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Yotaphone 2: Hinten ist vorne und teuer

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yota 2014Mit dem ersten Yotaphone sorgte der russische Smartphone-Hersteller Yota für eine kleinere Überraschung, nun legt man mit der zweiten Generation nach. Das in London vorgestellte Yotaphone 2 soll die Stärken des Vorgängers aufgreifen, gleichzeitig jedoch auch die Oberklasse-Konkurrenz verstärkt ins Visier nehmen.

Am deutlichsten wird letzteres durch den Preis. Denn die unverbindliche Preisempfehlung gibt Yoga selbstbewusst mit 699 Euro an. Dafür erhält der Käufer jedoch auch ein tatsächlich einzigartiges Smartphone. Erneut setzt man auf zwei Displays - auf der Front mit 5,0 Zoll, AMOLED-Panel und 1.920 x 1.080 Pixeln, auf der Rückseite 4,7 Zoll auf E-Ink-Basis mit 960 x 540 Pixeln.

Anders als noch beim ersten Yotaphone ist die rückwärtige Anzeige nun vollständige nutzbar. Bis zu vier Homescreens können mit Widgets den eigenen Wünschen entsprechend angepasst werden, die Bandbreite reicht dabei vom üblichen Wetterbericht über RSS-Feeds und Mails bis hin zu Tweets - einer Kooperation mit Twitter sei Dank; weitere Partner sollen dank SDK folgen. Die Bedienung des E-Ink-Displays erfolgt wie auch auf der Front per Touchscreen, wenig überraschend fällt die Reaktionszeit jedoch deutlich schlechter aus. Immerhin wurden im kurzen Test alle Eingaben präzise erkannt. Weitere Highlights der Rückseite: Mit nur einem Tap zeigt das E-Ink-Diskplay Fotos an, unter anderem, um private Daten zu verstecken. Weitaus interessanter ist jedoch, sämtliche auf der Vorderseite dargestellte Inhalte auch auf der Rückseite anzuzeigen.

Die möglichen Anwendungsbereiche liegen auf der Hand: Statt Google Maps auf dem energiezehrenden Front-Display anzeigen, wird die Karte einfach hinten ohne „Stromhunger“ angezeigt. Gleiches gilt für E-Books, Flugtickets und vieles anderes. Das ursprüngliche Konzept hat Yota also weiter ausgebaut.

Verbesserter Second-Screen: Alle Inhalte können auf der Rückseite dargestellt werden
Verbesserter Second-Screen: Alle Inhalte können auf der Rückseite dargestellt werden

Gleiches gilt für die weitere Technik. Im Innern des 144,9 x 69,4 x 8,9 mm großen und 145 g schweren, vor allem aus Kunststoff und Gorilla Glass 3 bestehenden Gehäuses arbeitet ein 2,2 GHz schneller Snapdragon 800, der auf 2 GB RAM zurückgreifen kann. Der nicht erweiterbare interne Speicher fasst 32 GB, die Hauptkamera auf der Rückseite bietet 8 Megapixel, auf der Front sind 2,1 Megapixel vorhanden. Dazu kommen ein LTE-taugliches Mobilfunkmodem (Cat 4), Bluetooth 4.0, NFC sowie Wireless Charging gemäß QI-Standard. Der fest verbaute Akku fasst 2.500 mAh und sorgt laut Hersteller bei üblicher Nutzung für eine Laufzeit von zwei Tagen. Beschränkt man sich auf die Darstellung von E-Books und ähnlichem, sollen mit einer Ladung mehr als 100 Stunden erreicht werden können, beim Surfen über das E-Ink-Display werden 24 Stunden versprochen. Das Konzept des Yotaphones fasziniert auch in der zweiten Generation.

5 Zoll und Full HD, Snapdragon 800, 8 Megapixel: Die Ausstattung bewegt sich auf hohem Niveau
5 Zoll und Full HD, Snapdragon 800, 8 Megapixel: Die Ausstattung bewegt sich auf hohem Niveau

Was zunächst als gewöhnungsbedürftig wirkt, entpuppt sich bereits nach wenigen Minuten als durchaus vorteilhaft. Vor allem die Möglichkeit, sämtliche Apps auf der Rückseite ausführen zu können, kann im Alltag schnell ein großer Vorteil sein, gerade in Hinblick auf die genannten Einsatzmöglichkeiten des „Always-on Displays“ auf der Rückseite. In puncto Verarbeitung hat Yota ebenfalls dazugelernt. Gab es beim ersten Modell noch kleinere Patzer, wirkt der Jahrgang 2014 deutlich ausgereifter. Ähnliches gilt für die Haptik, die von leicht angerauten Oberflächen profitiert. Ob all dies den hohen Preis rechtfertigt, muss jedoch ein ausführlicher Test zeigen.

