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Bundesnetzagentur zieht Kinderpuppe „Cayla“ aus dem Verkehr

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Cayla PuppeDie deutsche Bundesnetzagentur hat die bisher erhältliche Kinderpuppe „Cayla“ hierzulande aus dem Verkehr gezogen. Auch anderen Spielzeugen könnte ein ähnliches Schicksal blühen. So hat die Bundesnetzagentur angekündigt, weitere Produkte prüfen zu lassen. Stein des Anstoßes ist die Datenübertragung über die Puppe gewesen.

Laut Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, müsse man gerade bei Spielzeugen streng vorgehen: "Es geht hier zugleich um den Schutz der Schwächsten in der Gesellschaft", konstatiert Homann bei der Begründung des Verbots. Cayla ist eine sprechende Puppe, deren Zielgruppe kleine Mädchen sind. Die Puppe kann zum Beispiel ähnlich wie eine Sprachsteuerung am Smartphone Fragen beantworten. Auch Spiele spielen und Geschichten vorlesen sind Funktionen von Cayla. Die Bundesnetzagentur stuft die Puppe nun wie ein verdecktes Spionagegerät ein – Besitzer der Puppe sollen Cayla jetzt eigenverantwortlich zerstören, da beim Besitz laut deutscher Gesetzgebung sogar bis zu zwei Jahre Haft drohen.

Gegenstand der Kritik war unter anderem, dass Cayla eine ungesicherte Bluetooth-Verbindung nutzt, um Daten zwischen dem Spielzeug und der notwendigen Smartphone-App zu übertragen. Theoretisch könnten technisch versierte Kriminelle darüber unerwünschten Kontakt zu den spielenden Kindern herstellen. Selbst Aufnahmen der Gespräche wären so eventuell möglich. Auch die Übertragung der Daten an Server in den USA betrachtet die Bundesnetzagentur als äußerst problematisch. Die Folge ist, dass die Puppe Cayla nun eben in Deutschland verboten ist und nicht mehr in den Kinderzimmern Einzug halten darf.

Im Ausland wurde das Spielzeug ebenfalls teilweise heftig von Verbraucherschutzorganisationen kritisiert, ist in vielen Ländern aber weiterhin erhältlich.

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Kommentare (14)

#5
Registriert seit: 05.12.2010

Kapitän zur See
Beiträge: 3420
Wer seinen Kindern sprechende Puppen kauft, macht sowieso vieles falsch in der Erziehung.
#6
Registriert seit: 07.09.2004

Stabsgefreiter
Beiträge: 360
Wird diese also nur verboten, weil es eine ungesicherten Verbindung hat ?
Was sind Handys(was heute jedes Kind zu besitzen scheint), Amazon Echo, modere TV-Geräte mit Internet und Kamera und Micro(wo es glaube ich im England schon rausgekommen ist, dass Verhalten des Kunden ausgewertet wurde (LG)), Xbox One mit seiner Kamera usw. die Liste wird immer länger .... Das man die Kinder schützen will, weil diese es nicht besser wissen, okay aber was ist mit den …. sagen wir nicht so technisch versierten Menschen, die keine Ahnung haben, was sie sich da zu hause hinstellen, die schützt keiner, weil die großen Firmen mit den Regierungen dieser Welt zusammen ins Bett steigen und dann ist plötzlich alles cool.
#7
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Registriert seit: 02.12.2005

Vizeadmiral
Beiträge: 8141
Doppelt hält besser? Jedenfalls sind es keine klassischen Kinderspielzeuge und damit ist Eigenverantwortlichkeit gefragt, kann man von Volljährigen erwarten, von Kindern nicht.
#8
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Registriert seit: 20.03.2008

Hauptgefreiter
Beiträge: 189
Wie durch muss man denn bitte sein um seinem Kind eine sprechende Puppe zu kaufen? Es gibt Leute, die sollten keine Kinder kriegen. :shake:
#9
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Registriert seit: 03.10.2005
Rhein/Ruhr
Fregattenkapitän
Beiträge: 2670
Wer Kindern Spielenkonsolen oder Handys kauft, sollte auch lieber keine Kinder bekommen. ;)
#10
Registriert seit: 04.08.2015

Kapitän zur See
Beiträge: 3495
Wieso? Ich hatte auch nen Gameboy und ein Nokia 3210 ... wo ist denn bitte das Problem?

Man muss als Elternteil halt hinterher sein was die Kinder wie konsumieren ... einfach abschreiben ist nie eine Lösung, aber auch nicht die Schuld von Handys oder Konsolen.
#11
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Registriert seit: 04.01.2015

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 454
Ich glaube es geht nur darum, dass es eine Puppe ist mit der man kleine Kinder (Mädchen) belauschen kann.Wir wissen alle wer das evtl. "erregend" finden würde 1 Etage höher oder tiefer einem kleinen Mädchen zuzuhören ohne das es jemand mitbekommt.

Trotzdem finde ich eine sprechende Puppe besser als eine die man damals füttern konnte und erst später haben die Eltern gemerkt, dass im inneren der Puppe alles gammelte und schimmelte. (War das nicht Babyborn oder so?)
#12
Registriert seit: 04.08.2015

Kapitän zur See
Beiträge: 3495
Gab da doch mal eine die mit Töpfchen verkauft wurde und regelmäßig Leute gewässert hat :D
#13
customavatars/avatar202850_1.gif
Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11122
Iergendwie wirkt diese Gesichte wie ein Artikel aus The Onion >_>
#14
customavatars/avatar116788_1.gif
Registriert seit: 20.07.2009

Bootsmann
Beiträge: 669
Blödsinniger Aktionismus Realitätsfern.
Aber an Grossunternehmen die unsichere Netzwerkausrüstung, Unterhaltungselektronik,Internet of Thing mit Lauschfunktion,Datensammlung,Backdoors, Standardpasswörtern oder gar null zugriffsschutz ausliefern da geht die Netzagentur nicht dran... Eine nahbereichs Bluetooth Verbindung zu kapern die von einer bestimmten puppe ermöglicht wird liegt im Bereich von Mondkalb fangen. Ein 6er im Lotto ist wahrscheinlicher als das hier alle notwendigen Faktoren für einen Missbrauch zusammenkommen. Ich zähl mal grad auf..

a) Es muss ein Pedo in direkter Empfangsnähe von wenigen Metern lauern (die sind ja überall in gigantischer Anzahl vorhanden)
b) der Pedo muss technisch versiert sein und gezielt nach genau dieser einen Schwachstelle suchen
c) die puppe muss vorhanden sein und eine aktive Verbindung bestehen

und und und

BLÄHHHHHH sach ich.
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