstationen abzuschalten. Das Problem wurde einige Tage später allerdings behoben und die Ladestationen sind seither wieder online.

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Kommentare (30)

#21
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Zitat timo82;26786659
1. wir haben keinen Strom aus 100% regenerativer Energie.
2. Wenn es so wäre, müsste man keinen überschüssigen Strom speichern.[...]

Natürlich haben wir noch keine 100% Strom aus regenerativen Quellen. Aber um da hin zu kommen müssen wir in der Lage sein, den Strom zu speichern, wenn er anfällt und nicht in gleichem Maße verbraucht wird. Sonst haben wir dann nämlich keinen Strom, wenn es mal bedeckt ist oder kein Wind weht.
#22
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Beiträge: 1459
@timo82 Die meisten Kraftwerke lassen sich nicht schnell genug regeln, deswegen brauchen wir Zwischenspeicher. Effizient ist das ständige rauf- und runterregeln zudem auch nicht, weswegen es mehr Sinn macht die überschüssige Energie für später zu speichern. Bisher werden dafür Pumpspeicher-Werke genutzt, oder man verschenkt den Strom ins Ausland.

Stell dir erst mal vor was passiert, wenn wir Fusionsreaktoren zum laufen bekämen, die lassen sich nämlich gar nicht regeln sondern haben einen konstanten Output. In dem Fall bräuchten wir dann ein hundertfaches der heutigen Zwischenspeichern.
#23
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Zitat Mondrial;26786693
Natürlich haben wir noch keine 100% Strom aus regenerativen Quellen.


Wow, du stimmst mir zu :D
Ich bin ja völlig dafür, Strom zu 100% regenerativ herzustellen.
Aber solange die Grundlast nicht regenerativ gedeckt wird und die Spitzenlast regenerativ gedeckt wird, wird das nichts.
Weiter verschwenden wir regenerative Energie, weil wir sie nicht abnehmen (Windkraftwerk aus, da der Strom nicht gebraucht wird bzw. durch mehrfache Wandlungsverluste wie hier: regnerativ -> Tesla Powerpack -> Akku im Auto -> Kinetik).

Man muss das komplette System überdenken und die regenerative Energie direkt nutzen. Nicht regenerative Energie sollte für unerwartete Spitzen bzw. Zeiten, in denen keine regenerative Energie da ist, genutzt werden.
Wenn wir dann mal in die Situation kommen, dass wir gar keine nicht regenerative Energie erzeugen und die regenerativen Energien mehr Strom bringen, als abgenommen wird, dann sind Akkus zum Puffern sinnvoll.
#24
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Zitat timo82;26786714
[...]Wenn wir dann mal in die Situation kommen, dass wir gar keine nicht regenerative Energie erzeugen und die regenerativen Energien mehr Strom bringen, als abgenommen wird, dann sind Akkus zum Puffern sinnvoll.

Nein, um zu 100% auf regenerative Quellen umsteigen zu können, bedarf es weit größeren Speichermöglichkeiten als bisher vorhanden. Akkus können dazu ganz gut beitragen.
#25
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Zitat Mondrial;26786725
Nein, um zu 100% auf regenerative Quellen umsteigen zu können, bedarf es weit größeren Speichermöglichkeiten als bisher vorhanden. Akkus können dazu ganz gut beitragen.


Hypothetische Zukunft:

Und nun stelle sich einer vor, wir haben statt 45 Millionen PKW Verbrenner die selbe Anzahl an Elektroautos....

Diese hängen überall an Ladestationen/Steckdosen und sind über das Internet/mobilfunk vernetzt....

45 millionen X 60kWh Akku = 2.7 Milliarden kWh NUTZBARER Speicher

Bei 1,6 Milliarden kWh verbrauch pro Tag, könnten jegliche Lastspitzen, Unter und Überproduktion abgefangen werden....

Und hier reden wir zum abfangen von Lastspitzen und nicht kompletten akku laden/entladen!!!!

