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Samsung Smart-TVs: Sammlung persönlicher Daten muss klarer erkennbar sein

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samsung tvOhne Internet-Anbindung lassen sich die meisten Smart-Funktion neuerer Fernseher kaum nutzen. In der Vergangenheit führte das schön öfter zu Streitereien zwischen Daten- und Verbraucherschützern auf der einen und Herstellern auf der anderen Seite. Vor dem Landgericht/Main konnten Samsung und die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nun jeweils einen Teilerfolg verbuchen.

Hintergrund des Verfahrens war die Klage seitens der Verbraucherschützer bezüglich der Sammlung und Weiterleitung personenbezogener und damit durchaus sensibler Daten. Schon während der Erstinbetriebnahme würden Smart-TVs des Unternehmens via Internet eine Verbindung zu dessen Servern aufbauen, bei der späteren Nutzung wiederhole sich dies. Grundsätzlich sei dies kein Problem, so die Verbraucherzentrale, im Falle Samsung sei dies aber für den Kunden überhaupt nicht erkennbar. Zwar sei ein entsprechender Passus in den AGB vorhanden, deren Aufbau und Länge sei aber völlig intransparent. Zudem müssten Nutzer der Übertragung erst zustimmen, so die Ansicht der Verbraucherzentrale.

Das Gericht gab den Forderungen aber nur in Teilen nach und sorgte damit für eine Art unentschieden.

Smart-TV-Funktionen in der Kritik: Samsung informiert nicht transparent genug über die Datenerfassung
Smart-TV-Funktionen in der Kritik: Samsung informiert nicht transparent genug über die Datenerfassung

Die insgesamt 56 Bildschirmseiten umfassenden AGB "im Fließtext ohne Verwendung von Abschnitten und Überschriften dargestellt werden, sind wegen ihrer Länge und Unübersichtlichkeit intransparent und keine geeignete Grundlage für eine Einwilligung in die Datenerhebung und -verwendung." Das Gericht erklärte darüber hinaus, dass die enthaltene Einwilligungsklausel nicht den Anforderungen entspräche.

Auf die Seite Samsungs stellte man sich hingegen in puncto Übertragung der Daten - allerdings nur aus Gründen der Zuständigkeit. Die Klage der Verbraucherschützer richtete sich gegen die deutsche Samsung-Tochter, die Daten fließen hingegen direkt an die südkoreanische Zentrale.

On ein der beiden Seiten gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil (Az.: 2-03 O 364/15) vorgehen wird, ist bislang nicht bekannt.

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Kommentare (3)

#1
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Registriert seit: 09.01.2006

Admiral
Beiträge: 16512
Letzter Absatz - "Ob eine" ... Fehlerteufel. ;)

Erst Käffchen, dann Arbeit! Es ist Wochenende!
#2
Registriert seit: 17.09.2009

Hauptgefreiter
Beiträge: 176
Was hat der Beitrag mit Barebones und HTPC zu tun ??
#3
Registriert seit: 10.08.2014

Hauptgefreiter
Beiträge: 245
Zitat homann5;24649676
Schon während der Erstinbetriebnahme würden Smart-TVs des Unternehmens via Internet eine Verbindung zu dessen Servern aufbauen,...


Und wo ist jetzt das Problem? Richtig, vor dem TV. Denn wenn ich nicht möchte daß ein Gerät sowas macht, dann kaufe ich mir einweder so ein Gerät nicht, sperre es im Router oder schließe es nicht ans Netzwerk an. Andererseits ist das Gejammere sowieso überflüssig, weil ein stinknormaler PC im Internet schon seit Ewigkeiten das gleiche ermöglicht. Da kräht kein Hahn nach all den Scripts und Cookies die es gleich kiloweise gibt um den Nutzer auszuschnüffeln oder ihm Adware unterzujubeln und die man erst mal durch entsprechende Plugins/Add-ons zum schweigen bringen muss, um das Internet bzw. viele Webseiten erst mal les- und benutzbar zu machen. Von den Modulen des OS die an und wann nach Hause telefonieren mal ganz zu schweigen.

Ich kann ehrlich gesagt dieses doppelzüngige Geflenne von Verbraucherorganisationen nicht mehr hören. Sind selbst auf allen möglichen Social Media Plattformen vertreten, benutzen Betriebssysteme die nach Hause telefonieren und labern dann noch von Datenschutz. Ja nee, schon klar. Verkriecht euch wieder in euren Löchern aus denen ihr gekommen seid ihr Wichtigtuer.
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