> > > > Große Sicherheitslücke in iOS 5 - Entdecker aus dem Developer-Programm entfernt

Große Sicherheitslücke in iOS 5 - Entdecker aus dem Developer-Programm entfernt

Veröffentlicht am: von

iOS5Jede Software enthält Fehler und offenbart so auch Sicherheitslücken. Besonders problematisch ist dies, wenn es sich um ein Betriebssysteme oder Software handelt, die Zugriff auf das komplette System erlauben. Nun hat der App-Entwickler Charlie Miller eine Sicherheitslücke entdeckt und diese mit einer App auch zugänglich gemacht. Schlussendlich hat dies dazu geführt, dass Apple ihn aus dem Developer-Programm entfernt hat und auch die App natürlich nicht mehr im App Store zu finden ist. Die Sicherheitslücke entsteht durch die Möglichkeit im Mobile Safari unsignierten Code auszuführen. Apple erlaubt im Browser ab der iOS-Version 4.3 das Ausführen von Javascript-Code aus dem Web auf einer tieferen Speicherebene, als dies zuvor der Fall war. Zum einen erlaubt dies ein schnelleres Ausführen des Codes, offenbart dem Code aber auch in der tieferen Systemebene mehr Möglichkeit nicht authorisierte Prozesse auszuführen.

Die Nitro JavaScript-Engine, die wegen der tieferen Implementation der sogenannten JIT-Compilations auch für eine bessere Performance sorgt, sollte ursprünglich nur im Browser ausführbar sein. Offenbar aber ist es jeder App möglich diesen schadhaften Code auszuführen. Charlie Miller hat eine solche App erstellt und in den App Store gestellt. Nach der Präsentation der Sicherheitslücke wurde die App entfernt und der Developer-Account von Miller gesperrt.

In einem Video hat Charlie Miller die Sicherheitslücke demonstriert:

Der Fall offenbart gleich meherere Probleme. Zum einen ist umfangreiche Software niemals fehlerfrei und Apple ist in diesem Fall sicher auch darauf angewiesen, dass externe Entwickler und Hacker diese entdecken. Dann jedoch sollten sich diese an eine gewisse Hacker-Ethik halten. Das Stichwort ist "Responsible Disclosure". Dabei wird die Sicherheitslücke nicht direkt offenbart, sondern den betroffenen Programmierern der Software etwas Zeit eingeräumt, den oder die Fehler zu beseitigen. Dies tut Charlie Miller auch, denn er will die Details der Sicherheitslücke erst in der kommenden Woche präsentieren. Bis dahin hat Apple nun Zeit iOS zu aktualisieren.

Auf der anderen Seite besteht Apple auf ein "Review" einer jeden App, die in den App Store möchte. Die von Charlie Miller programmierte App, die nun die Sicherheitslücke offenbart hat, hätte aber niemals in den App Store gelangen dürften. Apple hatte also die Möglichkeit, bevor dies an die Öffentlichkeit gelangte, entsprechend zu reagieren.

Die App aus dem App Store zu entfernen war sicher richtig, dem Entwickler aber auch gleich den Developer-Account zu sperren, kann man zumindest fragwürdig finden.

Weiterführende Links:

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

es liegen noch keine Tags vor.

Kommentare (12)

#3
customavatars/avatar66448_1.gif
Registriert seit: 19.06.2007
C:/NRW/Dortmund
Flottillenadmiral
Beiträge: 4119
und das beste. apple schmeißt ihn ausm developer kreis raus. danke dafür!
#4
customavatars/avatar108709_1.gif
Registriert seit: 17.02.2009
Sachsen, Naunhof b. Leipzig
Admiral
Beiträge: 17981
"gewissen" ---> "gewisse" :wink:

ansonsten: klasse Apple - einer zeigt euch nen Fehler und ihr tretet ihm dafür in den Hintern... gut gemacht.
#5
customavatars/avatar125171_1.gif
Registriert seit: 14.12.2009
BaWü
Stabsgefreiter
Beiträge: 382
Ich verstehe nicht, wie man die besten Leute rauswerfen kann.
Die sollten ihm eine Festanstellung geben und gut bezahlen, um solche Lücken zu entdecken.
Stattdessen werfen sie ihn aus dem Developer-Programm. Gute Entscheidung, um auch weiterhein Lücken zu haben ;)
#6
customavatars/avatar121653_1.gif
Registriert seit: 19.10.2009
127.0.0.1
Lesertest-Fluraufsicht
Beiträge: 6310
@ Flaggschiff und pointX Die werden dann zu Leuten wie GeoHot.. dann wird es Problematisch.

