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Das Lenovo Yoga Book ist nichts für Vieltipper

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lenovo 2015Lenovo hat mit dem Yoga Book sicherlich eines der interessantesten Produkte der diesjährigen IFA vorgestellt. Nach dem offiziellen Launch am Mittwoch hatten wir heute die Möglichkeit, uns ausführlicher mit dem kleinen Tablet auseinanderzusetzen.

Die prinzipielle Einordnung des neuen Yoga Book fällt zunächst etwas schwer, denn im Grunde genommen handelt es sich weder um ein „echtes“ Tablet, noch um ein Notebook. Lenovo setzt beim Yoga Book auf seine bekannten 360-Grad-Scharniere, die es ermöglichen, das Display rund um die Baseunit zu rotieren. Da beide Einheiten beim Yoga Book sehr flach sind (zusammen unter 1 cm) und auch das Gewicht mit knapp 700 g nicht allzu hoch ist, bietet das Yoga Book durchaus Tablet-Feeling. Wird das Display dann rotiert, kommt aber keine Tastatur zum Vorschein, sondern ein zweiter Touchscreen. Lenovo verbaut allerdings kein vollwertiges zweites Display, so wie dies Toshiba vor einigen Jahren schon einmal versucht hat, sondern geht mit einer touch-sensitiven Oberfläche einen etwas anderen Weg.

Einerseits lässt sich eine Tastatur einblenden, die allerdings fix vorgegeben ist und nicht verändert werden kann. Zwar setzt Lenovo auf eine leicht angeraute Oberfläche und ein Vibrationsfeedback beim Tippen, an eine echte Tastatur reicht die Lösung des Yoga Books aber nicht heran. Um einen kurzen Text zwischendurch zu tippen reicht das Gebotene vielleicht aus, für mehr aber auch nicht. Daher ist es vielleicht ganz praktisch, dass Lenovo die Backspace-Taste gleich in doppelter Größe ausführt.

Deutlich interessanter ist das Yoga Book unseres Erachtens daher für Anwender, die auf der Suche nach einem digitalen Notizblock sind. Wird ein Blatt Papier auf die zweite Seite des Yoga Book gelegt, kann dort ganz normal geschrieben werden, während die Notiz oder Zeichnung gleichzeitig digital erstellt wird. Der Stift arbeitet ohne Batterien. Dies klappte in unseren Versuchen hervorragend, sodass an dieser Stelle ein echter Mehrwert geboten wird.

Keine größeren Besonderheiten gibt es im Bereich der weiteren Hardware. Lenovo setzt auf ein Full-HD-Panel mit 10,1 Zoll, das auf der IPS-Technik basiert. Als Prozessor wiederum kommt ein Intel Atom zum Einsatz, der von 4 GB an RAM unterstützt wird. Der Flash-Speicher bringt es auf 64 GB, Lenovo setzt eine eMMC-Lösung.

Während Lenovo das Yoga Book nach eigenen Angaben anfänglich nur für Android konzipiert hat, wird es zum Marktstart auch eine Windows-10-Version geben. Preislich ist das Yoga Book mit rund 500 Euro für die Android-Version und 550 Euro für die Windows-Variante attraktiv aufgestellt, ob das neue Tablet am Ende aber interessant ist, hängt von der persönlichen Einstellung gegenüber Touch-Tastaturen ab.

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 19.02.2008

Oberbootsmann
Beiträge: 779
Warum wird ein solch innovatives Produkt - mit einer negativen Headline beschrieben. Es ist doch wohl ersichtlich, dass - wie auch im Artikel benannt - das Anwendungsgebiet ein anderes ist.
M.E.n. könnte es endlich(!) das analoge Notizbuch im Studium, Meetings, etc. ersetzen.

Es ist nicht für Vieltipper konzipiert - was auch immer Vieltipper sind...?!

Internationale Presse ist da deutlich positiver (zu recht).

