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Qualcomm führt den Auto-Prozessor Snapdragon 820A vor und holt Lewis Hamilton auf die Bühne

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Als Rechenherz für die neue Generation von High-End-Smartphones ist der Snapdragon 820 bekannt. Mit dem Snapdragon 820A gibt es aber auch einen speziellen Ableger für die Automobilindustrie. Die Fähigkeiten des zur CES 2016 vorgestellten Auto-SoCs wurden auf dem Mobile World Congress in Form des austauschbaren S820A-Modul demonstriert. 

Für Autokäufer werden zunehmend andere Tugenden als nackte Leistungsdaten wichtig. Gerade Assistenzsysteme (bis hin zum komplett autonom fahrenden Auto), aber auch Entertainmentlösungen werden immer wichtiger. In einer Qualcomm-Umfrage unter 2.000 europäischen Autofahrern gaben so 61 % an, dass sie sich ein besser vernetztes Fahrzeug wünschen würden. Immerhin 40 % gaben an, einen solchen Kauf auch direkt ins Auge zu fassen. Kein Wunder also, dass sich unterschiedlichste Chipspezialisten um diesen Markt bemühen. Im Fall von Qualcomm soll der Snapdragon 820A wichtiger Bestandteil der Automotive-Strategie werden. Im Vergleich zum Snapdragon 820 für Mobilgeräte wird die Auto-Variante in einem anderen Package ausgeliefert. Er bietet aber genauso leistungsstarke Kryo-CPU-Kerne, eine Adreno 530-GPU und den Hexagon 680 DSP. Die Snapdragon 820A-Version hat zusätzlich ein integriertes X12 LTE-Modem.

Weil das typische Auto eine längere Lebenszeit als eine solche Connectivity-Lösung hat, wird der Snapdragon 820A für eine modulare Lösung genutzt. Das S820A-Modul kann vom Hersteller ins Handschuhfach oder in die Mittelkonsole integriert werden. Praktisch handelt es sich um eine schwarze Box mit der Recheneinheit und einer Armada an Anschlüssen. Durch den modularen Aufbau könnte die Box später unkompliziert ausgetauscht werden. Am Messestand demonstrierte Qualcomm verschiedene Funktionen der Automotive-Lösung. So kann das System über eine Kamera im Lenkradbereich den Fahrer beobachten und warnen, wenn zu häufiges Schließen der Augen auf Müdigkeit hindeutet. In Verbindung mit externen Sensoren sind unter anderem Rundumsicht, Spurhalteassistent und Erfassung von Geschwindigkeitsbegrenzungen möglich. Zusätzlich dient das System als Entertainmentlösung mit Zugriff auf Musik, Videos und Radio. 

Um das Automotive-Engagement auffällig zu platzieren und Erfahrungen auch im Grenzbereich zu sammeln, kooperiert Qualcomm mit dem Formel-1-Team Mercedes AMG Petronas. Als Star-Gast besuchte Rennfahrer Lewis Hamilton den Mobile World Congress und erläuterte im Rahmen einer Keynote, welche Vorteile die Kooperation für ihn habe. Er hob vor allem die detaillierte Auswertung der Reifentemperatur hervor, die mit Qualcomm-Technologie möglich wurde und die ihm dabei hilft, die Reifen besser einschätzen und effektiver nutzen zu können. 

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Kommentare (3)

#1
Registriert seit: 30.11.2012

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Beiträge: 529
Super. Ein auto dass mich aktiv beobachtet und in mein verhalten eingreift.

Aber den leuten kann man ja alles verkaufen.
#2
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3839
Aufmerksamkeits-Assistent/Müdigkeitserkennung ist ab einer gewissen Preisklasse auch aktuell schon zumindest optional nichts Ungewöhnliches. Wobei die wohl eher das Fahrverhalten auswerten und den Fahrer nicht optisch beobachten. Bei dem Mercedes ATTENTION ASSIST wird z.B. ausgewertet:
"Tageszeit (ausgelesen vom Cockpit-Display)
Fahrtdauer und die Geschwindigkeit (ermittelt vom ESP® Steuergerät)
Lenkbewegungen (gemessen vom Lenkwinkelsensor)
Fahrzeuglängs- und Querbeschleunigung sowie die Giergeschwindigkeit (erfasst von Sensoren der Fahrdynamik)
Bedieneingriffe des Fahrers, z. B. am Radio, an der Lenksäuleneinstellung, am Fahrtrichtungsanzeiger oder an den Tasten des Multifunktionslenkrads"
#3
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Registriert seit: 07.07.2008
Basel, Schweiz
Kapitänleutnant
Beiträge: 1982
Naja Marketing, ich denke nicht das man für ein stinknormales Strassenauto im täglichen Verkehr eine Reifentemperaturanzeige braucht. Das verunsichert mitunter nur den Autofahrer, da der keine Ahnung hat was eine "normale" Reifentemperatur ist wenn die Aussentemperatur -10°C oder +38°C ist. Der Autofahrer wird mitunter durch immer wie mehr Infos vom eigentlichen Geschehen auf der Strasse abgelenkt was einfach die falsche Richtung ist. Das ist jetzt nur ein Beispiel, mit einem welches evtl. nicht mal verbaut wird, aber Qualcomm doch tatsächlich "wirbt". Gibt sicher noch genügend andere Beispiele. Hört doch auf mit dem Quatsch. Entweder man fährt ein Auto selber und dann sollen sowenig unnötige Infos wie möglich aufblinken oder man gestaltet ein Auto wirklich ganz autonom. Aber das was jetzt gerade geschieht sind einfach irgendwelche Zwitterlösungen wobei der Autofahrer in eine unnötige Rolle reingedrückt wird.
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