> > > > Qualcomm: Acht Prognosen zu Trends in der Tech-Industrie

Qualcomm: Acht Prognosen zu Trends in der Tech-Industrie

Veröffentlicht am: von

qualcommIn einem Interview mit den Kollegen von CNet hat der Qualcomm Vorsitzende bzw. Präsident des Verwaltungsrates, Paul Jacobs, sich zu kommenden Trends der IT-Industrie geäußert. Dabei wagt er einige überraschende Prognosen. Jacobs war zuvor CEO Qualcomms und kennt sich innerhalb der Industrie bestens aus. So glaubt der Manager beispielsweise, dass Smartphones in Zukunft nicht mehr nur Tech-Unternehmen vorbehalten bleiben könnten. Stattdessen kann sich Jacobs sehr gut vorstellen, dass z. B. Auch große Modehersteller eigene Smartphones anbieten. Derartige Modelle könnten dann besonders mit ihrem Design punkten. Auch hält der ehemalige Qualcomm-Geschäftsführer für möglich, dass die Kunden sich in Zukunft entschließen mehrere Smartphones im Alltag zu verwenden. So könnte es z. B. ein Smartphone geben, das speziell für das Autofahren gedacht ist, ein anderes, das im Smart Home Verwendung findet und ein weiteres, das für Fitness und Gesundheit prädestiniert ist. Hier prophezeit Jacobs, dass Wearables und Smartphones mehr und mehr zu einem Bereich verschmelzen könnten.

Als dritte Voraussage steht bei Jacobs, dass Virtual Reality mehr Sinne ansprechen könnte. Aktuell fehle weitgehend haptisches Feedback. So hält Jacobs für möglich, dass sich VR-Anzüge durchsetzen, welche die virtuellen Realitäten noch greifbarer machen. Einen weiteren Markt sieht der Qualcomm-Mitarbeiter für „digitale Stylisten“. Sie könnten die Virtual-Reality-Avatare für andere Personen optimieren. Auch glaubt Jacobs daran, dass viele, kleine Satelliten in Zukunft die Mobilfunktechnik stark verbessern werden. Deswegen habe etwa Qualcomm selbst in einen derartigen Anbieter namens OneWeb investiert. Ein weiterer, wichtiger Bereich sei Gesundheit / Fitness. Jacobs nimmt an, dass sich Wearables und mobile Endgerät noch stärker auf diesen Sektor konzentrieren werden, um etwa Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Die Gesundheit sei das wichtigste Gut der Menschen und darauf müsse sich auch die IT-Industrie besinnen.

Weniger überraschend ist, dass Paul Jacobs künstlicher Intelligenz in naher Zukunft viele Meilensteine zugesteht. Beispielsweise glaubt Jacobs, dass die künstliche Intelligenz auch Sicherheitsfunktionen in mobilen Endgeräten verbessern könnte. Erkennt eine K. I. etwa, dass eine aufgerufene Website gefährlich sein könnte, könnte sie den Nutzer darauf hinweisen oder automatisiert Schutzmaßnahmen ergreifen. In diesem Kontext sieht Jacobs auch Chancen für das Internet of Things (IoT): Er glaubt, dass man, wie bereits in einigen Robotern, künstliche Intelligenzen etablieren könnte, die mit den Fähigkeiten von Insekten konkurrieren. Die Computer könnten sich dann zu Schwarmintelligenzen vernetzen und Sensordaten austauschen. Quasi hätte man, wie in einem Bienenstock, viele einzelne Drohnen, die ihre gesammelten Informationen an eine Art Königin übermitteln und so über sich selbst hinauswachsen. Für das Smart Home könnte dies viele Potentiale freischalten.

