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iPhone 7: Wasserdicht, ohne Audio-Buchse und mit optischem Zoom

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iphone7plusZuerst Diskussionen rund um den Wegfall der 3,5-mm-Audio-Buchse, dann Gerüchte rund um eine Dual-Kamera-Lösung und letztlich die Vermutung, dass Apple dem iPhone 7 ein wasserdichtes Gehäuse spendiert. Inzwischen hat Apple zu all dem und noch mehr die Antworten präsentiert - nahezu alle Spekulationen haben sich als zutreffend erwiesen.

Im wahrsten Sinne des Wortes altbekannt ist das Design. Wie erwartet setzt Apple beim iPhone 7 (138,3 x 67,1 x 7,1 mm, 138 g) und iPhone 7 Plus 158,2 x 77,9 x 7,3 mm, 188 g) auf die Optik der jeweiligen Vorgängermodelle, lediglich im Detail gibt es kleinere Abweichungen. Unter anderem sind die Antennenisolatoren nun weniger auffällig. Was hingegen sehr schnell auffällt: Die 3,5-mm-Audio-Buchse fehlt. Über die Abschaffung wird bereits seit Wochen diskutiert, Für und Wider halten sich dabei die Waage. Apple selbst betont, dass man durch den Verzicht mehr Platz im Innern des Gehäuses zur Verfügung hat, der dringend benötigt wird.

Bekanntes Design, neue Farben, wasserdicht: Zahlreiche Gerüchte zum iPhone 7 und iPhone 7 Plus haben sich als wahr erwiesen
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Angeschlossen werden Kopfhörer dementsprechend entweder drahtlos per Bluetooth oder aber drahtgebunden über die Lightning-Schnittstelle. Beiden neuen iPhone-Versionen liegen die bekannten EarPods bei, allerdings mit Lightning-Buchse. Zusätzlich gehört ein Adapter von Lightning auf 3,5 mm zum Lieferumfang.

Wer es lieber drahtlos mag: Mit den AirPods hat man auch die ersten eigenen drahtlosen Kopfhörer vorgestellt. Diese greifen das Design der EarPods auf, verzichten aber auf jegliches Kabel. Im Innern stecken der neue Wireless-Chip W1 sowie diverse Sensoren. Die sorgen beispielsweise dafür, dass Ton nur dann wiedergegeben wird, wenn die Kopfhörer getragen werden. Per simplen Tap kann zudem Siri aktiviert werden, die integrierten Mikrofone sollen eine höchstmögliche Gesprächsqualität ermöglichen. Die Laufzeit gibt Apple mit fünf Stunden an, der in der Ladeschale enthaltene zusätzliche Akku kann für weitere 19 Stunden laden.

Soll ohne Kopfhörer Musik abgespielt werden, können erstmals bei einem iPhone integrierte Stereo-Lautsprecher genutzt werden. Ähnlich wie beim HTC 10 ist ein Lautsprecher im unteren Rand untergebracht, der zweite steckt oberhalb des Displays. Versprochen werden eine höhere Lautstärke sowie ein größerer Dynamik-Umfang. Ob beide Lautsprecher nur im Landscape-Modus genutzt werden können, ist bislang noch unklar.

Für die drahtlosen AirPods wird Apple ab Oktober 179 Euro verlangen
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Ebenfalls noch zu klären ist, ob der Akku gewachsen ist. Diesbezüglich verspricht Apple lediglich eine leichte Steigerung gegenüber dem iPhone 6s und iPhone 6s Plus.

Mehr verraten hat man hingegen zum neuen SoC. Der höhrt auf den Namen A10 Fusion und bietet als erster Apple-Chip vier CPU-Kerne. Ähnlich wie bei SoCs von Qualcomm, MediaTek, Samsung und anderen setzt man dabei erstmals auf eine Arbeitsteilung. Zwei High-Performance-Kerne übernehmen anspruchsvolle Berechnungen, die beiden anderen punkten mit ihrer Effizienz und sind für einfachere Dinge vorgesehen. Neu ist auch die GPU, die gegenüber der Grafiklösung des A9 um 50 % zugelegt haben soll.

