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MOIA: VW startet Mobilitätsdienstleister

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moiaDie Zukunft des Individualverkehrs sieht mittelfristig nicht nur neue Antriebskonzepte vor. Auch die Zahl der Fahrzeuge wird Experten zufolge zurückgehen - ein Trend, der sich schon jetzt bei jungen Leuten in Großstädten beobachten lässt. Kein Wunder also, dass die Automobil-Hersteller auf der Suche nach neuen Einnahmequellen sind, um die zu erwartenden Rückgänge im klassischen Geschäft zu kompensieren. Bei VW soll dies unter anderem mit MOIA gelingen.

Dahinter verbirgt sich der bereits vor einigen Wochen angekündigte Mobilitätsdienstleister, der als neues eigenständiges Unternehmen unter dem Dach des VW-Konzern an den Start geht. Beheimatet ist MOIA in Berlin, zunächst mit etwa 50 Mitarbeitern. Bis Ende 2017 soll die Zahl aber stark zulegen, hier setzt man auf den Standortvorteil, den die Hauptstadt in Hinblick auf Startup-Kultur und ähnliches besitzt.

Wichtig für MOIA soll aber auch Hamburg werden. Denn in der Hansestadt will man mit als erstes seine Dienste anbieten, eine Partnerschaft wurde bereits im Herbst beschlossen. Das Ziel: „Die urbane Mobilität umweltschonender, sicherer, verlässlicher und effizienter“ gestalten. Die gewonnenen Erfahrungen will man dann für Projekte in anderen europäischen Städten nutzen, konkrete Planungen für die Expansionen nennt man aber noch nicht.

Allerdings wird das MOIA-Angebot zumindest zu Beginn sehr übersichtlich ausfallen. Zunächst wird lediglich das sogenannte Ride Hailing per App möglich sein. Hierfür greift die VW-Tochter auf auf die bereits existierende Zusammenarbeit mit dem israelischen Uber-Konkurrenten Gett zurück, der seinerseits nach Europa expandieren will; entsprechend Anteile an Gett sicherten sich Wolfsburger bereits im Frühjahr. In welchen Punkten man sich dabei von den direkten Mitbewerbern abheben will, ist noch weitestgehend unbekannt. Mitgeteilt hat man bislang nur, dass die Preise unabhängig von der Uhrzeit gleichbleiben sollen.

Im zweiten Schritt soll dann das Connected Commuting - auch als Pooling bezeichnet - folgen. Dahinter verbirgt sich die Idee, dass die geplante Strecke vom Start bis zum Ziel durch den bestmöglichen Einsatz von Individual- und öffentlichen Verkehr so effizient wie möglich gestaltet wird. Das kann das Koordinieren von Fahrgemeinschaften ebenso beinhalten wie die Nutzung von Carsharing-Angeboten.

Zwar arbeitet MOIA als unabhängige Konzerntochter, soll jedoch die bereits vorhandene VW-Infrastruktur nutzen können. Im Gegenzug soll sich an den Zielen der anderen Konzernmarken nichts ändern, auch diese arbeiten teilweise bereits an Mobilitätsdienstleistungen. Gleiches gilt auch für andere Hersteller. So ist Daimler bereits seit geraumer Zeit mit seiner Tochter Moovel aktiv, unter deren Dach man unter anderem mytaxi und Car2Go versammelt hat, aber auch Anbieter von öffentlichen Verkehren wie die Deutsche Bahn oder den HVV. Einen etwas anderen Ansatz wählt Ford mit FordPass, hier stehen die eigenen Fahrzeuge deutlicher im Vordergrund. Über die Plattform können Mitfahr- oder Transportdienstleistungen gesucht und gebucht werden, aber auch Carsharing ist möglich.

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