Geschieht Apple recht wenn es bald zu großen Hacks auf iOS-Geräten kommt.
#7
customavatars/avatar66448_1.gif
Registriert seit: 19.06.2007
C:/NRW/Dortmund
Flottillenadmiral
Beiträge: 4119
tja, haben eben selber schuld. nun im gegenzug wird er mit dieser app wohl gegen geltendes apple-recht verstoßen haben.
#8
customavatars/avatar108915_1.gif
Registriert seit: 20.02.2009
Bremen
Flottillenadmiral
Beiträge: 4909
Betriebssysteme -> Betriebssystem

Präsentation des Sicherheitslücke -> Präsentation der Sicherheitslücke


Da er direkt ne app dazu erstellt hat, finde ich es richtig ihn den Ar***tritt zu verpassen, egal ob die App gar nciht erst hätte erscheinen dürfen. er hat sie zugänglich gemacht, oder wenn se von vorneherein gesperrt worden wäre, wollte er es zumindest.
#9
customavatars/avatar20048_1.gif
Registriert seit: 27.02.2005

Kapitänleutnant
Beiträge: 1548
statt es apple zu melden schreibt er ein programm...
da stecken schon kriminelle energien dahint. da hat apple die richtige entscheidung getroffen.
#10
customavatars/avatar3377_1.gif
Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 30948
Er hat es ja Apple gemeldet. Angeblich schon am 14. Oktober.
#11
Registriert seit: 16.07.2005
Leipzig
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 486
Bei Google hätte er noch Geld fürs Melden der Lücke bekommen.
#12
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Tja Apple halt. Denen gehört mal richtig in den Arsch getreten. Mein iPod spackt seit gestern auch nur rum. iOS 5 Installen und wieder jailbreaken. Warum sind die Apps nur so gut -.-

Hoffentlich zieht Android schnell nach in sachen Appqualität.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Japan Display entwickelt komplett durchsichtigen Fingerabdrucksensor

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/JDI

    Japan Display (JDI) hat einen neuen Fingerabdrucksensor entwickelt, welcher laut Hersteller komplett durchsichtig integriert werden kann. Aufgrund der transparenz sei es für die Hersteller möglich, den Sensor direkt im Display zu verbauen. Vivo hat vor kurzem ein erstes Smartphone mit einem... [mehr]

  • Huawei P20 Pro im Test: Es braucht mehr als Notch und Top-Kamera

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/HUAWEI_P20_PRO_02

    Seit nun mehr zwei Jahren zählt Huawei zur Spitzengruppe, wenn es um die Qualität einer Smartphone-Kamera geht. Die seinerzeit geschlossene Kooperation mit Leica sowie der Einsatz einer Dual-Kamera-Lösung entpuppten sich als Erfolg, den man seitdem behutsam weiterentwickelt hat. Mit dem... [mehr]

  • LG V30 im Test: Das Smartphone für Musikfans

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/LG_V30_TEST

    Gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten hat es LGs V30 in den Handel geschafft. Nachdem Interessierte in Asien und Nordamerika teilweise schon seit Wochen zugreifen können, wird das neue Aushängeschild der Südkoreaner erst jetzt auch in Deutschland angeboten. Unglücklicher könnte das Timing... [mehr]

  • Honor 7X im Test: Dem Zwilling des Mate 10 lite fehlt Eigenständigkeit

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/HONOR_7X_TEST

    So anders Honor auch sein will: An der Gesetzmäßigkeit regelmäßiger Produktwechsel kommt man nicht vorbei. Entsprechend erhält das Honor 6X nach fast genau einem Jahr eine Ablösung. Neben den üblichen Änderungen im Innern gibt es ein neues Display sowie ein anderes, doch sehr vertraut... [mehr]

  • Samsung Galaxy S9+ im Test (1/3): SoC und Design sind keine Argumente

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAMSUNG_GALAXY_S9_TEST

    Auf das komplett neue Galaxy S8 folgt das nur leicht aufgefrischte Galaxy S9. Mit neuem SoC und neuer Kamera soll der Erfolg des Vorgängers wiederholt, im besten Fall sogar übertroffen werden. Doch garantiert ist das nicht, wie erste Reaktionen unmittelbar nach der Vorstellung des... [mehr]

  • Honor View 10 im Test: Der Preis verzeiht manche Schwäche

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/HONOR_VIEW_10

    Warten kann sich oftmals lohnen. Das gilt vor allem dann, wenn es dabei um ein Smartphone von Huawei geht. Denn nicht nur, dass die P- und Mate-Modelle dem üblichen Preisverfall ausgesetzt sind, die Schwestermarke Honor bringt in schöner Regelmäßigkeit technisch sehr ähnliche Modelle... [mehr]