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E-Plus darf Datentarife nicht mehr mit "unbegrenzt" bewerben

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E Plus LogoWie das Landesgericht Potsdam nun entschieden hat, ist die Bewerbung eines Internettarifes mit „unbegrenztem“ Datenvolumen nicht rechtens, wenn der Tarif nach Aufbrauchen eines bestimmten Datenvolumens zu stark gedrosselt wird. So haben Verbraucherschützer gegen einen Tarif von E-Plus geklagt, der mit unbegrenztem Datenvolumen beworben wurde, allerdings nach 500 MB auf 56 kBit/s gedrosselt wurde.

Zwar war weiterhin ein Internetzugang ohne Aufpreis möglich, allerdings kommt eine Drosselung auf fast  1/500 der ursprünglichen Geschwindigkeit quasi einem abschalten gleich, so das Gericht. Auch wiedersprach das Gericht der Argumentation, dass der Kunde bereits daran gewöhnt sei, dass das Internet nach Verbrauch eines bestimmten Volumens gedrosselt werden würde. Die Phrase „Datenvolumen unbegrenzt“ wecke bei den Kunden die Erwartung, dass dieses auch tatsächlich unbegrenzt in der vollen Geschwindigkeit zur Verfügung stehe. Mittlerweile sind die Mobilfunkunternehmen allerdings sowieso dazu übergegangen, Tarife nicht mehr mit unbegrenztem Volumen zu bewerben. So sieht man häufig Klauseln wie „xxx MB Highspeed Volumen“ oder ähnliches. Auch wird mittlerweile auf 32 kBit/s oder weniger gedrosselt, was selbst die Nutzung von Instant Messengern wie WhatsApp oder Telegram zu einer Geduldsprobe werden lässt.

Congstar drosselt in seinen neuen Tarifen neuerdings ebenfalls auf 32 kBit/s. Tarife in den O2-Netzen von Telefónica und Drillisch setzen auf eine Datenautomatik, die automatisch bei Erreichen des Datenvolumens für 5 Euro neues hinzubuchen. Dies lässt sie am Beispiel von Drillisch nicht mal mehr abschalten, sodass man noch genauer auf den eigenen Verbrauch achten muss.

Datenautomatik

Anders als in den USA bieten Netzbetreiber in Deutschland keine mobilen Tarife mit unbegrenztem Datenvolumen an. Selbst stationäre LTE-Tarife als DSL-Alternative bieten nur ein inkludiertes Highspeedvolumen an. Lediglich die Deutsche Telekom bietet mit ihrem MagentaHybrid-Ansatz einen LTE-Tarif mit echter Flatrate an, allerdings nur, wenn ein geeigneter DSL-Anschluss vorhanden ist.

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Kommentare (1)

#1
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Auch mit 56k hat man unbegrenztes Datenvolumen.. der Begriff "Volumen" definiert nicht die Einheit "Daten pro Zeit".

Wenn "Datenvolumen unbegrenzt" nur eine Phrase ist, dann ist es der Begriff "Flatrate" ebenfalls.

Vor allem, wenn Unternehmen mit dem gleichen Begriff für unterschiedliche Zustände werben.
Bei Telekom DSL ist Flatrate ohne Volumenbegrenzung, bei Mobil ist Flatrate mit Volumenbegrenzung.
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