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MWC 2014: Achtkerniges Wiko Highway im Hands-on

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Wiko

Mit dem Highway stellt der französische Mobiltelefonhersteller Wiko das erste Octa-Core-Gerät im eigenen Portfolio vor. Wiko ist, das dürften viele Nutzer hierzulande nicht wissen, einer der größten Anbieter in Frankreich und konkurriert in den Online-Verkäufen sogar mit Größen wie Apple und Samsung. Das Portfolio des Herstellers erstreckt sich vom Low-End-Gerät für etwa 129 Euro bis hin zum Octa-Core-Boliden für immer noch erschwingliche 349 Euro, um das es in diesem Hands-on gehen soll.

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Das Wiko Highway kommt in wenigen Tagen auf den deutschen Markt und soll - so der Wunsch des Herstellers - selbstverständlich für ordentlich Buzz sorgen. Der günstige Preis kommt dabei nicht etwa durch eine sehr billige Verarbeitung oder schlechte Hardware zustande. Wir konnten erfahren, dass Wiko bei den Preisen durchaus ans Limit geht, dank der Verwendung von Mediatek-Prozessoren aber einen gewissen Spielraum hat. Der verbaute Octa-Core-Prozessor gehört zwar mit seiner Cortex-A7-Architektur nicht unbedingt zu den High-End-Boliden wie dem Snapdragon 800 von Qualcomm. Geräte mit diesem Chip kosten in der Regel aber auch deutlich mehr. Zudem verzichtet Wiko auf LTE, ein Feature, das die wenigsten Deutschen aktuell effektiv nutzen werden. Gerade die immer noch weit verbreiteten Prepaid-Tarife sind aktuell noch von dem Highspeed-Internet ausgeschlossen.

Softwareperformance & Updates

Im Hands-on gab es trotz A7-Architektur nur sehr selten Slowdowns - das Gerät selbst reagierte flott und ohne merkliche Verzögerungen. Das typische Android-Ruckeln findet sich ebenfalls nicht auf dem Gerät. Erfreulich dürfte für den einen oder anderen sein, dass Wiko sich bei Anpassungen des Android-Systems zurückhält und so fast eine Vanilla-Experience bietet. Dennoch läuft das Gerät "nur" auf Android 4.2.2 und somit nicht auf dem aktuellsten Android 4.4 KitKat. Das wiederum dürfte den einen oder anderen Enthusiasten vom Kauf abhalten - gerade im Hinblick darauf, dass die günstige L-Serie von LG sogar beim kleinsten Modell schon Android 4.4 bietet. Auf unsere Nachfrage zu einer Update-Ankündigung gab man bekannt, lieber ein gut laufendes, nahezu bugfreies Gerät mit Android 4.2 garantieren zu können. Mit Ankündigungen zu Updates auf neue Major-Versionen hält man sich hingegen zurück, um Kunden bei Verspätungen oder Nicht-Bereitstellung des Updates nicht zu enttäuschen. Zudem beteuerte man, anders als die großen multinationalen Konzerne deutlich näher am Kunden zu sein und reales Feedback und Fehlermeldungen in Bugfix-Updates zusammenzufassen. In der Tat konnten wir in der Zeit, die wir mit dem Gerät hatten, keine Fehlermeldungen oder Abstürze beobachten. Ein detaillierteres Fazit in diesem Bereich werden wir uns aber für den baldigen Testbericht aufbewahren.

Verarbeitung & Hardware

Die Verarbeitung des Wiko Highway hat uns am meisten beeindruckt. Das 350 Euro Gerät fühlt sich extrem hochwertig an und kommt zudem in verschiedenen Farben. Das Gerät selbst sieht modern, zurückhaltend und schlicht aus, kann durch Akzentsetzung aber in vielerlei Hinsicht überzeugen. Die Haptik ist dank Glas-Rückseite - wie man im aktuellen Edeka-Slang sagen würde - "sehr, sehr geil" und kann durchaus mit den Geräten der Oberklasse mithalten. Scharfe Kanten oder ungleichmäßige Spaltmaße sucht man beim Wiko vergebens. Die Rückseite besteht dabei aus gehärtetem Glas, während die Vorderseite sogar mit Gorilla-Glas bestückt wurde.

In einem ausführlichen Test überzeugen müssen uns noch die Kamera sowie die Akkulaufzeit des Gerätes, gerade letzterer könnte mit 2.350 mAh etwas knapp bemessen sein. Zudem werden wir dann natürlich ausführliche Benchmarks präsentieren können, um die Performance des Mediatek Octa-Cores objektiv bemessen zu können.

Der Ersteindruck des Wiko Highway fällt dafür aber schon extrem positiv aus - für 350 Euro bekommt man hier durchaus einiges geboten. Konkurrenzfähig wäre hier unter anderem das LG G2 (zum Test), das für nur wenige Euro mehr ein etwas größeres Display, einen stärkeren Akku und LTE bietet. Dafür fehlt es dem G2 an einer guten Frontkamera (Highway: 8 MP). Zudem ist nach unserer ersten Einschätzung die Verarbeitung beim Highway besser und (das ist Fakt!) das Gerät ist 1,2 mm dünner als das G2 und bietet Dual-SIM-Fähigkeit.

Es geht noch teurer, aber auch günstiger

Wie bereits erwähnt hat Wiko eine große Produktpalette. Es geht noch etwas teurer, und zwar mit dem Wiko Wax, dem ersten Gerät in Europa, das mit dem LTE-fähigen Tegra 4i kommt. Ein Verkaufsstart ist jedoch bislang für den deutschen Markt nicht bekannt. Nach unten hin versucht man die Welt mit dem Wiko Rainbow abzurunden, ein Gerät, das vor allem im Preis-Leistungssegment platziert werden soll. Beide Geräte wirkten für ihre Preisklasse in unseren Augen ebenfalls sehr hochwertig - sobald Testgeräte verfügbar sind, werden wir natürlich einen Test präsentieren.