Knapp realistisches beispiel von 50% angesteckten autos (weil manche fahren oder sind nicht am netz blabla)

Wenn z.b. 30 minuten überbrückt werden müssten, dann entspricht das "etwa" 33 Millionen kWh / 20 Millionen pkw = 1,65kWh die jedes angesteckte Auto abgeben würde.....

Alles sowas vom im rechnerisch MACHBAREN bereich.....

Man muss nur mal die Eier und etwas zukunftsvision haben und nicht immer nur "geht nicht"... Geht alles....

Und selbst wenn jedem Auto vielleicht 3 Stunden saft gezogen wird die rumstehen, dann sind das 9kwh pro Auto, programmiert man einen minimum % satz ins Auto den man z.b. braucht, juckt das keine Sau ;)
Man macht es noch attraktiver, indem entnahme etwas mehr vergütet wird wie abnahme und schon macht eh jeder mit ;)

*zusatz*
Und riesen Stromtrassen bräuchten wir dann auch nicht mehr, weil wir so ein Lastmanagement haben, dass sich auf Millionen minikraftwerke verteilt in absoluter Nähe :)
Dadurch auch viel weniger Leitungsverluste, umspannwerke oder Großkraftwerke nötig... achja....Könnte alles einfach sein wenn der Lobbyismus nicht wäre... ;)


Naja.... genug geträumt :D
#26
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Kapitän zur See
Beiträge: 3272
Zitat timo82;26786283
Es wird also Strom produziert, den man zum Produktionszeitpunkt nicht braucht.
Den Strom speichert man dann (in Tesla Powerpacks) zur späteren Verwendung.
Die spätere Verwendung ist dann das Laden von Elektroautos.
In den Elektroautos speichert man die Energie im Akku zur späteren Verwendung.
Die spätere Verwendung ist dann das Fahren des Autos.


Zitat timo82;26786425
Es kann nicht sinnvoll sein, Energie mehrmals (verlustbehaftet) für die spätere Verwendung zu speichern.


Gut, du bist zwar wegen früheren Unsinns auf meiner Ignore, aber auf der Arbeit bin ich nicht eingeloggt und habs auch noch gelesen. Damit hat dieser hanebüchene Unsinn mehr Aufmerksamkeit bekommen als ihm zusteht, aber wenn ich meine Gedanken dazu niedertippe, haben wenigstens andere noch was von.

Also, mit dieser Aussage hast du nicht nur, wie andere netterweise schon angemerkt haben, die komplette Solar- und Windbranche (samt Pumpspeichern) auf alle Ewigkeit aus unserem Energiemix geschmissen, was dir schon hätte zu Denken geben müssen. Nein, es kommt besser: Damit ist auch Benzin, Diesel, Kerosin, Heizöl und wie das fossile Zeug nun so heißt ebenfalls erledigt. Denn das läuft von der Raffinerie in Großlager, in lokale Lager und wird dann weiter verteilt. Da sind zwar die direkten stofflichen Verluste (außer vielleicht beim Benzinkanister) vernachlässigbar, aber man wendet Energie auf, um das Zeug von A nach B zu karren und dort wieder einzulagern. Da laufen ständig irgendwelche Motoren zwecks Fortbewegung und zum Pumpen, die entweder direkt Sprit verbraten oder über den Umweg Strom ebenfalls Benzinäquivalent verheizen.

Zitat Bzzz
Es wird also Benzin produziert, den man zum Produktionszeitpunkt nicht braucht.
Dieses Benzin speichert man dann (im Tanklager, d.h. ggf. schon nach der Verteilung per Pipeline) zur späteren Verwendung.
Die spätere Verwendung ist dann das Auffüllen des Tanklasters.
Im Tanklaster speichert man das Benzin zur späteren Verwendung.
Die spätere Verwendung ist dann das Auffüllen der Tankstelle.
In der Tankstelle speichert man das Benzin im Erdtank zur späteren Verwendung.
Die spätere Verwendung ist dann das Auffüllen des Autotanks.
Im Tank des Autos speichert man das Benzin zur späteren Verwendung.
Die spätere Verwendung ist dann das Fahren des Autos.