Welche von Jacobs Prognosen zutreffen, muss freilich die Zeit zeigen. Interessant klingen seine Voraussagen allerdings in jedem Fall.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 5

Tags

Kommentare (2)

#1
customavatars/avatar215183_1.gif
Registriert seit: 01.01.2015
€Uropäische Union - Bairischer Sprachraum
Kapitän zur See
Beiträge: 3489
Manchmal glaube ich dass Skynet keine fiction sondern eine vorahnung ist.
#2
customavatars/avatar8983_1.gif
Registriert seit: 19.01.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 4584
Zitat lll;24698648
Manchmal glaube ich dass Skynet keine fiction sondern eine vorahnung ist.


Möglich wäre es. Die Frage ist nur, ob es machbar sein wird. Die Rechenleistung nimmt zwar zu, aber solange Software nicht überall zentralisierung ist, scheint das Risiko gering. Alleine die Aufstellung Android, Windows, iOS, Linux macht es schwer. Hinzukommt, dass unabhängige Hackergruppen Schwachstellen aufdecken. Das macht schnelle Zugriffe durch Backdoor schwierig. Ansonsten braucht es Leistung zum knacken von Passwörtern usw. ... Es sei denn, sie liegen "zentral" auf Datenbanken. Deshalb soll man auch mehrere Passwörter nehmen.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Japan Display entwickelt komplett durchsichtigen Fingerabdrucksensor

Logo von IMAGES/STORIES/2017/JDI

Japan Display (JDI) hat einen neuen Fingerabdrucksensor entwickelt, welcher laut Hersteller komplett durchsichtig integriert werden kann. Aufgrund der transparenz sei es für die Hersteller möglich, den Sensor direkt im Display zu verbauen. Vivo hat vor kurzem ein erstes Smartphone mit einem... [mehr]

Moto G5S im Test: Fast das Brot-und-Butter-Smartphone

Logo von IMAGES/STORIES/2017/MOTO_G5S

Halbjahres- statt Jahresrhythmus: Ungewöhnlich schnell hat Motorola respektive Lenovo das Moto G5 und Moto G5 Plus überarbeitet. Offiziell handelt es sich beim Moto G5S und Moto G5S Plus zwar jeweils nur um eine Special Edition, tatsächlich aber sind die Änderungen nicht unerheblich.... [mehr]

Apple iPhone 8 Plus im Test: Kraftprotz mit Adlerauge

Logo von IMAGES/STORIES/2017/APPLE_IPHONE_8_PLUS

8 oder X? Apple macht es iPhone-Interessierten in diesem Jahr besonders schwer. Lautete die Frage in den letzten Jahren „Klein oder groß?", heißt es nun: Klein oder groß und teuer oder sehr teuer? Schließlich verlangt Apple für das iPhone X einen satten Aufpreis gegenüber dem iPhone... [mehr]

Huawei Mate 10 Pro im Test: KI und schmaler Rand reichen nicht

Logo von IMAGES/STORIES/2017/HUAWEI_MATE_10_PRO_TEST

Den zweiten Platz fest im Blick: Mit Smartphones wie dem Mate 9 und P10 konnte Huawei sich als drittgrößter Smartphone-Hersteller behaupten, nun soll der Platz hinter Samsung erreicht und Apple damit verdrängt werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Mate 10 Pro, das nicht nur das... [mehr]

LG V30 im Test: Das Smartphone für Musikfans

Logo von IMAGES/STORIES/2017/LG_V30_TEST

Gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten hat es LGs V30 in den Handel geschafft. Nachdem Interessierte in Asien und Nordamerika teilweise schon seit Wochen zugreifen können, wird das neue Aushängeschild der Südkoreaner erst jetzt auch in Deutschland angeboten. Unglücklicher könnte das Timing... [mehr]

Huawei P20 Pro im Test: Es braucht mehr als Notch und Top-Kamera

Logo von IMAGES/STORIES/2017/HUAWEI_P20_PRO_02

Seit nun mehr zwei Jahren zählt Huawei zur Spitzengruppe, wenn es um die Qualität einer Smartphone-Kamera geht. Die seinerzeit geschlossene Kooperation mit Leica sowie der Einsatz einer Dual-Kamera-Lösung entpuppten sich als Erfolg, den man seitdem behutsam weiterentwickelt hat. Mit dem... [mehr]