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Qualcomm über den steinigen Weg zu 5G

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Im Mittelpunkt des MWCs stehen vor allem neue Geräte. Doch damit diese für Anwender einen echten Mehrwert bieten können, sind auch neue Technologien nötig – Technologien wie 5G. Mit Blick auf die aktuelle 4G-Netzabdeckung dürften sich viele Anwender zwar vor allem einen konsequenten Netzausbau nach aktuellem Standard wünschen, die fünfte Mobilfunkgeneration steht aber unabhängig davon in den Startlöchern. Im Rahmen einiger Presseveranstaltungen hat Qualcomm auf dem MWC skizziert, wie sich das Unternehmen den Weg zum 5G-Standard vorstellt und was sich Endanwender davon erhoffen können. 

Auch wenn 5G schon ein fester Begriff ist, gibt es bisher keinen einheitlichen Standard. Seit einigen Jahren sind unterschiedliche Firmen und Organisationen (darunter beispielsweise auch die US-Raumfahrtbehörde NASA) damit beschäftigt, einen 5G-Standard zu entwickeln. Wichtige Eigenschaften stehen bereits fest: So soll die Bandbreite einmal mehr massiv (um Faktor 10) ansteigen. Es geht aber keineswegs nur darum, einfach mehr Bandbreite für anspruchsvolle Anwendungen wie 4K-Streaming, VR- oder AR-Nutzung (Virtual und Augmented Reality) bereitzustellen.

5G soll auch die Latenzzeiten deutlich senken. Von den bei LTE theoretisch möglichen 10 ms (praktisch eher 30 bis 80 ms) sollen sie auf 1 ms fallen. Das dürfte nicht zuletzt Spielern zugutekommen. Für ein weiteres zentrales Buzzword ist es wichtig, dass mit 5G ganz andere Kapazitäten möglich sind. Wenn im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) immer mehr Geräte Netzzugang haben, wird auch die Kapazität des Netzes zunehmend beansprucht. Mit 5G soll sie massiv ausgebaut werden können. So könnten pro Quadratkilometer eine Million Geräte mit einem 5G-Netz verbunden werden. Schließlich soll 5G auch wesentlich zuverlässiger werden und so auch für sicherheitskritische Anwendungen besser geeignet sein.

Der Weg zur Etablierung von 5G ist noch lang, wird von Qualcomm aber schon recht detailliert vorgezeichnet. Neben Standardisierungsproblemen wird es dabei zum Beispiel auch eine Herausforderung, in den einzelnen Ländern die entsprechenden Frequenzbänder für 5G nutzbar zu machen. Dabei benötigen unterschiedliche Geräte idealerweise unterschiedliche Frequenzbänder. Während der Bereich unter 1 GHz gut für die Masse der IoT-Geräte geeignet ist, werden bandbreitenintensive Geräte besser in höheren Frequenzbereichen versorgt. Für extreme mobile Bandbreite bei kurzer Reichweite bietet sich sogar der Bereich oberhalb der 6 GHz, der sogenannte mmWave-Bereich, an. Insgesamt sieht Qualcomm drei wichtige Schritte auf dem Weg zu 5G – die Entwicklung von 5G-Technologie, die Standardisierung mit anschließender Kommerzialisierung und letztlich eine überzeugende 5G-Erfahrung, für die auch ein guter Netzausbau nötig ist. 

Jeder einzelne Schritt stellt eine Herausforderung dar – zumal die Einführung von 5G deutlich komplexer ist als die von 4G. Bis Endnutzer wirklich mit 5G-Geräten in einem 5G-Netz unterwegs sind, wird es deshalb noch etwas dauern. Nach aktuellem Stand soll es etwa 2020 so weit sein. 

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