Zitat Bzzz
Es kann nicht sinnvoll sein, Benzin mehrmals für die spätere Verwendung umzupumpen.


Merkste was?

Noch zu den Ladeverlusten: Reale Tesla-Akkus haben einen Peukert-Exponent von unter 1,04 oder Ladeeffizienzen von besser 95% bei 20-120kW bzw. 0,2-1,5C. Die im Artikel genannten Klötze haben mit 350kWh das Vierfache dieser Akkus, müssen für die gleiche Lade-/Entladeleistung also nur ein Viertel des Stromes je Zelle tragen, was die Bilanz sicher nicht verschlechtert.

Mal so zur Einschätzung: Supercharger oder VW-Adaption, angeschlossen mit dreiphasig 480V/160A = 135kW vom 50m entfernt stehenden Trafohäuschen mit Mittelspannungsanbindung. 800kWh Abgabe pro Tag, also 16 eTron-Akkus halbvoll pumpen. Legt man das in 95² in Kupfer hat man ein halbes Prozent Spannungsabfall (imho gütig in Sachen Länge, Querschnitt und Material angesetzt, normal nimmt man bis 3% in Kauf) = 700W Verlustleistung während der Druckbetankung. Das sind am Tag 4kWh, also ein halbes Prozent rein durch die letzten 50m Kabel, die halt fette Ströme tragen müssen. Gibt man dem nun nur den halben Strom durch die Zuleitung aber einen lokalen Batteriepuffer dazu, so halbiert man auch die Leitungsverluste (1/4 Verlust bei doppelter Zeit). Lädt dann einer volle Pulle, kommt die Hälfte aus der Leitung und die Hälfte aus dem Akku. 66kW aus nem 350kW-Pack, das lächelt da ja nur müde. Sagen wir 2% Entladeverluste und Beitrag 50% zur Ladung....mit den Einsparungen auf Mittelspannungsebene ist das Teil kurz vor verbrauchsneutral, aber man hat hier einen stabilisierend einsetzbaren, hoch leistungsfähigen Speicher, den man obendrein mit geschicktem Management mit überschüssigem Zappelstrom günstigst füllen kann. Außer dass man wahrscheinlich neue statt gebrauchte Zellen reinpacken wird find ich kein Argument gegen einen solchen Speicher...?
#27
Registriert seit: 09.01.2013

Stabsgefreiter
Beiträge: 276
480V sind in Deutschland nicht gängig.
#28
Registriert seit: 13.06.2006
Würzburg
Kapitän zur See
Beiträge: 3272
Schnelllader sind in Deutschland nicht gängig.
800V(+x) wie Porsche sie brauchen wird sind in Deutschland nicht gängig.
Tesla ist keine deutsche Firma...

Supercharger in Deutschland TFF
#29
Registriert seit: 09.01.2013

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Beiträge: 276
Genau!

Das mit dem Benzin hin und her fahren hast gut erklärt :D
#30
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Kapitän zur See
Beiträge: 3130
Der einzige Grund, warum die das wirklich Nachts machen ist, dass es für Sie günstiger ist. Kostenoptimierung muss halt nach außen hin begründet werden. Und da wird doch am liebsten die "WirMachenDasAllesNurFürDieKunden" Keule geschwungen. Alsob die von VW oder Tesla oder dergleichen sich mit ihren Teams zusammensetzen mit dem Tagesziel:

"Wie tun wir unseren treuen Kunden einen Gefallen?"

Zugegeben, ich würde es genauso machen, wenn ich so ein Unternehmen hätte. Man muss doch die Aktionäre und Investoren bei Laune halten:rolleyes:
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