Wer aber schon jetzt überzeugt ist: In Deutschland wird das Yotaphone 2 noch in dieser Woche erhältlich sein. Der russische Hersteller setzt dabei auf Kooperationen mit der Telekom-Tochter Congstar sowie den üblichen Händlern. Ab Werk wird Android 4.4 installiert, am Update auf Android 5.0 wird jedoch bereits gearbeitet.

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Kommentare (12)

#3
Registriert seit: 11.12.2005

Kapitänleutnant
Beiträge: 1684
Kannte ich noch gar nicht. Sehr schönes Gerät, scheint eine klasse Alternative zu dem Einheitsbrei auf dem Markt zu sein. Leider für meinen Geldbeutel etwas zu teuer.
#4
Registriert seit: 02.12.2014

Matrose
Beiträge: 7
Prinzipiell ein echter Schritt nach vorne.
Finde die Akku Kapazität etwas gering...und leider auch nicht austauschbar.
#5
Registriert seit: 24.04.2014

Matrose
Beiträge: 3
Yotaphone 1 war in Russland und auf dem europäischen Markt ein riesen Reinfall, mal schauen wie sich die zweite Generation schlägt, wobei ich vermute eher not like a boss :P

Zwei Displays würden viele Probleme von vielen Smartphone Herstellern lösen, man müsste dann nur einen schönen Rahmen machen Beispielweise aus Aluminium und dann wäre das Gerede von "Verarbeitung" dahin.
#6
Registriert seit: 13.10.2005
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Admiral
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Beiträge: 20282
spannendes smartphone, mir persönlich aber viel zu teuer.
#7
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Registriert seit: 19.06.2010
Potsdam
Moderator
Beiträge: 15129
Sieht toll aus das Teil.
Aber mit einem 2500mAh Akku soll das Teil dann 2 Tage durchhalten? Wenn man damit nur 2x am Tag a 5 Min telefoniert oder wie? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Ansonsten echt spannendes Teil, nur leider etwas teuer - so viel würde ich nie für ein Smartphone ausgeben. Aber vllt ist der Straßenpreis ja deutlich geringer als die UVP. Ob es das Gerät auf den deutschen Markt schafft bezweifel ich aber. Hier ist alles zu sehr Samsung und Apple verseucht, sodass ich dem Gerät hier keine großen Chancen geben würde ... aber mal abwarten.
#8
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Registriert seit: 10.06.2008
zuhause
Admiral
Beiträge: 11319
Naja die "bis zu zwei Tage" kann man bei diesem Gerät ja geschickt mit der Fußnote "bei alleiniger Nutzung des eInk-Displays" begründen =)

Finde das Konzept interessant, aber der Preis schreckt ab.
Als Bahnfahrer könnte man sich permanent die Verbindungen auf der Rückseite aktualisieren lassen und nen Newsfeed dazu. ALlerdings scheitert das eher an den Apps ^^
#9
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Registriert seit: 19.06.2010
Potsdam
Moderator
Beiträge: 15129
Ja, der Preis schreckt ab und der in meinen Augen zu kleine und nicht wechselbare Akku auch. Ansonsten super Teil und sehr innovativ. Mal schauen was die Zukunft da bringt.
#10
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Registriert seit: 22.10.2011
München
Vizeadmiral
Beiträge: 6450
Hätt es gern mal hier ums ein paar Tage auszuprobieren. :)
#11
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Registriert seit: 26.08.2012
Bayern
Kapitän zur See
Beiträge: 3378
Ich war schon etwas skeptisch als unser Chef von ner Vorstellung mit nem Flyer davon ankam, mit etwas Glück gibts ja ein Testgerät für uns. Seit ich selbst nen Kindle hab hat mich e-Ink doch ziemlich überzeugt, da kann ich mir das schon ganz gut vorstellen auch auf dem Smartphone zu nutzen, zumindest wenn der Inhalt dafür optimiert ist. Richtiges Scrollen macht ja damit keinen Spaß, Zeitungen über die Website o.ä. lesen ist mit der normalen Website nicht allzu empfehlenswert.
#12
Registriert seit: 22.11.2006
Giessen
Oberbootsmann
Beiträge: 996
*sigh* Nach dem Nexus 6 ist nun also auch mein zweiter Hoffnungsträger als Nachfolger meines defekten Gnex an dem gleichen Problem gescheitert: Dem Preis. Für obere Mittelklasse mit zusätzlichem eInk finde ich 700€ übertrieben teuer. 400-450€ als Straßenpreis wäre realistischer.
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