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Tesla in Q2: Umsatz verdoppelt und Trendwende in Sicht

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tesla motors

Umsatz verdoppelt und die Auslieferungen deutlich gesteigert: Im zweiten Quartal 2017 konnte Tesla in wichtigen Punkten Verbesserungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielen. Das sorgt am Ende dafür, dass sich trotz ebenfalls gestiegenen Verlustes eine Trendwende andeutet. Aber ausgerechnet das Model 3 könnte für den Autobauer zu einem kleineren Problem werden.

Denn seit der Launch-Veranstaltung am 28. Juli sind nach eigenen Angaben jeden Tag mehr als 1.800 Reservierungen eingegangen. Hält dies längere Zeit an, dürfte sich die Wartezeit, die ohnehin derzeit schon bis zu etwa einem Jahr beträgt, weiter verlängern und am Ende zu Unmut führen. Noch steht das aber nicht fest. Immerhin haben Kunden weiterhin keinen Zugriff auf Konfigurationen und der Produktionsstart des Grundmodells steht ebenfalls noch aus. Vorerst will Tesla sich auf eine Premiumvariante mit größerem Akku und diverse Extras beschränken, der Preis liegt entsprechend bei 49.000 US-Dollar und hat wenig mit den 35.000 US-Dollar für die Basis zu tun.

Noch ist man aber weit davon entfernt, 40.000 und mehr Fahrzeuge pro Monat zu fertigen - erst irgendwann im kommenden Jahr soll dieser Punkt erreicht werden. Entsprechend begnügt Tesla sich derzeit damit, das Positive im derzeit möglichen nach vorne zu stellen. So konnten im zweiten Quartal 25.708 Fahrzeuge produziert werden, was einem Plus von 40 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Ausgeliefert wurden allerdings nur 22.026 Exemplare. Die Differenz erklärt man unter anderem mit Ausstellungs- und Vorführwagen.

Der Produktionssprung hatte natürlich Auswirkungen auf den Umsatz im zweiten Quartal. Insgesamt stieg der um 119 % von 1,3 auf 2,8 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen 2,3 Milliarden US-Dollar (82 %) auf die Auto-Sparte, der Rest hingegen auf das Geschäft mit Batterien, Solaranlagen und Dienstleistungen.

Die Umsatzkosten innerhalb der Auto-Sparte stiegen im gleichen Zeitraum allerdings weniger stark, hier lag der Zuwachs nur bei 81 %. Allerdings musste in den beiden anderen Bereichen deutlich mehr Geld ausgegeben werden, so dass die gesamten Umsatzkosten um 113 % zunahmen. Aber: Der operative Verlust blieb mit knapp 241 Millionen US-Dollar stabil (+1 %) und der Netto-Verlust stieg nur um 36 % auf 401 Millionen US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit einem deutlich höheren Fehlbetrag gerechnet.

Abzuwarten bleibt, wie Tesla mit der Kritik seitens Teilen der Belegschaft umgeht. Wie Spiegel Online berichtet, verlangt eine nicht genannte Zahl an Mitarbeitern mehr Transparenz in Bezug auf Gehaltsentwicklung, Aufstiegschancen und Arbeitsschutzmaßnahmen. Gerade letztere standen in den letzten Monaten mehrfach im Mittelpunkt, da die Zahl der Arbeitsunfälle spürbar höher als im Branchenschnitt sein soll. Weiterhin heißt es, dass die Bezahlung vergleichsweise gering ausfalle. Im Schnitt würden Autobauer in den USA mehr als 25 US-Dollar pro Stunden zahlen, Neulinge bekämen bei Tesla hingegen nur 18 US-Dollar.

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