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600 km Reichweite: Tesla stellt Model X und Model S mit 100-kWh-Akku vor

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Bereits vor einigen Tagen tauchten entsprechende Einträge bei den Zulassungsbehörden in den Niederlanden auf, nun hat Tesla das Model X und Model S mit größerem Akku offiziell vorgestellt. Neben dem größeren Akku nennt Tesla aber auch noch einige weitere Neuigkeiten, wie eine stärkere Beschleunigung sowie eine bessere Innenausstattung.

Der größere Akku führt natürlich zunächst einmal zu einer größeren Reichweite. Nominell erreichen die Fahrzeuge bei einer um 10 % höheren Akkukapazität von nun 100 kWh eine ebenso verbesserte Reichweite. Im Vergleich zum 90D des Model S geht es für den P100D hier von 294 herauf auf 315 Meilen oder von 473 auf 506 km, was einer Steigerung von 7 Prozent entspricht. Gemessen werden diese Werte in den USA im EPA-Standard. Nach dem europäischen Messstandard NEFZ sollen es sogar bis zu 613 km sein. Beim Model X geht es von einer Reichweite von 250 Meilen nun 289 Meilen weit, was rund 400 bzw. 465 km entspricht. Nach hierzulande gültigen Messstandards entspricht die Reichweite 542 km.

Tesla Model S P100D
Tesla Model S P100D

Die Option auf den größeren Akku ist an den Kauf der jeweiligen Performance-Variante mit Allradantrieb und Ludicrous-Mode gekoppelt. In diesem kann Tesla mit dem größeren Akku auch die Beschleunigung verbessern. Für das Model S geht es nun in 2,5 s von 0 auf 100 km/h – zuvor waren es 3 s. Beim Model X erfolgt die gleiche Beschleunigung in 2,9 s, wo es zuvor noch 3,7 s dauerte. Mit den 2,5 s des Modell S P100D gibt es nur noch wenige Autos mit Straßenzulassung die schneller sind. Ein Ferrari LaFerrari oder der Porsche 918 Spyder sind zwei Beispiele, kosten aber mehrere hunderttausend Euro bzw. mehr als eine Million.

Neben dem größeren Akku hat Tesla auch Veränderungen beim Kabelbaum vorgenommen, um diese Leistungssteigerung zu erreichen. Der Akku selbst stellt einen großen Schritt bei der Packdichte einer solchen Kapazität dar – so Tesla. Außerdem habe man die Kühlung noch einmal deutlich überarbeiten müssen. Die Performance-Sitze des Model X sind im Zuge der heutigen Neuvorstellung nun auch im Model S verfügbar.

Der größere Akku hat natürlich seinen Preis. Kostet das Model X P90D 102.600 US-Dollar, müssen für das Model X P100D 122.600 US-Dollar berappt werden. Beim Model S kostet das Modell mit der höchsten Reichweite 121.500 US-Dollar, während das Model S P90D für 101.500 US-Dollar zu haben ist. Wer bereits eines der beiden Modelle in P90D bestellt, die Auslieferung aber noch nicht erhalten hat, kann für 10.000 US-Dollar auf den größeren Akku wechseln. Wer bereits einen P90D besitzt, zahlt 20.000 US-Dollar für den größeren Akku und kann diesen austauschen lassen. Preise in Euro sind bisher nicht bekannt.

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Kommentare (3)

#1
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Registriert seit: 22.06.2013
Berlin
Stabsgefreiter
Beiträge: 389
Preis für EU sei 150 000€ habe ich woanders gelesen. Der Autohändler und das Zoll-/Finanzamt wollen ja auch noch ihren Teil.
Nach Recherchen haben die Teslas wohl schlicht 7000-8000 18x50 Batteriemodule im Boden.
Was ich allerdings nicht ganz verstehe ist der Preis. Denn solche Akkus werden in China für 1-2 $ angeboten. Siehe Alibaba "li-ion 18650". Da kommen die auch garantiert her. Vermutlich ist der Preis noch weit tiefer, wenn jemand wie Tesla über Stückzahlen im Millionenbereich verhandelt.
Kann mir daher gut vorstellen das Tesla im Moduleinkauf mit 5000$ auskommt. Die weitere, gewöhnliche Hardware (Karosserie, Elektromotoren, Fahrwerk etc.) kann man vermutlich locker für 20-30000$ fertigen.
Angeblich macht Tesla offiziell ja noch keine Gewinne. Tatsächlich finanziert der Verkauf aber wohl mitnichten nur die Produktion sondern auch den Ausbau als Unternehmen.
#2
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Registriert seit: 13.11.2009

Leutnant zur See
Beiträge: 1060
Tesla kauft die Batterien nicht extern ein sondern baut sie selbst, siehe Tesla Gigafactory. Dazu kommt das die billig 18650 Zellen erfahrungsgemäß nichts taugen. Habe mir selbst mal einige angebliche 3Ah noname China Zellen gekauft, komme im Schnitt auf 700mAh. Dazu werden die Akkus auch ordentlich belastet in Sachen Lade/Entladestrom und Zyklenfestigkeit.

Übrigens gibt Porsche für den 918 Spyder an das er 2,6 Sekunden auf 100km/h braucht, also mitnichten schneller als ein Tesla ist. Über 100km/h kann es natürlich anders aussehen. Gleiches gilt auch für den Ferrari LaFerrari, dieser wird mit ebenfalls 2,6 Sekunden auf 100km/h in diversen Testberichten angegeben. In unter 2,5 Sekunden schafft meines Wissens nach nur der Bugatti Chiron den Sprint.
#3
Registriert seit: 25.04.2010

Hauptgefreiter
Beiträge: 192
Auf der Rennstrecke sind halt noch viel mehr Sachen wichtig als die 0-100 Beschleunigung.

Klar wird das immer gern als Maßstab für ein schnelles Auto genommen, aber ist halt so als würde man sagen der bessere Fußballspieler ist der, der schneller läuft.
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