The Verge

engadget
#2
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Registriert seit: 06.12.2009

Flottillenadmiral
Beiträge: 4134
Das sieht genau nach etwas aus was ich schon lange suche. Ein vernünftiger Ersatz für einen Block.

Mal schauen wie die Langzeit Erfahrungen aussehen.
#3
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11741
Interesantes Konzept wobei man allerdings bei jedem Gerät mit Digitizer (Surface Pro etc.) problemlos ein Papier auf den Bildschirm legen kann ohne dass der Stift Probleme bekommt.
D.h. hier ist nur der Vorteil dass man gleichzeitig Notizen machen und etwas (anderes) auf den Bildschirm sieht.
#4
Registriert seit: 30.08.2016

Matrose
Beiträge: 6
Ich denke, man sollte ohnehin nicht zu viel von Convertibles erwarten, was das Schreibgefühl angeht. Für Vielschreiber würde ich das keinem unbedingt empfehlen, ich denke aber, dass diese Anwender auch nicht die Zielgruppe der 2in1 Alleskönner sind. Bin auf jeden Fall sehr gespannt auf das Yoga Book und werde es mir im Mediamarkt sicherlich mal näher anschauen.
#5
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11741
Zitat redwhitepassion;24892248
Ich denke, man sollte ohnehin nicht zu viel von Convertibles erwarten, was das Schreibgefühl angeht. Für Vielschreiber würde ich das keinem unbedingt empfehlen, ich denke aber, dass diese Anwender auch nicht die Zielgruppe der 2in1 Alleskönner sind. Bin auf jeden Fall sehr gespannt auf das Yoga Book und werde es mir im Mediamarkt sicherlich mal näher anschauen.

Nunja, die Tasturen der 2in1 mit echten Tastaturen sind schon auf selbem Niveau wie "Ultrabooks". Ich tippe jedenfalls viel auf meinem SP4.
Natürlich, auf der heimischen mecha oder einem dicken Thinkpad tippt es sich besser.
#6
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Registriert seit: 03.10.2005
Rhein/Ruhr
Fregattenkapitän
Beiträge: 2770
Hatte das Surface Pro 3 und man konnte mit dem Type Cover definitiv anständig tippen. Mit Vieltipper sind dann wirklich Leute gedacht, die am Tag 10 Seiten Word in Schriftgröße 12 befüllen. Da ist auf Dauer eine "echte Tastatur" natürlich komfortabler.

Was aber eine "digitale Tastatur" angeht, bin ich mir unsicher. Die Bildschirmtastatur fande ich schon immer schrecklich, eben weil die Tasten nicht physikalisch sind, es fehlt eben das gewisse Gefühl dabei. Daher muss man sich wohl wirklich dran gewöhnen, wenn man das Yoga Book nutzen möchte. Und praktisch ist es bestimmt, allein wegen des Preises, für Studium und Co.

Finde das Konzept sehr geil. Nur immer schade, dass die ganzen Convertibles selten bis gar nicht mal in weiß/silbernem Design kommen...^^
#7
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Registriert seit: 03.10.2005
Rhein/Ruhr
Fregattenkapitän
Beiträge: 2770
Weiß jemand ob man ein beliebiges Blatt Papier bzw. dünnen Block auflegen kann? Ich denke ja mal, dass der mitgelieferte Block schnell aufgebraucht ist. Und kann man aufschreiben und je nach App wird die Schrift erkannt und in eine beliebige Schriftart umgewandelt?
#8
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11741
Zitat Darth Wayne;24907781
Weiß jemand ob man ein beliebiges Blatt Papier bzw. dünnen Block auflegen kann? Ich denke ja mal, dass der mitgelieferte Block schnell aufgebraucht ist. Und kann man aufschreiben und je nach App wird die Schrift erkannt und in eine beliebige Schriftart umgewandelt?

Ja, da ist Wacom tech drin, also ein herkömlicher Digitiger. Die Erkennung findet hinter der Oberfläche statt wodurch es egal ist, was dazwischen ist.
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