Zum Arbeitsspeicher fehlen noch konkrete Angaben, der interne Speicher wächst jedoch. Angeboten werden nun 32, 128 und 256 GB, für das Modell in Hochglanz-Schwarz stehen nur die beiden größeren Versionen zur Verfügung. Zusätzlich gibt es das iPhone 7 und iPhone 7 Plus aber auch in Matt-Schwarz, Silber, Gold und Rosé Gold. Unabhängig von der gewählten Farbe ist das Smartphone gemäß IP67 vor dem Eindringen von Wasser und Schmutz geschützt und liegt damit nur minimal hinter Samsungs Galaxy S7 und Galaxy Note 7 - beide bieten IP68.

Auf den ersten Blick unverändert ist der Home Button. Den hat Apple nach eigenen Angaben aber komplett überarbeitet und ihm eine Taptic Engine spendiert und ihn „force sensitive" gemacht. Damit entspricht er in etwa einer Mischung aus Apple-Watch-Feedback und MacBook-Touchpad. Möglich werden damit unterschiedliche Vibrationen, beispielsweise beim Eingang von Nachrichten oder Anrufen. Dank API können App-Entwickler auf en neuen Home Button zugreifen, Ankündigungen diesbezüglich gibt es aber noch nicht.

Das iPhone 7 bietet 4,7 Zoll, das iPhone 7 Plus 5,5 Zoll
Das iPhone 7 bietet 4,7 Zoll, das iPhone 7 Plus 5,5 Zoll

Genau andersherum sieht es beim Display aus. Dank größere Farbraumabdeckung wirkt der Bildschirm komplett neu, es bleibt aber bei den bekannten Eckdaten. Beim iPhone 7 misst er in der Diagonalen 4,7 Zoll und bietet 1.334 x 750 Pixel, beim iPhone 7 Plus sind es wie gehabt 5,5 Zoll und 1.920 x 1.080 Pixel. Die Farbdarstellung soll - eine weitere Parallele zum HTC 10 - dem Kinostandard P3 entsprechen, die maximale Helligkeit wird mit 625 cd/m2 angegeben. Wieder mit dabei ist die Force-Touch-Technik, die in iOS 10 weiter ausgebaut wird.

Die schon von der 6s-Generation her bekannten Unterschiede bezüglich der Kamera-Hardware gibt es auch bei der neuen Generation. Zunächst die Gemeinsamkeiten: In beiden Fälle beträgt die Blende der rückwärtigen Optik f1.8, beide Smartphones verfügen über einen optischen Bildstabilisator, eine sechsteilige Linse, einen Vierfach-LED-Blitz, eine Auflösung von 12 Megapixeln und stehen wieder vom Gehäuse ab. Das iPhone 7 Plus bietet darüber einen zweiten 12-Megapixel-Sensor. Wie beim LG G5 ist eine Kamera für Weitwinkelaufnahmen vorgesehen, die zweite arbeitet als Tele (f2.8). Damit werden ein laut Apple zweifacher optischer Zoom möglich, ebenso ein spezieller Tiefenschärfemodus, der allerdings erst später im Jahr per iOS-Update nachgereicht wird. Das nachträglich Ändern des Fokus' scheint nicht vorgesehen zu sein. Der Wechsel zwischen beiden Kameras erfolgt über einen speziellen Schalter innerhalb der Kamera-Applikation. Neu ist die Frontkamera, die nun 7 Megapixel und Blende f2.2 bietet. Nicht bestätigt hat sich die Aufnahme von 4K-Videos mit 60 fps, hier bleibt es bei 30 fps.

Das iPhone 7 Plus unterscheidet sich vor allem durch seine Dual-Kamera-Lösung vom kleineren Schwestermodell
Das iPhone 7 Plus unterscheidet sich vor allem durch seine Dual-Kamera-Lösung vom kleineren Schwestermodell

Für Deutschland nur eine Randnotiz: Das japanische Modell wird das dortige NFC-Derivat Felica unterstützen, was unter anderem das drahtlose Bezahlen in öffentlichen Verkehrsmittel erlaubt. Ob und wann Apple Pay weiter ausgebaut wird, bleibt offen.

Klar ist hingegen, ab wann und zu welchem Preis die neuen Geräte verfügbar sein werden. Vorbestellungen werden ab dem 9. September angenommen, ausgeliefert wird ab dem 16. September. Für das iPhone 7 werden 759, 869 oder 979 Euro (32/128/256 GB) fällig, das iPhone 7 Plus schlägt mit 899, 1.009 oder 1.119 Euro zu Buche. Für die EarPods als Zubehör, beispielsweise für iPhone-6-Nutzer, verlangt Apple 35 Euro, die drahtlosen AirPods werden 179 Euro kosten. Die Verfügbarkeit gibt man mit Oktober an.

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