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T-Mobile US schafft Datenvolumen mit T-Mobile One ab

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T Mobile US LogoDer mit radikalen Mitteln agierende, drittgrößte Mobilfunknetzbetreiber der Vereinigten Staaten hat mit dem „Un-Carrier-Programm“ die Mobilfunkbranche der USA kräftig umgekrempelt. Während das unter Führung von John Legere stehende Unternehmen aggressive Marketingkampagnen und kundenfreundliche Tarife führt, sticht die deutsche Konzernmutter mit solch innovativen Tarifstrukturen leider nicht hervor.

Nun hat T-Mobile US „Un-Carrier 12“ vorgestellt, welches im Wesentlichen das Datenvolumen komplett abschafft. Kunden, welche den neuen Taruf T-Mobile One buchen, haben keine Datenvolumenbeschränkung mehr. Lediglich wenn 26 GB pro Account überschritten werden, werden die Daten gegenüber anderen Nutzern in der Zelle quasi hinten angestellt; die Daten der anderen werden bevorzugt.

Preislich fährt T-Mobile US-Markt-typisch. Die erste Sim-Karte kostet 70 US-Dollar monatlich. Die zweite „Line“ zusätzlich 50 US-Dollar und alle anderen dann 20 US-Dollar. Ein Account kann bis zu 8 Lines beherbergen.

Zusätzlich zum Datentraffic sind auch die Telefonie sowie Kurzmitteilungen inklusive. An den großen Einfallsstraßen in Mexiko sowie in Kanada gibt es für T-Mobile-Kunden kostenloses Roaming und auch im Flugzeug können Kunden je nach Fluglinie kostenloses Wi-Fi in Anspruch nehmen.

Einen Haken hat die Sache mit dem unbegrenzten Traffic allerdings. Videos beispielsweise werden standardmäßig auf 480p-Auflösung komprimiert. Um dieses Verhalten abzuschalten verlangt T-Mobile zusätzliche 20 US-Dollar im Monat, damit man seine Videos in HD schauen kann. Auch ist Tethering vorerst gesperrt. Hier wird ebenfalls eine Gebühr von 20 US-Dollar monatlich fällig, um die Option nutzen zu können.

Auf dem deutschen Markt gibt es, abgesehen vom Telekom MagentaHybrid-Tarif (welcher genaugenommen aber kein Mobilfunktarif ist), keine echte Flatrate im Mobilfunknetz. Die deutschen Kunden haben es akzeptiert, dass es nur ein beschränktes Datenvolumen gibt und die Betreiber der Netze nehmen diesen Fakt natürlich dankend an. Zwar steigen die Inklusivvolumina immer weiter an, vor allem durch Discounter wie die Marken des Drillisch-Konzerns, aber sind noch lange nicht preislich auf dem Niveau der Anbieter in anderen europäischen Ländern.